Kategorie: Buchvorstellung

  • 2.699 – Montagsstarter 20/26

    2.699 – Montagsstarter 20/26

    Auch heute gibt es wieder einen Lückentext bei antetanni. Ihre Bezeichnung Textfragmente für den Lückentext gefällt mir außerordentlich gut. Hier nun der ausgefüllte Text:

    1. Alle Menschen sind gar nicht so unangenehm, wie es von Mausloch beschrieben wurde. Und schon gar nicht glaube ich (oder hoffe es zumindest stark!), dass es sich dabei um ein gesellschaftliches Phänomen handelt, sondern ich vermute, dass einzelne Menschen an manchen Tage besonders unter Druck stehen und sie das zu ihrem unhöflichen und rücksichtslosem Verhalten bringt. Oder zumindest hoffe ich es sehr, sehr stark. Besonders unhöflichen Menschen begegne ich übrigens möglichst freundlich und zuvorkommend (zumindest, wenn ich nicht auch sonderlich unter Druck stehe), denn ich weiß nicht, was mein Gegenüber gerade durchmacht und/oder ertragen muss.
    2. Der Muttertag spielt in meinem Leben seit dem Tod meiner Mutter gar keine Rolle mehr, denn ich lege wenig Wert auf extra Zuwendung seitens meiner Tochter wegen eines bestimmten Tages.
    3. Auf einige geplante Erlebnisse im Mai freue ich mich schon jetzt sehr, als da wären das Wollfärbenevent mit Freundinnen am Pfingstmontag oder das Wellnesswochenende in der Therme Bad Staffelstein zusammen mit mP am letzten Mai Wochenende.
    4. Wenn ich nicht ausreichend Schlaf gefunden habe, bin ich vor allen Dingen für mich selber unausstehlich.
    5. Wenn die Elisabeth *träller*. Tut mir leid, manchmal fallen mir einfach zu Worten oder Satzfetzen oder Situationen mehr oder weniger passende Lieder ein. Ob das eine Gabe oder ein Segen ist, kann ich gar nicht abschließend beurteilen. Wer das Lied nicht kennt – ich habe es unten verlinkt. Der Sänger war übrigens auch einer, der 1933 emigriert ist wegen der Judenverfolgung durch die Nazis. Dazu fallen mir noch zwei Bücher ein, die ich sehr spannend fand – ich stelle sie unten vor.
    6. Seit ich keinen Garten mehr bewirtschafte, achte ich nicht mehr akribisch auf die Tage der Eisheiligen.
    7. ❼ Im Kalender steht diese Woche am Donnerstag ein Feiertag, an dem nichts geplant ist außer ausspannen, ansonsten Business as usual, ich habe für Freitag den Aufbau eines „Pavillons“ auf meiner Terrasse geplant und dann freue ich mich auf ein Wochenende auch noch völlig unverplant, also mit Kapazitäten zur weiteren Entspannung und Strickzeit.

    Bücherempfehlung

    Wie bereits oben geschrieben, gibt es sehr spannende Bücher, die über das Leben von Künstlern im Dritten Reich berichten.

    Als erstes habe ich das Hörbuch Marsaille 1940* gehört. Viele aus Deutschland geflüchtete Intellektuelle befanden sich zunächst in Paris, flüchteten aber nach dessen Besetzung durch die Deutschen in den Süden Frankreichs. Aber auch da finden sie keine Ruhe vor der Naziverfolgung und suchen Wege, um in die USA zu immigrieren. Es sind die einzelnen Wege von beispielsweise Heinrich Mann, Lion Feuchtwanger, Hannah Arendt, Franz Werfel und vielen weiteren beschrieben, aber auch deren teilweise Verbundenheit miteinander. Wer sich für Kunst, Philosophie und Geschichte interessiert, für den ist das Buch ein Muss.

    Das zweite Buch, das ich zu diesem Thema gelesen habe, hat mich noch mehr berührt, es ist Februar 33*. Darin wird die Zeit zwischen der Auflösung des Reichstages der Weimarer Republik, Hitlers Machtübernahme und der Reichstagswahl im März 1933 beschrieben. Schriftsteller*innen wie Thomas Mann, Bertolt Brecht, Else Lasker-Schüler, Alfred Döblin und andere gingen ganz unterschiedlich mit der Situation um, die einige als (richtigerweise) gefährlich, andere aber als nicht sehr gefährlich einstuften. Das ist Buch ist spannend geschrieben und hat mich sehr zur Selbsreflexion gebracht, wie ich heute in einer ähnlichen Situation handeln würde. Würde ich auch alles stehen und liegen lassen und veruschen, meine Person im Ausland in Sicherheit zu bringen?

    Fazit: Beide Bücher sind unbedingt empfehlenswert, allerdings würde ich zunächst Februar 33 lesen und dann erst Marseille 1940. Wer die Bücher liest oder sie bereits gelesen hat, macht mir eine große Freude, die eigene Meinung dazu hier in den Kommentaren kund zu tun.

    *Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

  • 2.715 – Samstagsplausch

    2.715 – Samstagsplausch

    Beim Karminrot-Blog geht es beim heutigen Samstagsplausch um das Thema „Süchtig“. Ähnlich wie Andrea bin ich süchtig nach lesen, auch nach Hörbüchern, nach Garnen, Strick- und Häkelanleitungen und dem Handarbeiten selber. Allerdings versuche ich, zumindest die Sucht nach Garnen und Anleitungen in Papierform in den Griff zu bekommen, da ich ja mit engeren Wohnverhältnisse in meiner Rente rechne.

    Kaffee hingegen ist für mich eher ein „nice to have“.

    Bei Krimis bin ich allerdings auch sofort dabei, als Hörbücher oder auch Tatorte aus der ARD-Mediathek während des Strickens. Da es Wiederholungen sind, ist es nicht tragisch, dass ich nicht alles gebannt betrachte und wenn ich wirklich etwas nicht mitbekomme, was ich gern mitbekommen hätte, gibt es ja die 10-Sekunden-zurück-Taste, eine höchst praktische Erfindung. Bei Netflix und Prime Video gibt es einige Serien, die mich interessieren würden, aber letztlich verbringe ich gar nicht so viel Zeit vor der Mattscheibe, die in meinem Fall ein Tablet ist.

    Derzeit hör-lese ich die Jahrhundert-Trilogie von Carmen Kohn * „Töchter einer neuen Zeit“, „Zeiten des Aufbruchs“ und „Zeitenwende“. Es sind dort die jeweils aktuellen Ereignisse des 20. Jahrhunderts in eine Familiensaga eingebunden. Der Schreibstil ist spannend, das Hörbuch erfordert allerdings einiges an Aufmerksamkeit, weil der Beginn neuer Kapitel kaum erkennbar ist. Für mich ist es ein besonderes Schmankerl, dass die Familiengeschichte in der Stadt Hamburg verankert ist, meiner Herzensstadt.

    Süchtig bin ich eventuell auch nach Wasser, allerdings nicht das zum Trinken, sondern das sprudelnde, warme, den Körper umschmeichelnde in Thermen oder auch in Whirlpools. Und diesbezüglich hat meine Woche hervorragend begonnen, denn ich war zusammen mit meiner Tochter im Urlaub im bayerischen Wald. Dort haben wir eine Ferienwohnung gefunden, die nicht nur in ihrer Ausstattung überzeugt hat, sondern sie hat einen eigenen Whirlpool und eine eigene Sauna, deren Benutzung bereits mit der Ferienwohnungsmiete abgegolten ist. Wir hingen also am Wochenende und auch noch am Montag entspannt auch im Whirlpool herum, lasen dort, tranken Sekt und häkelten sogar da. Möglich wurde das durch Getränkekühler von MSpa (Link zum Amazon, kein Affiliate).

    Am Dienstag ging das Lotterleben aber leider zu Ende und ich habe den freien Nachmittag dazu genutzt, meinen Garn-Stash nochmal zu überarbeiten, fehlende Fotos zu machen, Teile meines Stashes bei Ravelry zum Verkauf einzustellen.

    Zusätzlich habe ich am Mittwoch und am Freitag Zeit bei KfZ-Zulassungsstellen verbracht. Warum das so ist, könnt Ihr unter Punkt 5 des gestrigen Freitags-Füllers nachlesen, denn ich wiederhole mich ungern.

    Und das Highlight dieser Woche war der Friseurbesuch am Donnerstag, endlich wieder kurze Haare. Leider vergaß ich, ein Foto zu machen und selber bekomme ich es natürlich niemals so gut hin, wie meine Friseurin. Vielleicht denke ich das nächste Mal dran, der nächste Termin ist am 3. Juni.

    Das soll es für heute von mir gewesen sein, nun gehe ich mal schauen, was die Mitblogger zu berichten wussten. Euch allen wünsche ich einen angenehmen, sonnigen Samstagnachmittag.

    *Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

  • 2.764 – Buchvorstellung Glennkill

    Ein weiteres Hobby von mir neben Handarbeiten ist Lesen. Es war sogar zuerst das Lesen da, das habe ich schon als Kind gern gemacht. Übrigens habe ich neulich irgendwo gelesen, dass nicht alle Menschen gleichermaßen in der Lage sind, die in einem Buch gelesenen Beschreibungen zu Bildern im Kopf zu formen. Das erklärt, warum manche Menschen sehr gerne lesen und andere nicht. Hat bestimmt was mit dem Gehirn zu tun. Im nächsten Leben werde ich Hirnforscherin ;).

    Aber zurück zum Lesen: Da sich handarbeiten und lesen gleichzeitig nicht ausgeht, habe ich Hörbücher für mich entdeckt. Dabei achte ich bei der Auswahl darauf, nur Bücher in Originallänge zu hören. Eins davon möchte ich gern vorstellen. Heute soll es um

    Glennkill von Leonie Swann

    gehen.

    TitelAutorgesprochen vonDauerVerlagErschei-nungsdatum
    GlennkillLeonie SwannAndrea Sawatzki10 h 56 mRandom House Audio, Deutsch-land16.08.12

    Die Zusammenfassung der Handlung ist auf Wikipedia zu finden. Zu berichten sind also meine persönlichen Eindrücke.

    Zu Beginn war für mich der Gedanke gewöhnungsbedürftig, dass die Geschichte aus der Sicht der Schafe beschrieben wurde. Und das Buch hatte am Anfang nach meinem Empfinden schon längere, von mir als langweilig empfundene Passagen. Es ist kein Buch, das mich von Beginn an gefesselt hat. So habe ich dann zwischenrein etwas anderes gehört. Dennoch habe ich doch wissen wollen, wie sich die Geschichte entwickelt und habe daher Stück für Stück – bevorzug bei meinen langen Pendelfahrten mit der Bahn – weitergehört. Und siehe da, so ab dem ersten Drittel hatte ich mich wohl an das Setting gewöhnt und die Geschichte wurde mehr und mehr spannend. Ab der Hälfte hat mich die Geschichte dann in den Bann gezogen, ich wollte wissen, wie es mit den Schafen und den Menschen weitergeht. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass die verschiedenen Schafe auf eine fantastische Weise charakterisiert wurden. Für mich ist Schaf nie mehr gleich Schaf, sondern auch in diesen Lebewesen befinden sich Individuen.

    „Glennkill“ ist ein Buch, das die Welt der Schafe, Schäfer und irischer Dorfbevölkerung aus einer völlig neuen Perspektive beschreibt und einen dabei eintauchen lässt in die Geborgenheit einer Schafherde und gleichzeitig auch die Gefahren des Schafseins aufzeigt. Inspiriert von diesem Buch werde also den Nachfolgeroman „Garou“ mir auch vorlesen lassen, er soll am 30.03.2026 erscheinen.