Schlagwort: Wollefest Leipzig

  • 2.740 – Wollefest Leipzig II

    Bereits gestern habe ich erste Einblicke unseres Besuchs des Wollefests Leipzig gegeben. Heute nehme ich euch nun mit auf den weiteren Rundgang.

    Der Stand von Screaming Colours war so belagert, dass keine schönen Fotos entstanden sind. Ich lasse euch aber die anderen Fotos ansehen, dann bekommt ihr vielleicht ein Gefühl dafür, wie voll es am Samstag war:

    Ich habe dort das Beilaufgarn „Make it Rainbow“ von Rico Desgin gesehen und überlege noch, ob es sich als Beilaufgarn für ein Sommershirt eignet, das ich in Gedanken schon auf den Nadeln habe.

    Beim Stand von Wolletroll könnt ihr sehen, dass es auch Stände mit einer breiten Pallette des Angebots gibt, hier findet man Industriewolle von Opal, gewickelte Bobbel und auch handgefärbte Stränge.

    Beim Atelier Kuschelzeit herrschen gedeckte Farben vor:

    Alles rund um Alpakas und ihre Wolle konnte man beim Stand der Wollwerkstatt Sachsen Alpakas erfahren – und natürlich auch Wolle kaufen!

    Ganz ursprünglich und bodenständig sind die Produkte des Rhönhof Lebensart:

    Abelknit-Wolle, ein Label ohne eigene Homepage, ist dann farblich eher an der anderen Seite des Farbuniversums angesiedelt:

    Der Blick wird aber auch noch von solchen ausgestellten Pretiosen abgelenkt:

    Auch Papageien-Wolle punktet mit viel Bunt. Ein besonderer Hingucker war der Pullover, den die Chefin trug, sowohl farblich, von der Zusammenstellung der Muster als auch von der Schnittkonstruktion her.

    Hiermit endet mein Bericht über das Obergeschoß des Wollfest Leipzigs. Mit dem Erdgeschoss geht es übermorgen weiter, denn morgen ist „me-made-mittwoch“ und da werde ich mein Shirt vom Teststrick für Tanja Manz vorstellen.

  • 2.741 – Wollefest Leipzig

    Vergangenes Wochenende war es soweit, das das 16. Wollefest Leipzig fand statt.

    Vielleicht können sich manche noch an die Anfänge erinnern, damals eine Outdoorveranstaltung im Agra Park Leipzig. Hier habe ich im Jahr 2013 meinen ersten Auftritt aus Ausstellerin gehabt. Leider hat es am Sonntag so geregnet, dass wir vorzeitig abbrechen mussten.

    Zeltstand von Zeenas Wollfühl-Oase auf dem Wollefest in Leipzig 2013

    Im Jahr darauf zog dann die Veranstaltung in die Glashalle der Leipziger Messe, auch dort war ich als Ausstellerin dabei, wie auch in einigen Jahren danach. Hier die Bilder aus dem Jahr 2014:

    Inzwischen ist das Fest zu einem fest etablierten Bestandteil in der Welt der Stoff- und Wollverrückten geworden.

    Erstmalig war ich vergangenes Wochenende als reine Besucherin da und war überrascht, welches Gedränge herrscht. Oftmals kam ich gar nicht an die Stände richtig hin, um so von ihren vorteilhaften Seiten zu fotografieren, weil sie von Kundschaft umlagert waren, die natürlich Vorrang hat. Dennoch möchte ich hier ein paar Eindrücke vermitteln.

    Es gab viele bekannte Gesichter auf Seiten der Aussteller. Aber auch mir bis dato unbekannte Färber*innen. Beispielsweise Maibellespflanzenfarben:

    Der nächste Wollstand, den wir besuchten, war der Stand von Mrs. Green-Kreativ. Sie ist sehr gut bekannt mit meiner Reisebegleitung, beide treffen sich regelmäßig in Bad Aibling.

    Bei Schnurstricks hat ein ausgefallener Wollabroller meine Aufmerksamkeit erregt und die Info, dass es in dem Grün nur noch diesen gäbe, habe ich mich auch prompt zum Kauf durchringen können. Ich glaube, ich muss mich doch mal mit 3D-Druck intensiver beschäftigen.

    Überhaupt sind Objekte aus dem 3D-Drucker inzwischen fester Bestandteil auf solchen Wollmessen, wie mir bereits auf dem Wollmarkt Hirschaid aufgefallen ist. Auch in Leipzig gab es bunte Wollschalen, sogar noch origineller als die in Hirschaid. Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, an welchem Stand ich sie gesehen habe. Vielleicht weiß das jemand meiner Leserschaft, ein Kommentar wäre dann toll.

    Überhaupt erschlägt einen die Fülle der Angebote. Dabei habe ich bewusst nur Stände betrachtet, die Wolle angeboten haben. Alle Stände mit Stoff, Schmuck, Krimskrams, Knöpfen usw. habe ich achtlos liegen lassen.

    Von Locoporella konnte ich gerade noch ein Foto machen, bevor immer mehr Kunden in ihren Stand strömten. Sie hatte neben ihren wunderschönen Garnen auch ihr Buch „Stricken mit handgefärbten Garnen“ dabei und jeder, der für mehr als 100,00 € einkaufte, bekam eins geschenkt. Aber da ich mich sowohl beim Wollekauf in Zurückhaltung üben möchte als auch meine Zugfahrt nach Hause nicht mit einem zusätzlichen Gewicht eines Buches belasten wollte, ließ mich dieses Angebot kalt.

    Bei Dornröschens Keller gibt es nicht nur Wolle, sondern auch mir praktisch wirkende Projekttaschen:

    Erst kürzlich habe ich mir das E-Book zu so einer Projekttasche auf Etsy gekauft, weil ich die Form so faszinierend finde. Dort noch Henkel anzubringen, ist eine gute Idee. Wenn ich damit meine Erfahrungen gemacht habe, werde ich natürlich hier berichten. Projekttaschen in dieser Form (schräge Reißverschlussführung, um eine Art „Körbchen“ beim Auseinanderklappen zu erreichen) gab es auf dem Wollfest auch in Leder, leider sehr, sehr hochpreisig. Auch hier weiß ich nicht mehr, an welchem Stand ich es gesehen habe.

    Später trafen wir beim Globus (der Supermarkt neben der Messe) im Gastro-Bereich eine Dame, die genau diese Tasche hat und sagte, sie wäre nicht ganz so praktisch, wie sie es sich vorgestellt hat, weil der Stoff an der Seite nicht so hoch ist und dadurch beim Öffnen der Tasche manchmal Stricksachen herauspurzeln. So habe ich die Erklärung zumindest verstanden. Wie auch immer, 160,00 € für eine Projekttasche werde ich sicherlich nicht ausgeben. Davon kann ich ja schon den nächsten Wollfestbesuch bestreiten.

    Ausgesprochen toll finde ich die Idee von „Undoyarn“, zu deutsch „Rückgängig gemachtes Garn“. Neben Kursen zum Reparieren und Selbermachen bietet Undoyarn auch Garne an, die aus geribbelten Strickstücken bestehen.

    So, für heute war es das, morgen werde ich vom weiteren Rundgang berichten. Bleibt gespannt.

  • 2.748 – Wollmarkt Hirschaid

    Gestern habe ich dem Wollmarkt Hirschaid einen Besuch abgestattet. Hirschaid ist von mP aus sehr gut mit dem ÖPNV erreichbar und dank des Deutschlandtickets sind mir dafür auch keine gesonderten Kosten entstanden. Vom Bahnhof Hirschaid aus fuhr ein Shuttlebus direkt zur Regnitzarena, die ca. einen Kilometer vom Bahnhof entfernt ist.

    Der Eintritt war mit 6,00 € an der Tageskasse (5,00 € im Vorverkauf) sehr moderat. Auch das Essensangebot war preislich völlig in Ordnung und sehr gut organisiert, man konnte Wertkarten kaufen und auf die Weise entfiel an den Essensständen das Hantieren mit dem Geld. Ausreichend Sitzgelegenheiten waren auch gegeben, so dass man auch plaudern und stricken konnte, ohne den Eindruck zu haben, jemand anderer bräuchte den Sitzplatz dringender, um essen zu können.

    Dem Ausstellerverzeichnis konnte man entnehmen, dass es viel um natürliche Fasern und Pflanzenfärbungen geht. Insgesamt fiel mir auf, dass sowohl bei den verkauften Garnen als auch bei den getragenen Strickstücken deutlich weniger „krachige“ Farben vertreten waren als noch vor einigen Jahren. Mal sehen, ob das kommendes Wochenende beim Leipziger Wollefest anders sein wird, oder ob es ein übergreifender Trend ist.

    Es gab aber auch krachbunte Sachen, beispielsweise diese Wollschalen aus dem 3D-Drucker:

    Sehr gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Ute von Wasserwolle. Wir werden uns in Leipzig auch sehen und dann kaufe ich das neue Buch doch (da habe ich dann auch einen größeren Rucksack dabei!).

    Gekauft habe ich natürlich auch etwas, nämlich einen Bobbel von Trofis Laden:

    Hier noch eine Galerie weiterer von mir gemachter Bilder:

    Sehr gelungen fand ich auch die Idee, das Frauenhaus Bamberg zu unterstützen, es gab an deren Stand viel zu entdecken:

    Fazit: Es war eine tolle Veranstaltung und ich werde sie gern nächstes Jahr wieder besuchen.