Autor: Sabine

  • 2.646

    Zurück aus unserem Rügen-Urlaub gilt es zunächst, alles auszupacken. Und weil ich mich ja sowieso um meine Garderobe kümmern muss, habe ich den letzten Urlaubstag auch noch für einen Upgrade-your-clothes-Hack genutzt. Man nehme dazu ein preiswertes Kleid von Bonprix, Gänseblümchen zum Aufnähen von Etsy und Stickgarn vom Action. Dazu noch Nadel, Stickrahmen, Schere und Markierungsstift.

    Übrigens, zum Markieren verwende ich die Stifte von Legami *, denn die lassen sich problemlos durch Bügeln entfernen.

    Und dann geht es los, ein bisschen Ideen, Geduld und Grundkenntnisse im Sticken reichen völlig aus, um daraus dieses indivduelle Kleid zu kreieren:

    Heute Abend wird es ausgeführt, die Damen der Corpsbrüder von mP treffen sich, denn dieses Wochenende ist Stiftungsfest. Vielleicht kann ich dann auch noch Tragebilder nachreichen. Nun aber geht es weiter an die wenig erfreuliche Aufgabe des Kofferausräumens.

    * Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

  • 2.647 – Rügen, Tag 12 und 13

    2.647 – Rügen, Tag 12 und 13

    Am gestrigen Tag warf die heutige Abfahrt schon ihre Schatten voraus, es stand nämlich überwiegend Packen auf dem Plan.

    Dennoch haben wir noch mal einen Ausflug ans Meer gemacht und dabei auch noch dieses auch von Ulrich Müther errichtete Gebäude näher angesehen, das Inselparadies.

    Auch ein kurzer Spaziergang durch den mit Rosenduft erfüllten Kurgarten war noch drin.

    Zufälliges, aber gutes Timing brachte auch noch ein Abschiedsvideo vom rasenden Roland:

    Also dann: Auf Wiedersehen Rügen, wir kommen nächstes Jahr wieder.

  • 2.648 – Me made Mittwoch

    2.648 – Me made Mittwoch

    Der erste Mittwoch im Monat ist dem Me-made-Mittwoch gewidmet, Urlaub hin oder her. Allerdings hat der Urlaub den Vorteil, dass ihr nun Fotos meines genähten Wickelkleides aus dem Urlaub bekommt. An dieser Stelle Danke an cutiecakeswelt für den heutigen Me-made-Mittwoch.

    Genäht habe ich das Wickelkleid Wicky von der Schneiderakademie aus einer Viskosewebware von Swafing mit dem Titel Windows by Thorsten Berger in der Größe 48. Der Stoff lässt sich super verarbeiten und ist absolut knitterfrei. Besonders bei den warmen Temperaturen der letzten Tage hat er sich sehr bewährt, er bringt ein leichtes Tragegefühl.

    An dem Schnitt des Kleides gefallen mir die Raglanärmel besonders gut. Im Rücken musste ich es um zwei cm kürzen, das ist aber bei Kleidung für mich normal.

    Angefangen habe ich das Kleid bereits vergangenes Jahr, dann lag es ein bisschen herum und weil ich dann beim Weiternähen nicht mehr genau wusste, wie die fast quadratischen Vorderteile des Rocks gehören habe ich mich zielsicher für die falsche Seite entschieden. Das sah dann am Kleid ziemlich blöd aus und es hing als mahnendes Beispiel monatelang offen herum. Auch das Einkräuseln ist mir zunächst nicht gut gelungen, also habe ich vor wenigen Wochen begonnen, den Rockteil und die Taschen vom Oberteil abzutrennen und alles richtig zusammenzusetzen. Und nun eine Flut von Bildern, entstanden auf Karls Erdbeerhof, in Prora und vor der Aalkate in Baabe.

    An den Ärmeln habe ich entgegen der Anleitung keine aufwändigen Manschetten genäht, sondern lediglich ein festes Bündchen, durch das meine schmalen Hände einfach so durchpassen.

    Obendrein habe ich das Oberteil auf einer Länge von ca. 10 cm vom Ausschnitt abwärts zusammengenäht, damit der Ausschnitt nicht weit aufklafft.

    Fazit: Ich werde mir noch ein Wickelkleid nähen, einen entsprechenden Stoff habe ich noch im Vorrat, aber ich werde es eine Nummer kleiner und mir kurzen Ärmeln nähen. Und ich gehe mal tief in mich, ob ich es als Wickelkleid oder vielleicht mit einem Gummizug als „Drüberziehkleid“ gestalten möchte. Und von dem Stoff bin ich so begeistert, dass ich mir tatsächlich nochmal drei Meter bestellt habe. Lieferzeit acht Wochen – drückt mir die Daumen, dass er tatsächlich geliefert wird.

    Die farblich exakt passende Kette habe ich bei unserem Ausflug nach Stralsund bei Bijou Brigitte gefunden.

    Hach, wie ich das mag, wenn Sachen so gut harmonieren. Apropos Harmonie, in einer kühlen Jahreszeit kann ich das Kleid sicherlich auch noch zusammen mit diesem Pullover tragen, wie der direkte Vergleich mal ergab. Das linke Bild ist bereits im November 2023 entstanden.

    Weil das Kleid nun wirklich einen langen Entstehungsprozess mit riesigen Pausen hatte und der dazu passende Pullover bereits im Jahr 2023 fertig wurde, passt es auch gut zu Amberlights Party „Besser spät als nie“ und daher verlinke ich den Beitrag auch dort.

    Der Pullover besteht im oberen Teil aus einer von einer Freundin handgesponnenen Wolle und farblich dazu passend Lana Grossa Fashion Tweed. Anleitung gib es keine dazu, ich habe nach eigenem Gutdünken gestrickt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Knöpfe waren im Fundus meiner verstorbenen Mutter vorhanden, die 70er lassen grüßen. Von der Fashion Tweed habe ich noch knapp 1.500 Meter im Vorrat, da müsste sich auf jeden Fall noch ein Pullunder ausgehen. Und weil ich ja ein Faible für Kombinationen habe, möchte ich sie mit der Stella von Järbo kombinieren, die sich seit langem in meinem Vorrat befindet. Die Idee kam mir beim sortieren meiner Wollvorräte, als die beiden Garne zufällig nebeneinander lagen. Da ich von der Stella noch über 2.700 Meter habe, wäre nicht nur ein doppelfädig mit der Fashion Tweed verstrickter Pullover denkbar, sondern vielleicht wage ich mich an einen Mix aus den verschiedenen Garnstärken. Solche Kombinationen bewundere ich stets bei Nancymarchantbrioche auf Instagram. So sieht die Kombi aus:

    Und nun mache ich mich neugierig auf den Weg, was die anderen sich genäht, gestrickt oder sonst wie gewerkelt haben.

  • 2.649 – Rügen, Tag 11

    2.649 – Rügen, Tag 11

    Heute haben wir das von unserer Ferienwohnung mit der weitesten Strecke zu erreichende Ausflugsziel angesteuert: Kap Arkona. Die Autofahrt verbrachte ich entspannt auf dem Beifahrersitz mit einer noch geheimen Handarbeit beschäftigt.

    Auf dem Parkplatz von Kap Arkona und dem Fischerdorf Vitt angekommen, haben wir uns für eine Kutschfahrt statt eines zwei Kilometer langen Fußmarsches entschieden. Das war angesichts der sengenden Sonne und dem Fußweg auf offener Landschaft ohne nennenswerten Schatten eine gute Idee.

    Auf diese Weise hatten wir genug Energie übrig, den höheren der beiden Leuchttürme zu besteigen und die fantastische Aussicht zu bewundern und fotografisch festzuhalten. Vorher führte uns der Weg aber durch das beschauliche Örtchen Putgarten, in dem es mehr Ferienhäuser als ständig bewohnte Häuser gibt. Dennoch hat der Ort seinen Reiz.

    Und dann ging es endlich zu den berühmten Leuchttürmen. Davor ist noch das nicht mehr benötigte Leuchtfeuer nach einer Restaurierung in Betrieb, um die Funktionsweise einer Fresnel Linse hautnah zu erleben. Wirklich erstaunlich, welche Lichtfülle eine einfache „alte“ Energiesparlampe mit Hilfe der Fresnel Linse erreichen kann.

    Sodann machten wir uns auf die 164 Stufen Aufstieg, immer einer Wendeltreppe folgend, die Aussicht belohnt auf jeden Fall die Mühe.

    Beeindruckend war auch die Schwalberschar, die den Leuchtturm stetig umkreiste. Auf einigen Fotos könnt ihr sie entdecken.

    Insgesamt ist es dort so wunderbar, dass sogar Blumen Smilies tragen.

    Mit der Kutsche, die dort eine gute halbe Stunde auf ihre Gäste wartete, ging es weiter in Richtung Fischerdorf Vitt. Auf dem Weg dorthin kommt man an einem Denkmal zu Ehren des Malers Caspar David Friedrich, der sich auf Rügen häufiger aufhielt.

    Weiter ging es in Richtung Fischerdorf Vitt, allerdings musste man die letzten 300 Meter doch zu Fuß zurücklegen. Verhältnismäßig viele Touristen sahen sich dort um, darum gibt es nur wenige Fotos.

    Die Farbe des Anstrichs der Kapelle gab und gibt Anlass zu Streitereien. Bis vor wenigen Jahren war die Kapelle weiß gestrichen und in der Erinnerung der Anwohner von Vitt (ich glaube, es sind 18) war die Kapelle schon immer weiß. Im Zuge des Denkmalschutzes des ganzen Ortes hat allerdings „die Kirche“, also wohl die zuständige Obrigkeit, festgestellt, dass das Kirchlein ursprünglich in terrakottafarben angestrichen war und entsprechend ließen sie es gestalten. Das führte dazu, dass eben dieser Streit entbrannt, teilweise wurden in Nacht- und Nebelaktionen Flächen einfach wieder weiß gestrichen. Tja, mehr fällt mir dazu nicht ein.

    Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Schlosshotel Spyker, das entgegen dem Wikipedia-Eintrag nicht mehr als Hotel genutzt wird, sondern wohl wieder zum Verkauf steht. Im Schloß gibt es ein Café, das noch betrieben wird, allerdings nur von Mittwoch bis Sonntag. So blieb nichts, als sich an dem Schloss von außen zu erfreuen.

    Und dann machte sich unser energiesparendes Reisen mit der Pferdekutsche bezahlt, denn wir hatten noch genügend Energie, am Hafen Neu Mukran anzuhalten und zu bewundern, mit welchen Elementen die Norse Energi beladen wurde und wird. Die Köpfe der Offshore-Windanlagen sind riesiger, als ich es mir jemals hätte vorstellen können.

    Im rechten Bild kann man bei genauem Hinsehen Menschen erkennen.

  • 2.650 – Rügen, Tag 10

    2.650 – Rügen, Tag 10

    Heute schliefen wir erst aus, bevor wir ein Spätstück zu uns nahmen und weiterhin nichts taten, denn es regnete. Dann legten wir uns zu einem Nickerchen hin und beschlossen dann, dass heute der richtige Tag ist, um dem Kaufhaus Stolz einen Besuch abzustatten.

    In diesem Kaufhaus findet man ALLES. Kleidung, Schuhe, Wolle, Drogerieartikel, Haushaltswaren, Strandzubehör, Spielzeug, Souvenirs und bestimmt noch vieles mehr. Entsprechend dem Wetter war es gut besucht, wir waren offenbar nicht die einzigen mit dieser Idee.

    Bei der Wolle (der Marken Ricodesign, Gründl und Regia Sockenwolle) blieb ich standhaft, aber in Sachen Mitbringsel für die Daheimgebliebenen und für uns sind wir fündig geworden.

    Eine wirklich gute Idee finde ich die Beschriftung der Kleiderhaken in den Ankleidekabinen:

    Mehr gibt es heute nicht zu berichten, mehr haben wir heute nicht erlebt.

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“

  • 2.651 – Rügen, Tag 9

    2.651 – Rügen, Tag 9

    Heute sollte es ein besonders heißer Tag werden, mindestens so wie gestern. Wir hatten aber schon am vergangenen Donnerstag die Idee, mit einem Adler-Schiff die Rundfahrt von Göhren über Sellin, Binz, vorbei an Sassnitz und am berühmten Kaiserstuhl zurück nach Göhren zu unternehmen. Um 11:00 Uhr ging es an der Brücke von Göhren los, wir waren pünktlich dort. Dank unseres Ausflugs am Tag zwei wussten wir ja auch genau, wo die Fahrräder in der Nähe der Seebrücke geparkt werden konnten.

    Nun, was gibt es zu erzählen. Nicht viel. Wir nahmen auf dem Schiff Plätze ein – erst außen, dann innen, denn es sah stark nach Gewitter aus (und einen Blitz hatten wir auch gesehen). Gewittert hat es nicht, lediglich ein paar wenige Tropfen fielen vom Himmel. Das Schiff war aber nicht so stark besucht, so dass wir jederzeit draußen einen guten Stehplatz zum Fotografieren gefunden haben. So haben wir auf dem Schiff etwas gegessen, getrunken, gesessen, geschaut und ich habe auch noch gestrickt.

    Dieses Schiff haben wir lange beobachtet, es kam immer näher. Wir rätselten, welche Bewandnis es mit diesem Schiff auf sich hat und dank der App Marine Traffic konnten wir es identifizieren, es ist die Norse Energi. Die Norse Energi ist ein hochmodernes Errichterschiff für Offshore-Windkraftanlagen (WTIV) des belgischen Ingenieur- und Umweltkonzerns DEME. Es gehört zu den weltweit größten Spezialschiffen seiner Art und ist maßgeblich an der Umsetzung großer europäischer Offshore-Windparks beteiligt.

    Auch in Baabe gibt es ein Bauwerk des berühmten Bauingenieurs Müther, das man von der See aus besonders gut sehen kann, nämlich die Gaststätte Inselparadies. Jetzt ist da ein Lokal „Mynt“ drin, mal sehen, ob wir noch einen Besuch dort in unseren Urlaub einbauen können.

    Mein Stricken führte dazu, dass eine Dame ein Gespräch mit mir begann und sehr begeistert davon sprach, dass sie Bananensocken und Spiralsocken stricken würde, die würden so hervorragend passen. Sie macht bei einem Adventskalender mit und da sind wohl die Spiralsocken ideal, weil sie ja nicht für eine bestimmte Schuhgröße gestrickt werden, sondern universell passen. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren.

    Und so ging ein schöner und körperlich wenig anstrengender (naja, die Hitze alleine fordert schon viel Energie) Tag zu Ende.

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“

  • 2.652 – Rügen, Tag 8

    2.652 – Rügen, Tag 8

    Heute sagte der Wetterbericht den heißesten Tag des Jahres an. Und weil ich mir an unserem Strandtag einen leichten Sonnenbrand an den Beinen geholt habe (Beine wie eine Languste – nicht so glatt, aber so rot….), hielten wir einen „Wir-machen-nichts-außer-in-der-Ferienwohnung-relaxen“-Tag für angemessen. Bei geschlossenen Fenstern und heruntergelassenen Sonnenrollos war es so gut auszuhalten, dass ich endlich unser Fotobuch 2025 gestaltet habe. Ich hatte deswegen schon ein schlechtes Gewissen.

    Und zur Feier des Tages sind wir dann mit den Rädern zum Abendessen in die Aalkate gefahren. Es war wieder hervorragend!

    Der Hitze wegen saßen wir nicht draußen sondern drinnen, dort ist es sehr geschmackvoll und urig eingerichtet.

    Von unserem gestrigen Besuch im Ozeaneum bin ich euch noch Filme schuldig, an die habe ich gestern gar nicht mehr gedacht. Hier gibt es also jetzt das filmische Vergnügen.

    Habt ihr schon mal einen Krebs (in diesem Fall ein Bunten Furchenkrebs – Galathea strigosa) beim Fressen beobachten können?

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“

  • 2.653 – Rügen, Tag 7

    2.653 – Rügen, Tag 7

    Für den heutigen Tag haben wir uns einen Ausflug nach Stralsund vorgenommen. Insbesondere wollten wir das Ozeaneum besuchen und uns an der Architektur der Stralsunder Häuser und Kirchen erfreuen. Letztes Jahr habe ich eine Dienstreise nach Stralsund absolviert und in dem Zusammenhang bereits das Meeresmuseum angesehen, aber für das Ozeaneum blieb keine Zeit. Apropos Zeit, die sollte man für den Besuch unbedingt mitbringen, denn es gibt wirklich viel, viel zu entdecken. Alles ist sehr gut erklärt, es gibt eigentlich für jede Altersklasse dort etwas.

    Das ist das giftigste Tier Europas, das Petermännchen (Trachinus draco). Es lebt an der Nord- und Ostseeküste.

    Anschließend machten wir uns bei gefühlt heißem Wetter (es waren so um die 29 °C mit leichtem Wind – wir wissen es, im Rest der Republik, also sowohl in Bayern als auch in Hamburg, träumt man derzeit von solchen Werten) auf, um die Innenstadt von Stralsund (erneut) zu entdecken. Dabei sind auch einige sehenswerte Aufnahmen entstanden.

    Im Wollladen von Stralsund habe ich Wolle gekauft, einmal im Urlaub Wolle kaufen muss sein. Ich habe mich für die Elastico von Lana Grossa entschieden in der Farbe 144-Zyklam. Daraus soll eine kurzärmlige Jacke zu einem Sommerkleid entstehen. Wer Ideen für eine Anleitung hat, gerne her damit. Fotos der Wolle kann ich euch nicht zeigen, denn im Laden war nicht genügend vorrätig. Aber wundervollerweise kann man sich die Knäuel portofrei schicken lassen!

    Und ein neues Lebensmotto habe ich auch gefunden:

    Als Stärkung für den Rückweg habe ich mir noch eine sehr leckere Matjessemmel vom Räucherschiff des Fischkutters Flipper gegönnt.

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“

  • 2.654 – Rügen, Tag 6

    2.654 – Rügen, Tag 6

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“

    Der heutige Tag stand unter dem Zeichen „Strandtag“. Wir mieteten uns also einen Strandkorb, rüsteten uns mit Proviant, Badesachen, Schnorchelzeug, Strandmuschel und ich zusätzlich mit Strickzeug aus und fuhren mit den Rädern zum Hauptstrand in Baade.

    Am Nachmittag nahmen wir eine Kleinigkeit im schon ertesteten China-Thai-Imbiss zu uns und ein Eis von der den Strand mit einer Art Golf Car entlangfahrenden Eisverkäuferin.

    Der Pullover trägt den Namen Baabe und er ist mein zweiter angeschlagener Aprilwettersweater. Die Wolle haben wir letztes Jahr in unserem Urlaub in den Niederlanden gekauft, also Urlaubsfeeling pur.

    Und mein erster Tag in einem Strandkorb führte dazu, dass ich nun unbedingt einen für den Balkon möchte.

    Übrigens habe ich euch noch eine lustige Begebenheit von gestern verschwiegen: Auf der letzten Etappe des Rasenden Rolands stiegen zwei Personen mit Fahrrädern zu. Der Mann interessierte sich sehr für die Lokomotive, daher ging er nach vorne, stellte sich neben mich und begann zu plaudern. Auf seine Frage, wo wir herkämen stellte sich dann heraus, dass er Frühstückshelfer an der Mittelschule ist, die bei uns tatsächlich nicht mal 300 Meter entfernt ist. 😁

  • 2.655 – Rügen, Tag 5

    2.655 – Rügen, Tag 5

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“

    Tag 5 auf Rügen stand ganz unter dem Zeichen des „Rasenden Rolands„. Der Rasende Roland ist ein Schmalspurzug der Rügenschen Bäderbahn (RüBB), gezogen von einer Dampflokomotive. Insgesamt hat die RüBB mindestens vier (auf der Homepage steht, es sind acht!) dieser beeindruckenden Lokomotiven, so viele sahen wir nämlich. Ausgestattet mit einem Tagesticket für 35,00 € und einem Schmalspuraufschlag in Höhe von 12,00 € als Ergänzung vom Deutschlandticket konnten wir soviel und so oft mit dem Zug fahren, wie wir wollten. Die Strecke des Zuges geht von Lauterbach Mole über Putbus nach Binz, Sellin, Baabe und Göhren, um nur die wichtigsten Bäder der Strecke zu nennen.

    Unser erster Streckenabschnitt führte uns von Baabe nach Binz. Dort verließen wir den Rasenden Roland und machten uns zu Fuß auf den Weg zur Seebrücke. Auf dem Weg dorthin gönnten wir uns bei Junge Die Bäckerei ein Frühstück. Und dann ging es auf die Seebrücke, um Fotos des oft fotografierten Kurhauses Binz zu machen. Von der Seebrücke aus sieht man auch den berühmten Müther-Turm des Rügener Bauingenieurs Ulrich Müther. Als wir noch am Ende der Seebrücke verweilten, hatten wir das Glück, dass ein Passagierschiff dort anlegte.

    Bei zunehmender Hitze traten wir den Rückweg zum Bahnhof an, setzten uns in den nächsten Zug in Richtung Göhren (also in die Richtung, aus der wir kamen) und stärkten uns im Restaurant am Bahnhof Sellin. Das ist sehr empfehlenswert. Ein Blick auf den Fahrplan verriet uns dann unsere nächsten Pläne: Mit dem Zug um 15:05 Uhr fuhren wir in Richtung Göhren, dort blieben wir im Zug, der uns ab 15:54 Uhr in Richtung Putbus brachte. Auf dieser Fahrt nutzen wir auch noch den mitgeführten Buffetwagen (ratet, wer vergessen hat, Bilder zu machen) und genossen die gesamte Fahrt bis Lauterbach Mole – ich mit Strickzeug. Von dort wird der Zug mit einer Diesellok zurück nach Putbus gezogen und während des halbstündigen Aufenthalts wird die Dampflokomotive mit Wasser und Kohlen bestückt. Wir fuhren dann die Strecke noch bis Baabe zurück, um dort nach ein paar Einkäufen wieder zur Ferienwohnung zu radeln.

    Hier noch Videoaufnahmen der Lokomotive bei der Arbeit: