Schlagwort: Ravelry

  • 2549 – Altweibersommer

    2549 – Altweibersommer

    Wie gut, dass man inzwischen seine Beiträge bis zum Donnerstag beim Me-Made-Mittwoch verlinken kann.

    Altweibersommer habe ich deswegen als Titel gewählt, weil es gestern noch sommerlich warm war und weil ich seit meinem Geburtstag letzten Monat offiziell als Seniorin gelte, vermutlich bin ich eine „Jungseniorin“.

    Passend zum sommerlichen Wetter musste noch ein sommerlicher Pullover fertig werden. Nach der Anleitung „Aprilwetter“ von Anke Telschow habe ich mir einen maritim anmutenden Streifenpullover gestrickt.

    Sein Name ist „Erst Joure dann Baabe“. Das hat natürlich eine Geschichte. Das Garn zu diesem Pullover heißt „Bomuld og Uld“ und ist von der Firma Geilsk. Geschenkt bekommen habe ich es von meinem Partner, als wir im August 2025 Verwandtschaft in Friesland besuchten, denn wir haben auch einen Ausflug zur Ajoure Breiboutique in Joure gemacht. Es ist ein fantastischer Laden und wirklich eine Reise wert.

    Als Hommage daran habe ich ein Herz in einen weißen Streifen gestickt, denn das ist ein Teil der Flagge von Friesland.

    Somit wäre der erste Teil des Namens erklärt. Der zweite Teil rührt von unserem diesjährigen Sommerurlaub auf Rügen, denn angestrickt wurde der Pullover in Baabe in einem Strandkorb:

    Insgesamt ist der Pullover, gestrickt in Größe XXL mit Nadeln der Stärke 3,5 mm groß geraten, aber meines Erachtens nicht zu groß, sondern eben „oversized“. Die benötigte Menge an Wolle habe ich völlig überschätzt, ich habe nur 1.329,4 Meter benötigt und somit noch 1.223 Meter übrig. 85 Meter werde ich verschenken und aus den verbleibenden 1.138 Metern werde ich im Frühjahr ein Top starten.

    Besonders stolz bin ich auch auf die Kette von Bijou Brigitte, die ich gebraucht ergattert habe, denn sie passt hervorragend zu dem Pullover.

    Und so sieht das Stück aus, wenn ich es trage:

    Leider hat sich das Wetter nun doch entschieden, deutlich herbstlicher zu werden, daher wandert der Pullover nun erstmal in den Schrank. Und ich gehe mal sehen, was die anderen so erschaffen haben.

  • 2.559 – Montagsstarter

    2.559 – Montagsstarter

    Leider ist mein Urlaub schon wieder vorbei und eine neue Arbeitswoche hat begonnen. Und ich beginne pünktlich mit dem Montagsstarter:

    ❶ Dass ich jetzt definitiv zur Gruppe der älteren Menschen gehöre, finde ich fast ein wenig erschreckend.

    ❷ Wenn hier ein Flaschengeist auftauchen würde, würde ich mir die Fähigkeiten der „bezaubernde Jeannie“ wünschen, um mit Zwinkern und Arme verschränken lästige Arbeiten erledigt zu bekommen.

    ❸ Mein Gepäck im Hotelzimmer oder wenigstens im Hotel unterstellen, mache ich als erstes, wenn ich in eine neue Stadt komme, damit ich dann unbeschwert im wahrsten Sinne des Wortes die Stadt erkunden kann.

    ❹ Nichts trägt/tragen mich durch den Tag, denn ich möchte gar nicht „durchgetragen“ werden, sondern den Tag selber bewusst erleben.

    ❺ Dass es einen Tag für das Recht auf Wissens- und Informationszugang gibt, finde ich eher albern, denn all diese „gewidmeten“ Tage halte ich für überflüssigen Schnickschnack. Aber angeregt durch diesen Testbaustein habe ich mal gegoogelt und festgestellt, dass dieser Tag heute ist. Es ist ein wichtiges Thema für unsere Gesellschaft, das nicht nur am heutigen Tag, sondern immer und immer wieder angesprochen werden sollte. Selbst in einem technologisch hoch entwickelten und sozial gut abgesicherten Land wie Deutschland gibt es keinesfalls die gleichen Möglichkeiten für alle Menschen, sich Informationen zu besorgen. Das fängt schon damit an, dass nicht jeder Zugang zu einem entsprechend nutzbaren Endgerät hat, zeigt sich aber auch darin, dass seriöse Information wie Artikel aus Tageszeitungen etc. mehr und mehr hinter Bezahlschranken verborgen werden, so dass auch hier monetäre Unterschiede auch Informationsunterschiede hervorrufen.

    ❻ Kurioserweise fällt mir nichts kurioses ein.

    ❼ Im Kalender steht sehr zu meiner Freude nur ein Tag Präsenz im Büro und ich habe diese Woche Vorbereitungen für das „Strickmädelswochenende“ zu erledigen geplant. Außerdem freue ich mich auf den Stricktreff am Donnerstag Abend.

    Fertig geworden und inzwischen verschenkt wurden die 29. STINOS (stinknormale Socken) für mP in Größe 47:

    Ich bin gespannt, wer fragt, was die verschiedenfarbigen Streifen an der Sockenspitze bedeuten.

    Und damit wünsche ich euch allen einen guten Start in eine noch bessere Woche, besonders auch für die Studierenden, für die am Donnerstag das Wintersemester 2026/2027 beginnt. Dazu passt meines Erachtens ein Zitat von Goethe:

    Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.

  • 2.561 – Dürrwies und Samstagsplausch

    2.561 – Dürrwies und Samstagsplausch

    In Dürrwies zu sein, ist so entspannend, dass ich (fast) völlig von der Welt abgeschaltet habe. Noch vergangene Woche habe ich großspurig im Büro angekündigt, dass es gut sein kann, dass ich mich in meiner Urlaubswoche mal einwähle, weil mich sehr stark interessierte, wie eine bestimmte Sache fortschreitet, die erst am Montag auf die Gleise gestellt werden konnte. Hier in Dürrwies interessiert es mich gar nicht mal mehr so sehr. Spoiler: Ich habe nicht geguckt und jetzt ist es mir auch egal, am Montag erfahre ich es sowieso.

    Jetzt also der Bericht von Dürrwies, Tag 4 bis Tag 7. Die Tage waren, wie gesagt, geprägt von faulenzen, stricken, Besuch empfangen und auch von Ausflügen zu den beiden größten Glashütten hier in der Gegend.

    Zunächst ein Einblick in mein Strickzeug: Endlich geht es bei meinem Oh My Skirt von Anna Enge weiter. Es stockte ein wenig, weil ich erst noch eine sehr lange Rundstricknadel in der benötigten Dicke brauchte, denn es werden Reihen gestrickt, in denen man jede Masche und drei Umschläge strickt und die benötigen viel, viel Platz. Und viel Zeit benötigt eine Reihe dieses Rockes auch. Mal sehen, ob ich ihn bis Weihnachten fertig bekomme.

    Wir waren bei den beiden Glashütten Joska und Arnbruck. Joska ist inzwischen sehr, sehr kommerziell geworden. Mir hat nichts dort gefallen, also habe ich auch nichts gekauft.

    Wesentlich erfolgreicher war da das Glasdorf Arnbruck bei mir, dort haben wir Christbaumkugeln, einen Elefanten für die Weihnachtskrippe und eine kleine Dekoration für das Wohnzimmer gekauft. Darüber berichte ich separat auf meinem Wohnblog.

    Ansonsten habe ich eine umfangreiche Sammlung an Fotos von Pilzen, nicht alle mit dem Handy gemacht, daher nur eine kleine Auswahl.

    Hier ist es so entspannend, dass ich dieses Arrangement in der Küche von meinem Strickplatz aus sehen konnte und es so harmonisch fand, dass es mir ein Foto wert war.

    Ebenso habe ich Experimente mit Nacht-, Dämmerungs- und Tagaufnahme gemacht, hier eine meines Erachtens gelungene Triologie:

    Heute waren wir noch zur Feier des Urlaubs Essen. Wir sind einer Google-Empfehlung gefolgt und haben uns auf den Weg zum Restaurant RehGOASS in Spiegelau gemacht. Nicht nur das Essen war hervorragend (man hat auch nach der üblichen Mittagszeit die Auswahl aus der kompletten Speisekarte!), sondern insbesondere das Ambiente dort ist wunderbar geschmackvoll. Ich genoss unser Essen sehr.

    Und nun gehe ich zu Karminrots Samstagsplausch, sehen, was die anderen in der vergangenen Woche so erlebt haben.

  • 2.567 – Dürrwies Tag 1 und 2

    2.567 – Dürrwies Tag 1 und 2

    Schon seit vielen Jahren fahre ich gemeinsam mit den Oberpfälzer Stricklieseln einmal im Jahr für ein verlängertes Wochenende in das Waldferiendorf Dürrwies. Aber auch ohne meine Strickfreundinnen war ich schon da, 2017 mit dem gerade einjährigen Beppi.

    Auch dieses Mal ist er dabei, inzwischen 10 Jahre alt und eher der Typ „gesetzter Herr“.

    Wir haben uns dieses Jahr für Haus Nummer 7 entschieden, denn es werden noch weitere Gäste anlässlich meines Geburtstags erwartet.

    Gestern war nun Anreise, sehr entspannt, hier im Feriendorf klappt einfach alles problemlos. Es ist alles vorhanden, die Ausstattung ist hervorragend, sogar für das morgige Kuchenbacken ist alles an Küchenutensilien vorhanden.

    Eine positive Überraschung war, dass die von den Oberpfälzer Stricklieseln gefertigten Topflappen anlässlich des Weißwurstfrühstücks, das wir für über 10-jährige Treue bekamen, tatsächlich in den Häusern eingesetzt werden.

    Noch mehr überraschte es mich, dass einer der Topflappen tatsächlich einer der von mir gestrickten Topflappen ist.

    Apropos von mir gestrickt: Noch gar nicht gezeigt habe ich ein Sitzkissen, dass zum Geburtstag einer Freundin in diesem Frühjahr fertig gestellt wurde. Das hole ich mal eben nach. Gestrickt wird es nach der Anleitung der Kraft-Tanken-Patches, allerdings aus 10 Fäden Sockenwolle und mit Nadeln in 8,00 mm.

    Aber ich schweife ab.

    Heute haben wir dann einen Spaziergang gemacht, bei strahlendem Sonnenschein sind wir die Pfeiffer-Kapelle Runde von Dürrwies gegangen.

    Danach war für mich ein bisschen Mittagsschlaf, ein bisschen Gulasch kochen, ein bisschen Griesbrei kochen lassen und essen und relaxen an der Tagesordnung. Und nun komme ich zu den heutigen Sonntags Top 7 von Antetanni:

    1_Gelesen

    Gelesen habe ich lediglich im Internet und ein bisschen im Buch „Küsschen Küsschen… und noch ein Küsschen“ von Roald Dahl *. Das Buch begeistert mich aber lange nicht mehr so sehr, wie es das vor ca. 40 Jahren tat.

    2_Gehört/Gesehen

    Hörbücher sind ja mein neues Lesen und in dem Zusammenhang habe ich das Buch „Der Club“ von Takis Würger als Hörbuch gehört. Es war eine sehr gute Empfehlung von Janine.

    3_Erlebnis

    Ein positives Erlebnis – von der Sache mit den Topflappen mal abgesehen – war unser Einkauf am Samstag bei Lisas Stoffstube in Parsberg. Ich war auf der Suche nach passenden Stores für mein „Blümchenzimmer“ und wurde innerhalb kürzester Zeit fündig. Und weil ich Gardinen nähen schwierig finde, weil ich gar nicht soviel Platz habe, um den Stoff gut ausbreiten zu können, lasse ich sie nähen.

    4_Genuss

    Ein Genuss war vergangene Woche für mich persönlich, dass die Reparatur des Autos weniger kostete als ich befürchtete.


    5_Drinnen/Draußen

    Definitiv draußen – siehe meinen Bericht oben.

    6_Web-Fundstück/e

    Intensiv habe ich nach Halloween-Stickdateien gesucht, um meinem neuen Hobby, dem Sticken mit der Stickmaschine einen jahreszeitlich passenden Rahmen zu bieten.

    7_Hobbys

    Neben der Sache mit der Stickmaschine (siehe Punkt 6) habe ich gestrickt und tatsächlich auch etwas fertig bekommen, das ist aber noch geheim, weil es ein Geschenk ist.

    *„Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.“

  • 2.584

    Eine glückliche Fügung ergab, dass eine Freundin für einen Häkelpullover zu wenig von der Wolle Katia Basic Merino hat, ich aber die passende Wolle im Stash hatte und die hat nun die Besitzerin gewechselt. Somit ist mein Stash um satte 1.800 Meter entlastet worden.

    Und zufällig fand ich gestern auch noch das ursprünglich angedachte Projekt in seiner unfertigen Unvollendung – das waren weitere 156 Gramm, die Menge der verschenkten Wolle beträgt also 2.174,40 Meter und es entlastet meinen Stash deutlich.

    Allerdings gefällt mir sowohl das Muster – ein Hebemaschenmuster im farbigen Teil und ein rechts-links-Muster im unifarbigen Teil – nach wie vor sehr gut und auch die Farbgebung, Lila mit Beige und Hellgrau, finde ich apart. Vielleicht beginne ich diese geplante Jacke ein anderes Mal erneut, dann aber auf jeden Fall in einer größeren Größe, denn diese Jacke wäre mir vermutlich inzwischen viel zu klein. Begonnen hatte ich die Jacke im September 2014. Hier noch eine Großaufnahme des Musters:

  • 2.615 – Montagsstarter und Hamburg, Tag 6

    2.615 – Montagsstarter und Hamburg, Tag 6

    Spät am Abend schaffe ich es noch, den Montagstarter zu ergänzen.

    ❶ Sommer ist mir viel lieber als Winter, ich schwitze lieber als ich friere.

    ❷ Wenn man die Möglichkeit hat, sich im Wasser abzuküheln, sind auch hohe Temperaturen problemlos aushaltbar.

    ❸ Das Eis heute Nachmittag schmeckt(e) köstlich.

    ❹ In ein Museum zu gehen ist auch eine gute Möglichkeit, Kühle durch klimatisierte Räume zu erlangen.

    ❺ Immer wieder schön ist es für mich, nach Hamburg zu kommen.

    ❻ Dort hat es mir immer gut gefallen.

    ❼ Im Kalender steht diese Woche einen 91. Geburtstag zu feiern, ich habe am Tag darauf die Autofahrt zurück nach Hause geplant und dann freue ich mich auf den Stricktreff am Donnerstag Abend von den Oberpfälzer Stricklieseln.

    Und weil ich nun schon dabei bin, einen Blogbeitrag zu schreiben, kann ich auch gleich vom heutigen Tag berichten. Gefrühstückt haben wir bei „Frau Möller„, auch das ist sehr zu empfehlen. Auf dem Fußweg zurück zum Hotel fiel mir noch diese wunderschöne Fassade auf:

    Das ist das einzige Foto, das ich heute gemacht habe, denn der heutige Tag stand nicht im Zeichen von Sightseeing, sondern im Zeichen von Vorbereitungen für den morgigen Geburtstag treffen und sonstige Kleinigkeiten erledigen. Entsprechend wenig Schritte sind zusammengekommen und dennoch sind wir nun rechtschaffen müde.

  • 2.642

    Es gibt Neuigkeiten auf dem Blog – wenn man den Newsletter abonniert, wird man über neue Beiträge informiert.

    Ansonsten war heute ein ungewöhnlicher Arbeitstag, denn in meiner Abwesenheit wurde mein Büro in einen anderen Raum verlegt, also musste ich zunächst Kartons auspacken.

    Stricktechnisch bin ich bei Ringeln angekommen – zwei Pullover entstehen parallel nach der Anleitung Aprilwetter von Anke Telschow.

    Das war es schon für heute, mich ruft intensiv der Biergarten.

  • 2.645

    Tadaa – hier kommen die gestern angekündigten Tragefotos meines Upgrade-your-clothes-Projekts:

    Man beachte bitte die exakt zu den Jackenfarben passenden Ohrstecker, die ich bei einem Drogeriemarkt gekauft habe. Die Jacke ist die Delta nach der Anleitung von Nicolor, die ich bereits hier vorgestellt habe.

    Diniert haben wir gestern dann im Restaurant Herzstück in Erlangen. Die mediterrane Küche dort wird erstklassig zubereitet und das Konzept sieht vor, dass man sich durch möglichst viel durchprobieren kann. Ich war auf jeden Fall sehr begeistert, sowohl vom Konzept, als auch von den Gerichten und vom Service.

  • 2.648 – Me made Mittwoch

    2.648 – Me made Mittwoch

    Der erste Mittwoch im Monat ist dem Me-made-Mittwoch gewidmet, Urlaub hin oder her. Allerdings hat der Urlaub den Vorteil, dass ihr nun Fotos meines genähten Wickelkleides aus dem Urlaub bekommt. An dieser Stelle Danke an cutiecakeswelt für den heutigen Me-made-Mittwoch.

    Genäht habe ich das Wickelkleid Wicky von der Schneiderakademie aus einer Viskosewebware von Swafing mit dem Titel Windows by Thorsten Berger in der Größe 48. Der Stoff lässt sich super verarbeiten und ist absolut knitterfrei. Besonders bei den warmen Temperaturen der letzten Tage hat er sich sehr bewährt, er bringt ein leichtes Tragegefühl.

    An dem Schnitt des Kleides gefallen mir die Raglanärmel besonders gut. Im Rücken musste ich es um zwei cm kürzen, das ist aber bei Kleidung für mich normal.

    Angefangen habe ich das Kleid bereits vergangenes Jahr, dann lag es ein bisschen herum und weil ich dann beim Weiternähen nicht mehr genau wusste, wie die fast quadratischen Vorderteile des Rocks gehören habe ich mich zielsicher für die falsche Seite entschieden. Das sah dann am Kleid ziemlich blöd aus und es hing als mahnendes Beispiel monatelang offen herum. Auch das Einkräuseln ist mir zunächst nicht gut gelungen, also habe ich vor wenigen Wochen begonnen, den Rockteil und die Taschen vom Oberteil abzutrennen und alles richtig zusammenzusetzen. Und nun eine Flut von Bildern, entstanden auf Karls Erdbeerhof, in Prora und vor der Aalkate in Baabe.

    An den Ärmeln habe ich entgegen der Anleitung keine aufwändigen Manschetten genäht, sondern lediglich ein festes Bündchen, durch das meine schmalen Hände einfach so durchpassen.

    Obendrein habe ich das Oberteil auf einer Länge von ca. 10 cm vom Ausschnitt abwärts zusammengenäht, damit der Ausschnitt nicht weit aufklafft.

    Fazit: Ich werde mir noch ein Wickelkleid nähen, einen entsprechenden Stoff habe ich noch im Vorrat, aber ich werde es eine Nummer kleiner und mir kurzen Ärmeln nähen. Und ich gehe mal tief in mich, ob ich es als Wickelkleid oder vielleicht mit einem Gummizug als „Drüberziehkleid“ gestalten möchte. Und von dem Stoff bin ich so begeistert, dass ich mir tatsächlich nochmal drei Meter bestellt habe. Lieferzeit acht Wochen – drückt mir die Daumen, dass er tatsächlich geliefert wird.

    Die farblich exakt passende Kette habe ich bei unserem Ausflug nach Stralsund bei Bijou Brigitte gefunden.

    Hach, wie ich das mag, wenn Sachen so gut harmonieren. Apropos Harmonie, in einer kühlen Jahreszeit kann ich das Kleid sicherlich auch noch zusammen mit diesem Pullover tragen, wie der direkte Vergleich mal ergab. Das linke Bild ist bereits im November 2023 entstanden.

    Weil das Kleid nun wirklich einen langen Entstehungsprozess mit riesigen Pausen hatte und der dazu passende Pullover bereits im Jahr 2023 fertig wurde, passt es auch gut zu Amberlights Party „Besser spät als nie“ und daher verlinke ich den Beitrag auch dort.

    Der Pullover besteht im oberen Teil aus einer von einer Freundin handgesponnenen Wolle und farblich dazu passend Lana Grossa Fashion Tweed. Anleitung gib es keine dazu, ich habe nach eigenem Gutdünken gestrickt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Knöpfe waren im Fundus meiner verstorbenen Mutter vorhanden, die 70er lassen grüßen. Von der Fashion Tweed habe ich noch knapp 1.500 Meter im Vorrat, da müsste sich auf jeden Fall noch ein Pullunder ausgehen. Und weil ich ja ein Faible für Kombinationen habe, möchte ich sie mit der Stella von Järbo kombinieren, die sich seit langem in meinem Vorrat befindet. Die Idee kam mir beim sortieren meiner Wollvorräte, als die beiden Garne zufällig nebeneinander lagen. Da ich von der Stella noch über 2.700 Meter habe, wäre nicht nur ein doppelfädig mit der Fashion Tweed verstrickter Pullover denkbar, sondern vielleicht wage ich mich an einen Mix aus den verschiedenen Garnstärken. Solche Kombinationen bewundere ich stets bei Nancymarchantbrioche auf Instagram. So sieht die Kombi aus:

    Und nun mache ich mich neugierig auf den Weg, was die anderen sich genäht, gestrickt oder sonst wie gewerkelt haben.

  • 2.653 – Rügen, Tag 7

    2.653 – Rügen, Tag 7

    Für den heutigen Tag haben wir uns einen Ausflug nach Stralsund vorgenommen. Insbesondere wollten wir das Ozeaneum besuchen und uns an der Architektur der Stralsunder Häuser und Kirchen erfreuen. Letztes Jahr habe ich eine Dienstreise nach Stralsund absolviert und in dem Zusammenhang bereits das Meeresmuseum angesehen, aber für das Ozeaneum blieb keine Zeit. Apropos Zeit, die sollte man für den Besuch unbedingt mitbringen, denn es gibt wirklich viel, viel zu entdecken. Alles ist sehr gut erklärt, es gibt eigentlich für jede Altersklasse dort etwas.

    Das ist das giftigste Tier Europas, das Petermännchen (Trachinus draco). Es lebt an der Nord- und Ostseeküste.

    Anschließend machten wir uns bei gefühlt heißem Wetter (es waren so um die 29 °C mit leichtem Wind – wir wissen es, im Rest der Republik, also sowohl in Bayern als auch in Hamburg, träumt man derzeit von solchen Werten) auf, um die Innenstadt von Stralsund (erneut) zu entdecken. Dabei sind auch einige sehenswerte Aufnahmen entstanden.

    Im Wollladen von Stralsund habe ich Wolle gekauft, einmal im Urlaub Wolle kaufen muss sein. Ich habe mich für die Elastico von Lana Grossa entschieden in der Farbe 144-Zyklam. Daraus soll eine kurzärmlige Jacke zu einem Sommerkleid entstehen. Wer Ideen für eine Anleitung hat, gerne her damit. Fotos der Wolle kann ich euch nicht zeigen, denn im Laden war nicht genügend vorrätig. Aber wundervollerweise kann man sich die Knäuel portofrei schicken lassen!

    Und ein neues Lebensmotto habe ich auch gefunden:

    Als Stärkung für den Rückweg habe ich mir noch eine sehr leckere Matjessemmel vom Räucherschiff des Fischkutters Flipper gegönnt.

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“