Bereits gestern habe ich erste Einblicke unseres Besuchs des Wollefests Leipzig gegeben. Heute nehme ich euch nun mit auf den weiteren Rundgang.
Der Stand von Screaming Colours war so belagert, dass keine schönen Fotos entstanden sind. Ich lasse euch aber die anderen Fotos ansehen, dann bekommt ihr vielleicht ein Gefühl dafür, wie voll es am Samstag war:
Ich habe dort das Beilaufgarn „Make it Rainbow“ von Rico Desgin gesehen und überlege noch, ob es sich als Beilaufgarn für ein Sommershirt eignet, das ich in Gedanken schon auf den Nadeln habe.
Beim Stand von Wolletroll könnt ihr sehen, dass es auch Stände mit einer breiten Pallette des Angebots gibt, hier findet man Industriewolle von Opal, gewickelte Bobbel und auch handgefärbte Stränge.
Alles rund um Alpakas und ihre Wolle konnte man beim Stand der Wollwerkstatt Sachsen Alpakas erfahren – und natürlich auch Wolle kaufen!
Ganz ursprünglich und bodenständig sind die Produkte des Rhönhof Lebensart:
Abelknit-Wolle, ein Label ohne eigene Homepage, ist dann farblich eher an der anderen Seite des Farbuniversums angesiedelt:
Der Blick wird aber auch noch von solchen ausgestellten Pretiosen abgelenkt:
Auch Papageien-Wolle punktet mit viel Bunt. Ein besonderer Hingucker war der Pullover, den die Chefin trug, sowohl farblich, von der Zusammenstellung der Muster als auch von der Schnittkonstruktion her.
Hiermit endet mein Bericht über das Obergeschoß des Wollfest Leipzigs. Mit dem Erdgeschoss geht es übermorgen weiter, denn morgen ist „me-made-mittwoch“ und da werde ich mein Shirt vom Teststrick für Tanja Manz vorstellen.
Vielleicht können sich manche noch an die Anfänge erinnern, damals eine Outdoorveranstaltung im Agra Park Leipzig. Hier habe ich im Jahr 2013 meinen ersten Auftritt aus Ausstellerin gehabt. Leider hat es am Sonntag so geregnet, dass wir vorzeitig abbrechen mussten.
Zeltstand von Zeenas Wollfühl-Oase auf dem Wollefest in Leipzig 2013
Im Jahr darauf zog dann die Veranstaltung in die Glashalle der Leipziger Messe, auch dort war ich als Ausstellerin dabei, wie auch in einigen Jahren danach. Hier die Bilder aus dem Jahr 2014:
Inzwischen ist das Fest zu einem fest etablierten Bestandteil in der Welt der Stoff- und Wollverrückten geworden.
Erstmalig war ich vergangenes Wochenende als reine Besucherin da und war überrascht, welches Gedränge herrscht. Oftmals kam ich gar nicht an die Stände richtig hin, um so von ihren vorteilhaften Seiten zu fotografieren, weil sie von Kundschaft umlagert waren, die natürlich Vorrang hat. Dennoch möchte ich hier ein paar Eindrücke vermitteln.
Es gab viele bekannte Gesichter auf Seiten der Aussteller. Aber auch mir bis dato unbekannte Färber*innen. Beispielsweise Maibellespflanzenfarben:
Der nächste Wollstand, den wir besuchten, war der Stand von Mrs. Green-Kreativ. Sie ist sehr gut bekannt mit meiner Reisebegleitung, beide treffen sich regelmäßig in Bad Aibling.
Bei Schnurstricks hat ein ausgefallener Wollabroller meine Aufmerksamkeit erregt und die Info, dass es in dem Grün nur noch diesen gäbe, habe ich mich auch prompt zum Kauf durchringen können. Ich glaube, ich muss mich doch mal mit 3D-Druck intensiver beschäftigen.
Überhaupt sind Objekte aus dem 3D-Drucker inzwischen fester Bestandteil auf solchen Wollmessen, wie mir bereits auf dem Wollmarkt Hirschaid aufgefallen ist. Auch in Leipzig gab es bunte Wollschalen, sogar noch origineller als die in Hirschaid. Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, an welchem Stand ich sie gesehen habe. Vielleicht weiß das jemand meiner Leserschaft, ein Kommentar wäre dann toll.
Überhaupt erschlägt einen die Fülle der Angebote. Dabei habe ich bewusst nur Stände betrachtet, die Wolle angeboten haben. Alle Stände mit Stoff, Schmuck, Krimskrams, Knöpfen usw. habe ich achtlos liegen lassen.
Von Locoporella konnte ich gerade noch ein Foto machen, bevor immer mehr Kunden in ihren Stand strömten. Sie hatte neben ihren wunderschönen Garnen auch ihr Buch „Stricken mit handgefärbten Garnen“ dabei und jeder, der für mehr als 100,00 € einkaufte, bekam eins geschenkt. Aber da ich mich sowohl beim Wollekauf in Zurückhaltung üben möchte als auch meine Zugfahrt nach Hause nicht mit einem zusätzlichen Gewicht eines Buches belasten wollte, ließ mich dieses Angebot kalt.
Bei Dornröschens Keller gibt es nicht nur Wolle, sondern auch mir praktisch wirkende Projekttaschen:
Erst kürzlich habe ich mir das E-Book zu so einer Projekttasche auf Etsy gekauft, weil ich die Form so faszinierend finde. Dort noch Henkel anzubringen, ist eine gute Idee. Wenn ich damit meine Erfahrungen gemacht habe, werde ich natürlich hier berichten. Projekttaschen in dieser Form (schräge Reißverschlussführung, um eine Art „Körbchen“ beim Auseinanderklappen zu erreichen) gab es auf dem Wollfest auch in Leder, leider sehr, sehr hochpreisig. Auch hier weiß ich nicht mehr, an welchem Stand ich es gesehen habe.
Später trafen wir beim Globus (der Supermarkt neben der Messe) im Gastro-Bereich eine Dame, die genau diese Tasche hat und sagte, sie wäre nicht ganz so praktisch, wie sie es sich vorgestellt hat, weil der Stoff an der Seite nicht so hoch ist und dadurch beim Öffnen der Tasche manchmal Stricksachen herauspurzeln. So habe ich die Erklärung zumindest verstanden. Wie auch immer, 160,00 € für eine Projekttasche werde ich sicherlich nicht ausgeben. Davon kann ich ja schon den nächsten Wollfestbesuch bestreiten.
Ausgesprochen toll finde ich die Idee von „Undoyarn“, zu deutsch „Rückgängig gemachtes Garn“. Neben Kursen zum Reparieren und Selbermachen bietet Undoyarn auch Garne an, die aus geribbelten Strickstücken bestehen.
So, für heute war es das, morgen werde ich vom weiteren Rundgang berichten. Bleibt gespannt.
Heute vor 13 Jahren, also vor 4.748 Tagen, war ich das erste Mal auf der h+h cologne, der Fachmesse für Handarbeiten und Hobby in Köln. Aus Zeit- und Kostengründen habe ich nicht in Köln übernachtet, sondern bin ich sehr früh mit dem ICE nach Köln gefahren und sehr spät wieder daheim gewesen. Das habe ich in den Folgejahren jeweils anders gemacht. Aber der Messebesuch war beeindruckend, ich war überwältigt von den Inspirationen, die ich dort gesammelt habe.
Eine Auswahl der damals von mir gemachten Fotos könnt ihr hier sehen. Was galt damals als Trend? Was hat sich durchgesetzt, was ist gefloppt? Was ist nach wie vor aktuell, also zeitlos?
Noch kann ich es nicht lassen, dieses Mal hat die KI folgendes Bild für diesen Beitrag generiert:
Auf dem Weg dorthin begleiteten uns schon bunt beleuchtete Kräne:
Für 18,62 € konnte man sich ab Anfang März ein Ticket sichern, diese waren aber sehr schnell ausverkauft. Ab 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr bekam man exklusiven Zugang zu dem Laden. Versprochen waren Häppchen und ein Goody-Bag und natürlich ein reger Austausch über Handarbeiten. Zusätzlich gab es noch 15% Rabatt auf Einkäufe. In einer Mail am Veranstaltungstag wurde explizit darauf hingewiesen, dass das Mitbringen eigener Handarbeiten an diesem Abend ausdrücklich erwünscht ist.
Die Auswahl an Kurzwaren ist unfassbar groß, und auch bei der Wolle setzt Ludwig Beck auf ein sehr gutes Sortiment hochwertiger Garne.
Lasst euch mit Hilfe der Fotogalerie ein wenig mitnehmen in den gestrigen Abend:
Es gibt im Laden auch Inspirationen für den Wohnbereich:
Gekauft habe ich ein Häkelset für einen Buddah (dieser ist Teil eines „Gesamtkunstwerks“ mit eigener Geschichte, über die werde ich hier ganz sicher auch berichten, wenn das alles fertig und vorzeigbar ist), das ihr auf einem der Galeriefotos entdecken könnt und Knöpfe für meine Jacke, die ich gerade stricke.
In meinem Goody-Bag waren diese Dinge drin, jede bekam das gleiche, lediglich die Farben der Baumwolle unterschieden sich, waren aber durchwegs harmonisch aufeinander abgestimmt.
Auch heute will ich euch an der Kreativität der KI teilhaben lassen, das ist das Bild, das sie aus diesem Blog-Beitrag gemacht hat:
Gestern habe ich dem Wollmarkt Hirschaid einen Besuch abgestattet. Hirschaid ist von mP aus sehr gut mit dem ÖPNV erreichbar und dank des Deutschlandtickets sind mir dafür auch keine gesonderten Kosten entstanden. Vom Bahnhof Hirschaid aus fuhr ein Shuttlebus direkt zur Regnitzarena, die ca. einen Kilometer vom Bahnhof entfernt ist.
Der Eintritt war mit 6,00 € an der Tageskasse (5,00 € im Vorverkauf) sehr moderat. Auch das Essensangebot war preislich völlig in Ordnung und sehr gut organisiert, man konnte Wertkarten kaufen und auf die Weise entfiel an den Essensständen das Hantieren mit dem Geld. Ausreichend Sitzgelegenheiten waren auch gegeben, so dass man auch plaudern und stricken konnte, ohne den Eindruck zu haben, jemand anderer bräuchte den Sitzplatz dringender, um essen zu können.
Dem Ausstellerverzeichnis konnte man entnehmen, dass es viel um natürliche Fasern und Pflanzenfärbungen geht. Insgesamt fiel mir auf, dass sowohl bei den verkauften Garnen als auch bei den getragenen Strickstücken deutlich weniger „krachige“ Farben vertreten waren als noch vor einigen Jahren. Mal sehen, ob das kommendes Wochenende beim Leipziger Wollefest anders sein wird, oder ob es ein übergreifender Trend ist.
Es gab aber auch krachbunte Sachen, beispielsweise diese Wollschalen aus dem 3D-Drucker:
Sehr gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Ute von Wasserwolle. Wir werden uns in Leipzig auch sehen und dann kaufe ich das neue Buch doch (da habe ich dann auch einen größeren Rucksack dabei!).
Gekauft habe ich natürlich auch etwas, nämlich einen Bobbel von Trofis Laden:
Hier noch eine Galerie weiterer von mir gemachter Bilder:
Sehr gelungen fand ich auch die Idee, das Frauenhaus Bamberg zu unterstützen, es gab an deren Stand viel zu entdecken:
Fazit: Es war eine tolle Veranstaltung und ich werde sie gern nächstes Jahr wieder besuchen.
Gestern habe ich ja von der Ajoure Breiboutique in Joure berichtet. Gern reiche ich euch heute noch ein paar Fotos aus dem Laden nach. Wann immer Ihr in Friesland (Achtung: Das ist in den Niederlanden, nicht mit Ost- oder Nordfriesland verwechseln!) seid – besucht diesen tollen Laden!
Bekommen habe ich dort neben dem tollen gestern gezeigten Garn auch noch dieses Buch, das werde ich bald im Blog vorstellen: