Am gestrigen Tag warf die heutige Abfahrt schon ihre Schatten voraus, es stand nämlich überwiegend Packen auf dem Plan.
Dennoch haben wir noch mal einen Ausflug ans Meer gemacht und dabei auch noch dieses auch von Ulrich Müther errichtete Gebäude näher angesehen, das Inselparadies.
Auch ein kurzer Spaziergang durch den mit Rosenduft erfüllten Kurgarten war noch drin.
Zufälliges, aber gutes Timing brachte auch noch ein Abschiedsvideo vom rasenden Roland:
Also dann: Auf Wiedersehen Rügen, wir kommen nächstes Jahr wieder.
Heute haben wir das von unserer Ferienwohnung mit der weitesten Strecke zu erreichende Ausflugsziel angesteuert: Kap Arkona. Die Autofahrt verbrachte ich entspannt auf dem Beifahrersitz mit einer noch geheimen Handarbeit beschäftigt.
Auf dem Parkplatz von Kap Arkona und dem Fischerdorf Vitt angekommen, haben wir uns für eine Kutschfahrt statt eines zwei Kilometer langen Fußmarsches entschieden. Das war angesichts der sengenden Sonne und dem Fußweg auf offener Landschaft ohne nennenswerten Schatten eine gute Idee.
Auf diese Weise hatten wir genug Energie übrig, den höheren der beiden Leuchttürme zu besteigen und die fantastische Aussicht zu bewundern und fotografisch festzuhalten. Vorher führte uns der Weg aber durch das beschauliche Örtchen Putgarten, in dem es mehr Ferienhäuser als ständig bewohnte Häuser gibt. Dennoch hat der Ort seinen Reiz.
Und dann ging es endlich zu den berühmten Leuchttürmen. Davor ist noch das nicht mehr benötigte Leuchtfeuer nach einer Restaurierung in Betrieb, um die Funktionsweise einer Fresnel Linse hautnah zu erleben. Wirklich erstaunlich, welche Lichtfülle eine einfache „alte“ Energiesparlampe mit Hilfe der Fresnel Linse erreichen kann.
Sodann machten wir uns auf die 164 Stufen Aufstieg, immer einer Wendeltreppe folgend, die Aussicht belohnt auf jeden Fall die Mühe.
Beeindruckend war auch die Schwalberschar, die den Leuchtturm stetig umkreiste. Auf einigen Fotos könnt ihr sie entdecken.
Insgesamt ist es dort so wunderbar, dass sogar Blumen Smilies tragen.
Mit der Kutsche, die dort eine gute halbe Stunde auf ihre Gäste wartete, ging es weiter in Richtung Fischerdorf Vitt. Auf dem Weg dorthin kommt man an einem Denkmal zu Ehren des Malers Caspar David Friedrich, der sich auf Rügen häufiger aufhielt.
Weiter ging es in Richtung Fischerdorf Vitt, allerdings musste man die letzten 300 Meter doch zu Fuß zurücklegen. Verhältnismäßig viele Touristen sahen sich dort um, darum gibt es nur wenige Fotos.
Die Farbe des Anstrichs der Kapelle gab und gibt Anlass zu Streitereien. Bis vor wenigen Jahren war die Kapelle weiß gestrichen und in der Erinnerung der Anwohner von Vitt (ich glaube, es sind 18) war die Kapelle schon immer weiß. Im Zuge des Denkmalschutzes des ganzen Ortes hat allerdings „die Kirche“, also wohl die zuständige Obrigkeit, festgestellt, dass das Kirchlein ursprünglich in terrakottafarben angestrichen war und entsprechend ließen sie es gestalten. Das führte dazu, dass eben dieser Streit entbrannt, teilweise wurden in Nacht- und Nebelaktionen Flächen einfach wieder weiß gestrichen. Tja, mehr fällt mir dazu nicht ein.
Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Schlosshotel Spyker, das entgegen dem Wikipedia-Eintrag nicht mehr als Hotel genutzt wird, sondern wohl wieder zum Verkauf steht. Im Schloß gibt es ein Café, das noch betrieben wird, allerdings nur von Mittwoch bis Sonntag. So blieb nichts, als sich an dem Schloss von außen zu erfreuen.
Und dann machte sich unser energiesparendes Reisen mit der Pferdekutsche bezahlt, denn wir hatten noch genügend Energie, am Hafen Neu Mukran anzuhalten und zu bewundern, mit welchen Elementen die Norse Energi beladen wurde und wird. Die Köpfe der Offshore-Windanlagen sind riesiger, als ich es mir jemals hätte vorstellen können.
Im rechten Bild kann man bei genauem Hinsehen Menschen erkennen.
Heute sollte es ein besonders heißer Tag werden, mindestens so wie gestern. Wir hatten aber schon am vergangenen Donnerstag die Idee, mit einem Adler-Schiff die Rundfahrt von Göhren über Sellin, Binz, vorbei an Sassnitz und am berühmten Kaiserstuhl zurück nach Göhren zu unternehmen. Um 11:00 Uhr ging es an der Brücke von Göhren los, wir waren pünktlich dort. Dank unseres Ausflugs am Tag zwei wussten wir ja auch genau, wo die Fahrräder in der Nähe der Seebrücke geparkt werden konnten.
Nun, was gibt es zu erzählen. Nicht viel. Wir nahmen auf dem Schiff Plätze ein – erst außen, dann innen, denn es sah stark nach Gewitter aus (und einen Blitz hatten wir auch gesehen). Gewittert hat es nicht, lediglich ein paar wenige Tropfen fielen vom Himmel. Das Schiff war aber nicht so stark besucht, so dass wir jederzeit draußen einen guten Stehplatz zum Fotografieren gefunden haben. So haben wir auf dem Schiff etwas gegessen, getrunken, gesessen, geschaut und ich habe auch noch gestrickt.
Dieses Schiff haben wir lange beobachtet, es kam immer näher. Wir rätselten, welche Bewandnis es mit diesem Schiff auf sich hat und dank der App Marine Traffic konnten wir es identifizieren, es ist die Norse Energi. Die Norse Energi ist ein hochmodernes Errichterschiff für Offshore-Windkraftanlagen (WTIV) des belgischen Ingenieur- und Umweltkonzerns DEME. Es gehört zu den weltweit größten Spezialschiffen seiner Art und ist maßgeblich an der Umsetzung großer europäischer Offshore-Windparks beteiligt.
Auch in Baabe gibt es ein Bauwerk des berühmten Bauingenieurs Müther, das man von der See aus besonders gut sehen kann, nämlich die Gaststätte Inselparadies. Jetzt ist da ein Lokal „Mynt“ drin, mal sehen, ob wir noch einen Besuch dort in unseren Urlaub einbauen können.
Mein Stricken führte dazu, dass eine Dame ein Gespräch mit mir begann und sehr begeistert davon sprach, dass sie Bananensocken und Spiralsocken stricken würde, die würden so hervorragend passen. Sie macht bei einem Adventskalender mit und da sind wohl die Spiralsocken ideal, weil sie ja nicht für eine bestimmte Schuhgröße gestrickt werden, sondern universell passen. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren.
Und so ging ein schöner und körperlich wenig anstrengender (naja, die Hitze alleine fordert schon viel Energie) Tag zu Ende.
Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“
Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“
Tag 5 auf Rügen stand ganz unter dem Zeichen des „Rasenden Rolands„. Der Rasende Roland ist ein Schmalspurzug der Rügenschen Bäderbahn (RüBB), gezogen von einer Dampflokomotive. Insgesamt hat die RüBB mindestens vier (auf der Homepage steht, es sind acht!) dieser beeindruckenden Lokomotiven, so viele sahen wir nämlich. Ausgestattet mit einem Tagesticket für 35,00 € und einem Schmalspuraufschlag in Höhe von 12,00 € als Ergänzung vom Deutschlandticket konnten wir soviel und so oft mit dem Zug fahren, wie wir wollten. Die Strecke des Zuges geht von Lauterbach Mole über Putbus nach Binz, Sellin, Baabe und Göhren, um nur die wichtigsten Bäder der Strecke zu nennen.
Unser erster Streckenabschnitt führte uns von Baabe nach Binz. Dort verließen wir den Rasenden Roland und machten uns zu Fuß auf den Weg zur Seebrücke. Auf dem Weg dorthin gönnten wir uns bei Junge Die Bäckerei ein Frühstück. Und dann ging es auf die Seebrücke, um Fotos des oft fotografierten Kurhauses Binz zu machen. Von der Seebrücke aus sieht man auch den berühmten Müther-Turm des Rügener Bauingenieurs Ulrich Müther. Als wir noch am Ende der Seebrücke verweilten, hatten wir das Glück, dass ein Passagierschiff dort anlegte.
Bei zunehmender Hitze traten wir den Rückweg zum Bahnhof an, setzten uns in den nächsten Zug in Richtung Göhren (also in die Richtung, aus der wir kamen) und stärkten uns im Restaurant am Bahnhof Sellin. Das ist sehr empfehlenswert. Ein Blick auf den Fahrplan verriet uns dann unsere nächsten Pläne: Mit dem Zug um 15:05 Uhr fuhren wir in Richtung Göhren, dort blieben wir im Zug, der uns ab 15:54 Uhr in Richtung Putbus brachte. Auf dieser Fahrt nutzen wir auch noch den mitgeführten Buffetwagen (ratet, wer vergessen hat, Bilder zu machen) und genossen die gesamte Fahrt bis Lauterbach Mole – ich mit Strickzeug. Von dort wird der Zug mit einer Diesellok zurück nach Putbus gezogen und während des halbstündigen Aufenthalts wird die Dampflokomotive mit Wasser und Kohlen bestückt. Wir fuhren dann die Strecke noch bis Baabe zurück, um dort nach ein paar Einkäufen wieder zur Ferienwohnung zu radeln.
Hier noch Videoaufnahmen der Lokomotive bei der Arbeit:
Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“
Nach dem gestrigen, sehr fordernden Urlaubstag haben wir uns heute für einen Nahezu-nichts-tun-Tag entschieden. Er war geprägt von Ausschlafen, gemütlich Frühstücken, ruhen, stricken, ein bisschen kochen, Essen und anschließendem Radeln nach Baabe zur Buchhandlung „Beiboot“, um das Buch „Glücksorte auf Rügen“* zu kaufen. Erstanden haben wir dann noch eine Karte im Maßstab 1:75.000, weil wir uns gern auf gedruckten Karten einen Überblick verschaffen. Versorgt mit neuem Lese- und Entdeckungsstoff haben wir uns dann ein Eis von Benni’s Eiscafé gegönnt.
Das Sanddorn-Holunderbeeren-Eis ist mein persönlicher Favorit, allerdings habe ich bisher außerdem nur noch das Joghurt-Blutorange-Eis gegessen. Aber ich bleibe dran, ein umfassendes Urteil abgeben zu können.
Nach dieser Anstrengung haben wir uns zum Strand begeben, ich hatte „dort herumliegen“ im Sinn und mP wollte tatsächlich in der Ostsee schwimmen.
Inspiriert vom Buch „Glücksorte auf Rügen“, in dem die Fischerboote am Strand von Baabe als Inspirationsquelle für den Maler Lyonel Feininger angegeben werden, wollte ich diese zumindest fotografisch festhalten.
Und dann habe ich tatsächlich noch Möwen entdeckt, eine davon ließ sich auch recht willig fotografieren:
Alle sehen aufs Meer, Menschen und Möwen.
Zufrieden mit dem heutigen Tag erledigten wir noch ein paar Einkäufe im Supermarkt, bevor wir in der Ferienwohnung mit einer gemütlichen Brotzeit und eine Flasche Wein den Abend ausklingen ließen.
Ach ja, vom Strickzeug wollte ich ja noch berichten. Am meisten stricke ich derzeit an meinem Aprilwetter-Sweater aus Wollmeise, der inzwischen abgetrennte Ärmel hat, somit kann ich den Körper entspannt gerade runter stricken. Leider lässt er sich nicht gut fotografieren, denn der Rand rollt sehr hoch.
Die Streifenfolge entsteht einerseits durch „blindes“ Ziehen der nächste Farbe und der Anzahl der Streifen durch Würfeln. Ich bin auf das Ergebnis sehr gespannt. Einen farblich passenden Rock möchte ich mir dazu nähen, den passenden Stoff habe ich in einem Shop für Afrika-Stoffe gefunden.
*„Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.“
Die vergangene Woche hat versprochen, was ich beim Montagsstarter kommunizierte. Die Ladies Night in der Apotheke war enttäuschend (also für die Apotheke – für mich waren die wenigen anderen Kundinnen eher ein positiver Aspekt) gering besucht. Auf die Weise kam ich schnell zu der Beratung der von mir angedachten Produkten, und habe auch das Gewünschte kaufen können.
Beim Me-Made-Mittwochs-Beitrag war ich zeitlich gefühlt sehr knapp dran (man kann sogar bis Donnerstag verlinken, aber das widerstrebte mir aus unerklärlichen Gründen), der Pullover ist tatsächlich erst an diesem Tag fertig geworden, aber – Tataaaaaa – es ist geglückt. Derzeit trocknet der inzwischen gewaschene Pullover und ich hoffe stark, morgen schönere Tragefotos als dieses auf meinem Blog zeigen zu können.
Am Donnerstag Abend war dann wie geplant der Stricktreff der Oberpfälzer Stricklieseln und es war überraschenderweise außergewöhnlich heiter und lustig. Es ist immer schön, versteht mich nicht falsch, aber es ist nicht so, dass ich jedes Mal Tränen lachen muss, vergangenen Donnerstag aber schon.
Heute geht es bei Karminrot darum, negative Alltags-Erlebnisse (also nicht traumatisierendes) in etwas weniger Negatives zu wandeln. Sie benutzt dazu dir Formel „Gut, dass…“ und bringt auch gleich ein praktisches Beispiel, wie man es anwenden kann.
Ich glaube, der von ihr beschriebene Effekt, Imponderabilien des Lebens durch Überlegungen zu relativieren, was denn noch schlimmeres hätte passieren können, ist eine von mir schon lange angewandte Methode. Allerdings nutze ich sie selten bewusst bei solchen Alltagsmissgeschicken, sondern eher bei Situationen, über die ich mir im Vorfeld große Gedanken mache. Wenn ich da im Gedankenkarussell bin, komme ich aus dieser Kreisbahn heraus, in dem ich mich frage, was denn schlimmstenfalls passieren kann. Auf die Weise baue ich gedanklich verschiedene Szenarien auf, was letztlich dazu führt, dass ich mindestens Plan A bis F parat habe. Das hilft mir, gelassen zu sein, ich mag keine überraschenden unangenehmen Wendungen.
Bei diesen alltäglichen Unannehmlichkeiten ärgere ich mich leider nur allzu oft doch noch über meine eigene Ungeschicklichkeit, ich verzeihe mir Fehler offenbar nur schlecht. Aber da ist mP eine große Hilfe, er erdet mich dann, indem er meinen Fokus vom Klagen über die eigene Unfähigkeit hin zu Überlegungen, wie man nun das Beste aus der Situation machen kann, hinlenkt.
Mit diesem Statement habe ich für heute blogmäßig fertig, ich lese noch nach, was den anderen zum Thema eingefallen ist und kümmere mich weiter um die Terrasse, damit sie sommerfest wird.
Ein weiteres Hobby von mir neben Handarbeiten ist Lesen. Es war sogar zuerst das Lesen da, das habe ich schon als Kind gern gemacht. Übrigens habe ich neulich irgendwo gelesen, dass nicht alle Menschen gleichermaßen in der Lage sind, die in einem Buch gelesenen Beschreibungen zu Bildern im Kopf zu formen. Das erklärt, warum manche Menschen sehr gerne lesen und andere nicht. Hat bestimmt was mit dem Gehirn zu tun. Im nächsten Leben werde ich Hirnforscherin ;).
Aber zurück zum Lesen: Da sich handarbeiten und lesen gleichzeitig nicht ausgeht, habe ich Hörbücher für mich entdeckt. Dabei achte ich bei der Auswahl darauf, nur Bücher in Originallänge zu hören. Eins davon möchte ich gern vorstellen. Heute soll es um
Die Zusammenfassung der Handlung ist auf Wikipedia zu finden. Zu berichten sind also meine persönlichen Eindrücke.
Zu Beginn war für mich der Gedanke gewöhnungsbedürftig, dass die Geschichte aus der Sicht der Schafe beschrieben wurde. Und das Buch hatte am Anfang nach meinem Empfinden schon längere, von mir als langweilig empfundene Passagen. Es ist kein Buch, das mich von Beginn an gefesselt hat. So habe ich dann zwischenrein etwas anderes gehört. Dennoch habe ich doch wissen wollen, wie sich die Geschichte entwickelt und habe daher Stück für Stück – bevorzug bei meinen langen Pendelfahrten mit der Bahn – weitergehört. Und siehe da, so ab dem ersten Drittel hatte ich mich wohl an das Setting gewöhnt und die Geschichte wurde mehr und mehr spannend. Ab der Hälfte hat mich die Geschichte dann in den Bann gezogen, ich wollte wissen, wie es mit den Schafen und den Menschen weitergeht. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass die verschiedenen Schafe auf eine fantastische Weise charakterisiert wurden. Für mich ist Schaf nie mehr gleich Schaf, sondern auch in diesen Lebewesen befinden sich Individuen.
„Glennkill“ ist ein Buch, das die Welt der Schafe, Schäfer und irischer Dorfbevölkerung aus einer völlig neuen Perspektive beschreibt und einen dabei eintauchen lässt in die Geborgenheit einer Schafherde und gleichzeitig auch die Gefahren des Schafseins aufzeigt. Inspiriert von diesem Buch werde also den Nachfolgeroman „Garou“ mir auch vorlesen lassen, er soll am 30.03.2026 erscheinen.
*„Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.“