Schlagwort: Wikipedia

  • 2.701 – Samstagsplausch

    2.701 – Samstagsplausch

    Die vergangene Woche hat versprochen, was ich beim Montagsstarter kommunizierte. Die Ladies Night in der Apotheke war enttäuschend (also für die Apotheke – für mich waren die wenigen anderen Kundinnen eher ein positiver Aspekt) gering besucht. Auf die Weise kam ich schnell zu der Beratung der von mir angedachten Produkten, und habe auch das Gewünschte kaufen können.

    Beim Me-Made-Mittwochs-Beitrag war ich zeitlich gefühlt sehr knapp dran (man kann sogar bis Donnerstag verlinken, aber das widerstrebte mir aus unerklärlichen Gründen), der Pullover ist tatsächlich erst an diesem Tag fertig geworden, aber – Tataaaaaa – es ist geglückt. Derzeit trocknet der inzwischen gewaschene Pullover und ich hoffe stark, morgen schönere Tragefotos als dieses auf meinem Blog zeigen zu können.

    Am Donnerstag Abend war dann wie geplant der Stricktreff der Oberpfälzer Stricklieseln und es war überraschenderweise außergewöhnlich heiter und lustig. Es ist immer schön, versteht mich nicht falsch, aber es ist nicht so, dass ich jedes Mal Tränen lachen muss, vergangenen Donnerstag aber schon.

    Heute geht es bei Karminrot darum, negative Alltags-Erlebnisse (also nicht traumatisierendes) in etwas weniger Negatives zu wandeln. Sie benutzt dazu dir Formel „Gut, dass…“ und bringt auch gleich ein praktisches Beispiel, wie man es anwenden kann.

    Ich glaube, der von ihr beschriebene Effekt, Imponderabilien des Lebens durch Überlegungen zu relativieren, was denn noch schlimmeres hätte passieren können, ist eine von mir schon lange angewandte Methode. Allerdings nutze ich sie selten bewusst bei solchen Alltagsmissgeschicken, sondern eher bei Situationen, über die ich mir im Vorfeld große Gedanken mache. Wenn ich da im Gedankenkarussell bin, komme ich aus dieser Kreisbahn heraus, in dem ich mich frage, was denn schlimmstenfalls passieren kann. Auf die Weise baue ich gedanklich verschiedene Szenarien auf, was letztlich dazu führt, dass ich mindestens Plan A bis F parat habe. Das hilft mir, gelassen zu sein, ich mag keine überraschenden unangenehmen Wendungen.

    Bei diesen alltäglichen Unannehmlichkeiten ärgere ich mich leider nur allzu oft doch noch über meine eigene Ungeschicklichkeit, ich verzeihe mir Fehler offenbar nur schlecht. Aber da ist mP eine große Hilfe, er erdet mich dann, indem er meinen Fokus vom Klagen über die eigene Unfähigkeit hin zu Überlegungen, wie man nun das Beste aus der Situation machen kann, hinlenkt.

    Mit diesem Statement habe ich für heute blogmäßig fertig, ich lese noch nach, was den anderen zum Thema eingefallen ist und kümmere mich weiter um die Terrasse, damit sie sommerfest wird.

  • 2.764 – Buchvorstellung Glennkill

    Ein weiteres Hobby von mir neben Handarbeiten ist Lesen. Es war sogar zuerst das Lesen da, das habe ich schon als Kind gern gemacht. Übrigens habe ich neulich irgendwo gelesen, dass nicht alle Menschen gleichermaßen in der Lage sind, die in einem Buch gelesenen Beschreibungen zu Bildern im Kopf zu formen. Das erklärt, warum manche Menschen sehr gerne lesen und andere nicht. Hat bestimmt was mit dem Gehirn zu tun. Im nächsten Leben werde ich Hirnforscherin ;).

    Aber zurück zum Lesen: Da sich handarbeiten und lesen gleichzeitig nicht ausgeht, habe ich Hörbücher für mich entdeckt. Dabei achte ich bei der Auswahl darauf, nur Bücher in Originallänge zu hören. Eins davon möchte ich gern vorstellen. Heute soll es um

    Glennkill von Leonie Swann

    gehen.

    TitelAutorgesprochen vonDauerVerlagErschei-nungsdatum
    GlennkillLeonie SwannAndrea Sawatzki10 h 56 mRandom House Audio, Deutsch-land16.08.12

    Die Zusammenfassung der Handlung ist auf Wikipedia zu finden. Zu berichten sind also meine persönlichen Eindrücke.

    Zu Beginn war für mich der Gedanke gewöhnungsbedürftig, dass die Geschichte aus der Sicht der Schafe beschrieben wurde. Und das Buch hatte am Anfang nach meinem Empfinden schon längere, von mir als langweilig empfundene Passagen. Es ist kein Buch, das mich von Beginn an gefesselt hat. So habe ich dann zwischenrein etwas anderes gehört. Dennoch habe ich doch wissen wollen, wie sich die Geschichte entwickelt und habe daher Stück für Stück – bevorzug bei meinen langen Pendelfahrten mit der Bahn – weitergehört. Und siehe da, so ab dem ersten Drittel hatte ich mich wohl an das Setting gewöhnt und die Geschichte wurde mehr und mehr spannend. Ab der Hälfte hat mich die Geschichte dann in den Bann gezogen, ich wollte wissen, wie es mit den Schafen und den Menschen weitergeht. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass die verschiedenen Schafe auf eine fantastische Weise charakterisiert wurden. Für mich ist Schaf nie mehr gleich Schaf, sondern auch in diesen Lebewesen befinden sich Individuen.

    „Glennkill“ ist ein Buch, das die Welt der Schafe, Schäfer und irischer Dorfbevölkerung aus einer völlig neuen Perspektive beschreibt und einen dabei eintauchen lässt in die Geborgenheit einer Schafherde und gleichzeitig auch die Gefahren des Schafseins aufzeigt. Inspiriert von diesem Buch werde also den Nachfolgeroman „Garou“ mir auch vorlesen lassen, er soll am 30.03.2026 erscheinen.