Kategorie: Ausmisten

  • 2.753

    Im Zusammenhang mit meiner Rente beschäftigt mich die Kleiderfrage. Ich arbeite in einem Umfeld, in dem es auf gepflegte Business-Kleidung ankommt, zumindest an den Tagen, an denen ich vor Ort bin. Da wir aber auch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens haben und ich verhältnismäßig weit weg von meinem Arbeitsort wohne, nutze ich das gern. Bleiben also nur ca. 50 % der Arbeitszeit vor Ort. Natürlich habe ich einen sehr reichhaltig ausgestatteten Kleiderschrank – mir macht Kleidung kaufen und tragen (und auch selber nähen und stricken oder häkeln) sehr viel Spaß. Allerdings gehörte ich noch nie zu den Menschen, die sich jährlich neu einkleideten, sondern ich trage meine Kleidung auch über mehrere Jahre hinweg. Das ist möglich, weil ich zumeist hochwertige Kleidung kaufe (nicht teuer, das ist etwas anderes, ich lege Wert auf Qualität der Materialien und der Verarbeitung) und eben auch weil ich viel habe und somit die einzelnen Stücke seltener eingesetzt werden.

    Aber schön langsam muss ich mich an den Gedanken gewöhnen, dass ich in meiner Ruhestandsphase deutlich weniger geschäftsmäßige Kleidung benötigen werde.

    Bereits jetzt werde ich also versuchen, mich bei Neukäufen daran zu orientieren, dass ich nicht mehr für die nächsten zehn Jahre planen muss. Ein grober Überschlag ergab übrigens, dass ich noch ca. 800 Tage vor Ort sein werde. Zugrunde legend, dass ein Kleidungsstück mindestens 30 mal getragen werden sollte, um sich von ökologisch und ökonomisch bedenklicher Fast Fashion zu lösen, würde ich rein rechnerisch nur noch lediglich 27 verschiedene Teile jeder „Gattung“ wie Oberteil, Hose bzw. Rock etc. benötigen. Ein kritischer Blick in meinen Kleiderschrank ergibt: das habe ich bei den Oberteilen auf jeden Fall bereits im Schrank hängen.

  • 2.754

    Alles hat seine Zeit, so auch die krachbunten Strickstücke, die ich noch vor über zehn Jahren produziert habe. Im April 2012 war die erste Version des Pullunders „Schief ist schön II“ fertig. Es ist eine Anleitung aus der Zeitschrift Verena Stricken Frühjahr 2012. Auf der Seite dieser Anleitung auf Ravelry ist im übrigen meine erste Version dieser Anleitung zu sehen – die geriet mir damals zu groß und wurde von mir direkt verschenkt. Hier geht es aber um die zweite Version, gestrickt aus Twin und Pure von der Wollmeise in den Farben Wasabi, Himbeere und Pitahaya.

    Im November 2021 habe ich dann aus Gründen zunehmenden Körpervolumens noch unten aus Wollmeise Birdies in den Farben Wasabi, Himbeere und Bussi drei Streifen angestrickt. Das hat allerdings nur bedingt geholfen, vorteilhaft sah es dennoch nicht aus, also trug ich den Pullunder nur noch daheim. Auch die Farbkombination entspricht einfach nicht mehr meiner Persönlichkeit.

    Bei Instagram habe ich eine Umfrage gestartet, was mit dem Projekt passieren soll. Zur Auswahl stehen (noch die nächsten zwei Tage) folgende Optionen:

    • Tauschen gegen einen Strang DK von Wollmeise?
    • Aufribbeln?
    • Verschenken?
    • Wegwerfen?

    Ich bin gespannt, wie das Endergebnis ausfällt und werde auch hier darüber berichten.

  • 2.770

    2.770 Tage sind es noch, bis ich voraussichtlich vom Arbeitsleben in die Rente eintreten werde. Dies wird Umbrüche verursachen. Am einschneidendsten wird die Kürzung des verfügbaren Einkommens sein. In der Folge brauche ich dann wohl eine Wohnung mit weniger Wohnraum, da dies die Kosten der Unterkunft reduziert. Weiter denke ich, unnütze Ausgaben jetzt schon zu vermeiden übt mich für später. Und preiswert und gesund ernähren ist auch ein guter Ansatzpunkt. Daher werde ich zu folgende Kategorien hier regelmäßig über meine Aktivitäten berichten.

    • Ausmisten
    • Wollvorrat dezimieren
    • Was ich nicht gekauft habe
    • Was ich doch gekauft habe
    • aus Küche und Vorratsschrank

    Ich freue mich, wenn einige hier meinen Weg begleiten.