Höffner und die AfD: Es gibt eine Parteispende an die AfD in Höhe von 18.000,00 € im letzten Jahr des Unternehmers, dem auch das Möbelhaus Höffner gehört. Nun gibt es in unmittelbarer Nähe des Wohnorts von mP einen Höffner und bei dem haben wir erstens schon mal etwas gekauft und zweitens auch im dortigen Selbstbedienungsrestaurant etwas gegessen. Dort arbeiten übrigens durchaus viele Menschen mit Migrationshintergrund, das lässt sich leicht an deren Art, Deutsch zu sprechen, erkennen.
Bei einem dieser Käufe habe ich mir dann auch eine Kundenkarte ausstellen lassen, weil es damit weitere Rabatte gab. Nun merkt die Firma Höffner ja gar nicht, wenn ich sie boykottiere. Aber ich denke, sie merken die Wirkung ihrer Taten, wenn ich die Kundenkarte kündige und zwar mit der Begründung, dass ich das wegen der Parteispende an die AfD mache. Dazu findet sich in den Kundenkarten-AGBs folgender Satz: „7.1 Sie können die Teilnahme am Programm der HÖFFNER KUNDENKARTE jederzeit ohne Einhaltung einer Frist durch Mitteilung an HÖFFNER beenden.“ Eine E-Mail mit folgendem Text habe ich also an die E-Mail Adresse onlineservice@hoeffner.de gesendet:
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Erstaunen und Entsetzen habe ich aus den Medien erfahren, dass Ihr Firmenverbund eine Parteispende in Höhe von 18.000,00 € an die AfD getätigt hat. Dies irritiert insofern besonders, als dass ich aus eigener Anschauung weiß, dass in Ihrem Haus in Fürth im Restaurant viele Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigt sind. Das erkennt man insbesondere an deren Art Deutsch zu sprechen.
Da ich keinerlei Kontakt zu einer Firma haben möchte, die die Ziele der AfD unterstützt – und das tun Sie automatisch mit einer Parteispende – kündige ich mit sofortiger Wirkung meine Kundenkarte mit der Nummer XXXXXXXXXX und fordere Sie auf, alle Daten, die Sie über mich gespeichert haben, umgehend zu löschen. Ich erwarte eine entsprechende Bestätigung per Mail spätestens bis zum 30.03.2026.
Mit Grüßen
Sabine Ruhsamer
Wenn nun einige meinem Beispiel folgen wollen, können wir als Konsumenten zeigen, welche Macht wir haben.
Übrigens boykottiere ich aus dem selben Grund inzwischen auch Produkte von Müller Milch (Produkte aus den Unternehmen Molkerei Berchtesgadener Land und Alpenhain) sind meines Erachtens (m.E.) gute Alternativen.
Indifferent bin ich hingegen bei Produkten der Firma Trigema. Einerseits ist es ja durchaus lobenswert, lokal zu produzieren, andererseits ist deren ehemaliger Chef und Unternehmer Wolfgang Grupp der AfD als Koalitionspartner für die CDU nicht abgeneigt, obwohl auch sein Unternehmen mit vielen Menschen mit Migrationshintergrund wirtschaftliche Erfolge erzielt hat. Da ist es doch tatsächlich besser, wenn man dann seine Kleidung bei Manomama einkauft, das Unternehmen scheint mir ethisch einwandfrei zu sein.
Insgesamt ist bei der Thematik viel Luft nach oben, auch ich habe mich noch nicht abschließend über alles informiert, diese Seite bietet gute Anhaltspunkte dafür. Mal sehen, welche Firmen ich noch als boykottwürdig identifiziere.
Und nun wünsche ich allen einen angenehmen Sonntag Nachmittag!





