Kategorie: Gestrickt

  • 2549 – Altweibersommer

    2549 – Altweibersommer

    Wie gut, dass man inzwischen seine Beiträge bis zum Donnerstag beim Me-Made-Mittwoch verlinken kann.

    Altweibersommer habe ich deswegen als Titel gewählt, weil es gestern noch sommerlich warm war und weil ich seit meinem Geburtstag letzten Monat offiziell als Seniorin gelte, vermutlich bin ich eine „Jungseniorin“.

    Passend zum sommerlichen Wetter musste noch ein sommerlicher Pullover fertig werden. Nach der Anleitung „Aprilwetter“ von Anke Telschow habe ich mir einen maritim anmutenden Streifenpullover gestrickt.

    Sein Name ist „Erst Joure dann Baabe“. Das hat natürlich eine Geschichte. Das Garn zu diesem Pullover heißt „Bomuld og Uld“ und ist von der Firma Geilsk. Geschenkt bekommen habe ich es von meinem Partner, als wir im August 2025 Verwandtschaft in Friesland besuchten, denn wir haben auch einen Ausflug zur Ajoure Breiboutique in Joure gemacht. Es ist ein fantastischer Laden und wirklich eine Reise wert.

    Als Hommage daran habe ich ein Herz in einen weißen Streifen gestickt, denn das ist ein Teil der Flagge von Friesland.

    Somit wäre der erste Teil des Namens erklärt. Der zweite Teil rührt von unserem diesjährigen Sommerurlaub auf Rügen, denn angestrickt wurde der Pullover in Baabe in einem Strandkorb:

    Insgesamt ist der Pullover, gestrickt in Größe XXL mit Nadeln der Stärke 3,5 mm groß geraten, aber meines Erachtens nicht zu groß, sondern eben „oversized“. Die benötigte Menge an Wolle habe ich völlig überschätzt, ich habe nur 1.329,4 Meter benötigt und somit noch 1.223 Meter übrig. 85 Meter werde ich verschenken und aus den verbleibenden 1.138 Metern werde ich im Frühjahr ein Top starten.

    Besonders stolz bin ich auch auf die Kette von Bijou Brigitte, die ich gebraucht ergattert habe, denn sie passt hervorragend zu dem Pullover.

    Und so sieht das Stück aus, wenn ich es trage:

    Leider hat sich das Wetter nun doch entschieden, deutlich herbstlicher zu werden, daher wandert der Pullover nun erstmal in den Schrank. Und ich gehe mal sehen, was die anderen so erschaffen haben.

  • 2.559 – Montagsstarter

    2.559 – Montagsstarter

    Leider ist mein Urlaub schon wieder vorbei und eine neue Arbeitswoche hat begonnen. Und ich beginne pünktlich mit dem Montagsstarter:

    ❶ Dass ich jetzt definitiv zur Gruppe der älteren Menschen gehöre, finde ich fast ein wenig erschreckend.

    ❷ Wenn hier ein Flaschengeist auftauchen würde, würde ich mir die Fähigkeiten der „bezaubernde Jeannie“ wünschen, um mit Zwinkern und Arme verschränken lästige Arbeiten erledigt zu bekommen.

    ❸ Mein Gepäck im Hotelzimmer oder wenigstens im Hotel unterstellen, mache ich als erstes, wenn ich in eine neue Stadt komme, damit ich dann unbeschwert im wahrsten Sinne des Wortes die Stadt erkunden kann.

    ❹ Nichts trägt/tragen mich durch den Tag, denn ich möchte gar nicht „durchgetragen“ werden, sondern den Tag selber bewusst erleben.

    ❺ Dass es einen Tag für das Recht auf Wissens- und Informationszugang gibt, finde ich eher albern, denn all diese „gewidmeten“ Tage halte ich für überflüssigen Schnickschnack. Aber angeregt durch diesen Testbaustein habe ich mal gegoogelt und festgestellt, dass dieser Tag heute ist. Es ist ein wichtiges Thema für unsere Gesellschaft, das nicht nur am heutigen Tag, sondern immer und immer wieder angesprochen werden sollte. Selbst in einem technologisch hoch entwickelten und sozial gut abgesicherten Land wie Deutschland gibt es keinesfalls die gleichen Möglichkeiten für alle Menschen, sich Informationen zu besorgen. Das fängt schon damit an, dass nicht jeder Zugang zu einem entsprechend nutzbaren Endgerät hat, zeigt sich aber auch darin, dass seriöse Information wie Artikel aus Tageszeitungen etc. mehr und mehr hinter Bezahlschranken verborgen werden, so dass auch hier monetäre Unterschiede auch Informationsunterschiede hervorrufen.

    ❻ Kurioserweise fällt mir nichts kurioses ein.

    ❼ Im Kalender steht sehr zu meiner Freude nur ein Tag Präsenz im Büro und ich habe diese Woche Vorbereitungen für das „Strickmädelswochenende“ zu erledigen geplant. Außerdem freue ich mich auf den Stricktreff am Donnerstag Abend.

    Fertig geworden und inzwischen verschenkt wurden die 29. STINOS (stinknormale Socken) für mP in Größe 47:

    Ich bin gespannt, wer fragt, was die verschiedenfarbigen Streifen an der Sockenspitze bedeuten.

    Und damit wünsche ich euch allen einen guten Start in eine noch bessere Woche, besonders auch für die Studierenden, für die am Donnerstag das Wintersemester 2026/2027 beginnt. Dazu passt meines Erachtens ein Zitat von Goethe:

    Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.

  • 2.561 – Dürrwies und Samstagsplausch

    2.561 – Dürrwies und Samstagsplausch

    In Dürrwies zu sein, ist so entspannend, dass ich (fast) völlig von der Welt abgeschaltet habe. Noch vergangene Woche habe ich großspurig im Büro angekündigt, dass es gut sein kann, dass ich mich in meiner Urlaubswoche mal einwähle, weil mich sehr stark interessierte, wie eine bestimmte Sache fortschreitet, die erst am Montag auf die Gleise gestellt werden konnte. Hier in Dürrwies interessiert es mich gar nicht mal mehr so sehr. Spoiler: Ich habe nicht geguckt und jetzt ist es mir auch egal, am Montag erfahre ich es sowieso.

    Jetzt also der Bericht von Dürrwies, Tag 4 bis Tag 7. Die Tage waren, wie gesagt, geprägt von faulenzen, stricken, Besuch empfangen und auch von Ausflügen zu den beiden größten Glashütten hier in der Gegend.

    Zunächst ein Einblick in mein Strickzeug: Endlich geht es bei meinem Oh My Skirt von Anna Enge weiter. Es stockte ein wenig, weil ich erst noch eine sehr lange Rundstricknadel in der benötigten Dicke brauchte, denn es werden Reihen gestrickt, in denen man jede Masche und drei Umschläge strickt und die benötigen viel, viel Platz. Und viel Zeit benötigt eine Reihe dieses Rockes auch. Mal sehen, ob ich ihn bis Weihnachten fertig bekomme.

    Wir waren bei den beiden Glashütten Joska und Arnbruck. Joska ist inzwischen sehr, sehr kommerziell geworden. Mir hat nichts dort gefallen, also habe ich auch nichts gekauft.

    Wesentlich erfolgreicher war da das Glasdorf Arnbruck bei mir, dort haben wir Christbaumkugeln, einen Elefanten für die Weihnachtskrippe und eine kleine Dekoration für das Wohnzimmer gekauft. Darüber berichte ich separat auf meinem Wohnblog.

    Ansonsten habe ich eine umfangreiche Sammlung an Fotos von Pilzen, nicht alle mit dem Handy gemacht, daher nur eine kleine Auswahl.

    Hier ist es so entspannend, dass ich dieses Arrangement in der Küche von meinem Strickplatz aus sehen konnte und es so harmonisch fand, dass es mir ein Foto wert war.

    Ebenso habe ich Experimente mit Nacht-, Dämmerungs- und Tagaufnahme gemacht, hier eine meines Erachtens gelungene Triologie:

    Heute waren wir noch zur Feier des Urlaubs Essen. Wir sind einer Google-Empfehlung gefolgt und haben uns auf den Weg zum Restaurant RehGOASS in Spiegelau gemacht. Nicht nur das Essen war hervorragend (man hat auch nach der üblichen Mittagszeit die Auswahl aus der kompletten Speisekarte!), sondern insbesondere das Ambiente dort ist wunderbar geschmackvoll. Ich genoss unser Essen sehr.

    Und nun gehe ich zu Karminrots Samstagsplausch, sehen, was die anderen in der vergangenen Woche so erlebt haben.

  • 2.567 – Dürrwies Tag 1 und 2

    2.567 – Dürrwies Tag 1 und 2

    Schon seit vielen Jahren fahre ich gemeinsam mit den Oberpfälzer Stricklieseln einmal im Jahr für ein verlängertes Wochenende in das Waldferiendorf Dürrwies. Aber auch ohne meine Strickfreundinnen war ich schon da, 2017 mit dem gerade einjährigen Beppi.

    Auch dieses Mal ist er dabei, inzwischen 10 Jahre alt und eher der Typ „gesetzter Herr“.

    Wir haben uns dieses Jahr für Haus Nummer 7 entschieden, denn es werden noch weitere Gäste anlässlich meines Geburtstags erwartet.

    Gestern war nun Anreise, sehr entspannt, hier im Feriendorf klappt einfach alles problemlos. Es ist alles vorhanden, die Ausstattung ist hervorragend, sogar für das morgige Kuchenbacken ist alles an Küchenutensilien vorhanden.

    Eine positive Überraschung war, dass die von den Oberpfälzer Stricklieseln gefertigten Topflappen anlässlich des Weißwurstfrühstücks, das wir für über 10-jährige Treue bekamen, tatsächlich in den Häusern eingesetzt werden.

    Noch mehr überraschte es mich, dass einer der Topflappen tatsächlich einer der von mir gestrickten Topflappen ist.

    Apropos von mir gestrickt: Noch gar nicht gezeigt habe ich ein Sitzkissen, dass zum Geburtstag einer Freundin in diesem Frühjahr fertig gestellt wurde. Das hole ich mal eben nach. Gestrickt wird es nach der Anleitung der Kraft-Tanken-Patches, allerdings aus 10 Fäden Sockenwolle und mit Nadeln in 8,00 mm.

    Aber ich schweife ab.

    Heute haben wir dann einen Spaziergang gemacht, bei strahlendem Sonnenschein sind wir die Pfeiffer-Kapelle Runde von Dürrwies gegangen.

    Danach war für mich ein bisschen Mittagsschlaf, ein bisschen Gulasch kochen, ein bisschen Griesbrei kochen lassen und essen und relaxen an der Tagesordnung. Und nun komme ich zu den heutigen Sonntags Top 7 von Antetanni:

    1_Gelesen

    Gelesen habe ich lediglich im Internet und ein bisschen im Buch „Küsschen Küsschen… und noch ein Küsschen“ von Roald Dahl *. Das Buch begeistert mich aber lange nicht mehr so sehr, wie es das vor ca. 40 Jahren tat.

    2_Gehört/Gesehen

    Hörbücher sind ja mein neues Lesen und in dem Zusammenhang habe ich das Buch „Der Club“ von Takis Würger als Hörbuch gehört. Es war eine sehr gute Empfehlung von Janine.

    3_Erlebnis

    Ein positives Erlebnis – von der Sache mit den Topflappen mal abgesehen – war unser Einkauf am Samstag bei Lisas Stoffstube in Parsberg. Ich war auf der Suche nach passenden Stores für mein „Blümchenzimmer“ und wurde innerhalb kürzester Zeit fündig. Und weil ich Gardinen nähen schwierig finde, weil ich gar nicht soviel Platz habe, um den Stoff gut ausbreiten zu können, lasse ich sie nähen.

    4_Genuss

    Ein Genuss war vergangene Woche für mich persönlich, dass die Reparatur des Autos weniger kostete als ich befürchtete.


    5_Drinnen/Draußen

    Definitiv draußen – siehe meinen Bericht oben.

    6_Web-Fundstück/e

    Intensiv habe ich nach Halloween-Stickdateien gesucht, um meinem neuen Hobby, dem Sticken mit der Stickmaschine einen jahreszeitlich passenden Rahmen zu bieten.

    7_Hobbys

    Neben der Sache mit der Stickmaschine (siehe Punkt 6) habe ich gestrickt und tatsächlich auch etwas fertig bekommen, das ist aber noch geheim, weil es ein Geschenk ist.

    *„Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.“

  • 2.642

    Es gibt Neuigkeiten auf dem Blog – wenn man den Newsletter abonniert, wird man über neue Beiträge informiert.

    Ansonsten war heute ein ungewöhnlicher Arbeitstag, denn in meiner Abwesenheit wurde mein Büro in einen anderen Raum verlegt, also musste ich zunächst Kartons auspacken.

    Stricktechnisch bin ich bei Ringeln angekommen – zwei Pullover entstehen parallel nach der Anleitung Aprilwetter von Anke Telschow.

    Das war es schon für heute, mich ruft intensiv der Biergarten.

  • 2.648 – Me made Mittwoch

    2.648 – Me made Mittwoch

    Der erste Mittwoch im Monat ist dem Me-made-Mittwoch gewidmet, Urlaub hin oder her. Allerdings hat der Urlaub den Vorteil, dass ihr nun Fotos meines genähten Wickelkleides aus dem Urlaub bekommt. An dieser Stelle Danke an cutiecakeswelt für den heutigen Me-made-Mittwoch.

    Genäht habe ich das Wickelkleid Wicky von der Schneiderakademie aus einer Viskosewebware von Swafing mit dem Titel Windows by Thorsten Berger in der Größe 48. Der Stoff lässt sich super verarbeiten und ist absolut knitterfrei. Besonders bei den warmen Temperaturen der letzten Tage hat er sich sehr bewährt, er bringt ein leichtes Tragegefühl.

    An dem Schnitt des Kleides gefallen mir die Raglanärmel besonders gut. Im Rücken musste ich es um zwei cm kürzen, das ist aber bei Kleidung für mich normal.

    Angefangen habe ich das Kleid bereits vergangenes Jahr, dann lag es ein bisschen herum und weil ich dann beim Weiternähen nicht mehr genau wusste, wie die fast quadratischen Vorderteile des Rocks gehören habe ich mich zielsicher für die falsche Seite entschieden. Das sah dann am Kleid ziemlich blöd aus und es hing als mahnendes Beispiel monatelang offen herum. Auch das Einkräuseln ist mir zunächst nicht gut gelungen, also habe ich vor wenigen Wochen begonnen, den Rockteil und die Taschen vom Oberteil abzutrennen und alles richtig zusammenzusetzen. Und nun eine Flut von Bildern, entstanden auf Karls Erdbeerhof, in Prora und vor der Aalkate in Baabe.

    An den Ärmeln habe ich entgegen der Anleitung keine aufwändigen Manschetten genäht, sondern lediglich ein festes Bündchen, durch das meine schmalen Hände einfach so durchpassen.

    Obendrein habe ich das Oberteil auf einer Länge von ca. 10 cm vom Ausschnitt abwärts zusammengenäht, damit der Ausschnitt nicht weit aufklafft.

    Fazit: Ich werde mir noch ein Wickelkleid nähen, einen entsprechenden Stoff habe ich noch im Vorrat, aber ich werde es eine Nummer kleiner und mir kurzen Ärmeln nähen. Und ich gehe mal tief in mich, ob ich es als Wickelkleid oder vielleicht mit einem Gummizug als „Drüberziehkleid“ gestalten möchte. Und von dem Stoff bin ich so begeistert, dass ich mir tatsächlich nochmal drei Meter bestellt habe. Lieferzeit acht Wochen – drückt mir die Daumen, dass er tatsächlich geliefert wird.

    Die farblich exakt passende Kette habe ich bei unserem Ausflug nach Stralsund bei Bijou Brigitte gefunden.

    Hach, wie ich das mag, wenn Sachen so gut harmonieren. Apropos Harmonie, in einer kühlen Jahreszeit kann ich das Kleid sicherlich auch noch zusammen mit diesem Pullover tragen, wie der direkte Vergleich mal ergab. Das linke Bild ist bereits im November 2023 entstanden.

    Weil das Kleid nun wirklich einen langen Entstehungsprozess mit riesigen Pausen hatte und der dazu passende Pullover bereits im Jahr 2023 fertig wurde, passt es auch gut zu Amberlights Party „Besser spät als nie“ und daher verlinke ich den Beitrag auch dort.

    Der Pullover besteht im oberen Teil aus einer von einer Freundin handgesponnenen Wolle und farblich dazu passend Lana Grossa Fashion Tweed. Anleitung gib es keine dazu, ich habe nach eigenem Gutdünken gestrickt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Knöpfe waren im Fundus meiner verstorbenen Mutter vorhanden, die 70er lassen grüßen. Von der Fashion Tweed habe ich noch knapp 1.500 Meter im Vorrat, da müsste sich auf jeden Fall noch ein Pullunder ausgehen. Und weil ich ja ein Faible für Kombinationen habe, möchte ich sie mit der Stella von Järbo kombinieren, die sich seit langem in meinem Vorrat befindet. Die Idee kam mir beim sortieren meiner Wollvorräte, als die beiden Garne zufällig nebeneinander lagen. Da ich von der Stella noch über 2.700 Meter habe, wäre nicht nur ein doppelfädig mit der Fashion Tweed verstrickter Pullover denkbar, sondern vielleicht wage ich mich an einen Mix aus den verschiedenen Garnstärken. Solche Kombinationen bewundere ich stets bei Nancymarchantbrioche auf Instagram. So sieht die Kombi aus:

    Und nun mache ich mich neugierig auf den Weg, was die anderen sich genäht, gestrickt oder sonst wie gewerkelt haben.

  • 2.651 – Rügen, Tag 9

    2.651 – Rügen, Tag 9

    Heute sollte es ein besonders heißer Tag werden, mindestens so wie gestern. Wir hatten aber schon am vergangenen Donnerstag die Idee, mit einem Adler-Schiff die Rundfahrt von Göhren über Sellin, Binz, vorbei an Sassnitz und am berühmten Kaiserstuhl zurück nach Göhren zu unternehmen. Um 11:00 Uhr ging es an der Brücke von Göhren los, wir waren pünktlich dort. Dank unseres Ausflugs am Tag zwei wussten wir ja auch genau, wo die Fahrräder in der Nähe der Seebrücke geparkt werden konnten.

    Nun, was gibt es zu erzählen. Nicht viel. Wir nahmen auf dem Schiff Plätze ein – erst außen, dann innen, denn es sah stark nach Gewitter aus (und einen Blitz hatten wir auch gesehen). Gewittert hat es nicht, lediglich ein paar wenige Tropfen fielen vom Himmel. Das Schiff war aber nicht so stark besucht, so dass wir jederzeit draußen einen guten Stehplatz zum Fotografieren gefunden haben. So haben wir auf dem Schiff etwas gegessen, getrunken, gesessen, geschaut und ich habe auch noch gestrickt.

    Dieses Schiff haben wir lange beobachtet, es kam immer näher. Wir rätselten, welche Bewandnis es mit diesem Schiff auf sich hat und dank der App Marine Traffic konnten wir es identifizieren, es ist die Norse Energi. Die Norse Energi ist ein hochmodernes Errichterschiff für Offshore-Windkraftanlagen (WTIV) des belgischen Ingenieur- und Umweltkonzerns DEME. Es gehört zu den weltweit größten Spezialschiffen seiner Art und ist maßgeblich an der Umsetzung großer europäischer Offshore-Windparks beteiligt.

    Auch in Baabe gibt es ein Bauwerk des berühmten Bauingenieurs Müther, das man von der See aus besonders gut sehen kann, nämlich die Gaststätte Inselparadies. Jetzt ist da ein Lokal „Mynt“ drin, mal sehen, ob wir noch einen Besuch dort in unseren Urlaub einbauen können.

    Mein Stricken führte dazu, dass eine Dame ein Gespräch mit mir begann und sehr begeistert davon sprach, dass sie Bananensocken und Spiralsocken stricken würde, die würden so hervorragend passen. Sie macht bei einem Adventskalender mit und da sind wohl die Spiralsocken ideal, weil sie ja nicht für eine bestimmte Schuhgröße gestrickt werden, sondern universell passen. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren.

    Und so ging ein schöner und körperlich wenig anstrengender (naja, die Hitze alleine fordert schon viel Energie) Tag zu Ende.

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“

  • 2.654 – Rügen, Tag 6

    2.654 – Rügen, Tag 6

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“

    Der heutige Tag stand unter dem Zeichen „Strandtag“. Wir mieteten uns also einen Strandkorb, rüsteten uns mit Proviant, Badesachen, Schnorchelzeug, Strandmuschel und ich zusätzlich mit Strickzeug aus und fuhren mit den Rädern zum Hauptstrand in Baade.

    Am Nachmittag nahmen wir eine Kleinigkeit im schon ertesteten China-Thai-Imbiss zu uns und ein Eis von der den Strand mit einer Art Golf Car entlangfahrenden Eisverkäuferin.

    Der Pullover trägt den Namen Baabe und er ist mein zweiter angeschlagener Aprilwettersweater. Die Wolle haben wir letztes Jahr in unserem Urlaub in den Niederlanden gekauft, also Urlaubsfeeling pur.

    Und mein erster Tag in einem Strandkorb führte dazu, dass ich nun unbedingt einen für den Balkon möchte.

    Übrigens habe ich euch noch eine lustige Begebenheit von gestern verschwiegen: Auf der letzten Etappe des Rasenden Rolands stiegen zwei Personen mit Fahrrädern zu. Der Mann interessierte sich sehr für die Lokomotive, daher ging er nach vorne, stellte sich neben mich und begann zu plaudern. Auf seine Frage, wo wir herkämen stellte sich dann heraus, dass er Frühstückshelfer an der Mittelschule ist, die bei uns tatsächlich nicht mal 300 Meter entfernt ist. 😁

  • 2.655 – Rügen, Tag 5

    2.655 – Rügen, Tag 5

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“

    Tag 5 auf Rügen stand ganz unter dem Zeichen des „Rasenden Rolands„. Der Rasende Roland ist ein Schmalspurzug der Rügenschen Bäderbahn (RüBB), gezogen von einer Dampflokomotive. Insgesamt hat die RüBB mindestens vier (auf der Homepage steht, es sind acht!) dieser beeindruckenden Lokomotiven, so viele sahen wir nämlich. Ausgestattet mit einem Tagesticket für 35,00 € und einem Schmalspuraufschlag in Höhe von 12,00 € als Ergänzung vom Deutschlandticket konnten wir soviel und so oft mit dem Zug fahren, wie wir wollten. Die Strecke des Zuges geht von Lauterbach Mole über Putbus nach Binz, Sellin, Baabe und Göhren, um nur die wichtigsten Bäder der Strecke zu nennen.

    Unser erster Streckenabschnitt führte uns von Baabe nach Binz. Dort verließen wir den Rasenden Roland und machten uns zu Fuß auf den Weg zur Seebrücke. Auf dem Weg dorthin gönnten wir uns bei Junge Die Bäckerei ein Frühstück. Und dann ging es auf die Seebrücke, um Fotos des oft fotografierten Kurhauses Binz zu machen. Von der Seebrücke aus sieht man auch den berühmten Müther-Turm des Rügener Bauingenieurs Ulrich Müther. Als wir noch am Ende der Seebrücke verweilten, hatten wir das Glück, dass ein Passagierschiff dort anlegte.

    Bei zunehmender Hitze traten wir den Rückweg zum Bahnhof an, setzten uns in den nächsten Zug in Richtung Göhren (also in die Richtung, aus der wir kamen) und stärkten uns im Restaurant am Bahnhof Sellin. Das ist sehr empfehlenswert. Ein Blick auf den Fahrplan verriet uns dann unsere nächsten Pläne: Mit dem Zug um 15:05 Uhr fuhren wir in Richtung Göhren, dort blieben wir im Zug, der uns ab 15:54 Uhr in Richtung Putbus brachte. Auf dieser Fahrt nutzen wir auch noch den mitgeführten Buffetwagen (ratet, wer vergessen hat, Bilder zu machen) und genossen die gesamte Fahrt bis Lauterbach Mole – ich mit Strickzeug. Von dort wird der Zug mit einer Diesellok zurück nach Putbus gezogen und während des halbstündigen Aufenthalts wird die Dampflokomotive mit Wasser und Kohlen bestückt. Wir fuhren dann die Strecke noch bis Baabe zurück, um dort nach ein paar Einkäufen wieder zur Ferienwohnung zu radeln.

    Hier noch Videoaufnahmen der Lokomotive bei der Arbeit:

  • 2.656 – Rügen, Tag 4

    2.656 – Rügen, Tag 4

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“

    Nach dem gestrigen, sehr fordernden Urlaubstag haben wir uns heute für einen Nahezu-nichts-tun-Tag entschieden. Er war geprägt von Ausschlafen, gemütlich Frühstücken, ruhen, stricken, ein bisschen kochen, Essen und anschließendem Radeln nach Baabe zur Buchhandlung „Beiboot“, um das Buch „Glücksorte auf Rügen“* zu kaufen. Erstanden haben wir dann noch eine Karte im Maßstab 1:75.000, weil wir uns gern auf gedruckten Karten einen Überblick verschaffen. Versorgt mit neuem Lese- und Entdeckungsstoff haben wir uns dann ein Eis von Benni’s Eiscafé gegönnt.

    Das Sanddorn-Holunderbeeren-Eis ist mein persönlicher Favorit, allerdings habe ich bisher außerdem nur noch das Joghurt-Blutorange-Eis gegessen. Aber ich bleibe dran, ein umfassendes Urteil abgeben zu können.

    Nach dieser Anstrengung haben wir uns zum Strand begeben, ich hatte „dort herumliegen“ im Sinn und mP wollte tatsächlich in der Ostsee schwimmen.

    Inspiriert vom Buch „Glücksorte auf Rügen“, in dem die Fischerboote am Strand von Baabe als Inspirationsquelle für den Maler Lyonel Feininger angegeben werden, wollte ich diese zumindest fotografisch festhalten.

    Und dann habe ich tatsächlich noch Möwen entdeckt, eine davon ließ sich auch recht willig fotografieren:

    Zufrieden mit dem heutigen Tag erledigten wir noch ein paar Einkäufe im Supermarkt, bevor wir in der Ferienwohnung mit einer gemütlichen Brotzeit und eine Flasche Wein den Abend ausklingen ließen.

    Ach ja, vom Strickzeug wollte ich ja noch berichten. Am meisten stricke ich derzeit an meinem Aprilwetter-Sweater aus Wollmeise, der inzwischen abgetrennte Ärmel hat, somit kann ich den Körper entspannt gerade runter stricken. Leider lässt er sich nicht gut fotografieren, denn der Rand rollt sehr hoch.

    Die Streifenfolge entsteht einerseits durch „blindes“ Ziehen der nächste Farbe und der Anzahl der Streifen durch Würfeln. Ich bin auf das Ergebnis sehr gespannt. Einen farblich passenden Rock möchte ich mir dazu nähen, den passenden Stoff habe ich in einem Shop für Afrika-Stoffe gefunden.

    *„Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.“