Kategorie: Stoffvorrat dezimieren

  • 2.648 – Me made Mittwoch

    2.648 – Me made Mittwoch

    Der erste Mittwoch im Monat ist dem Me-made-Mittwoch gewidmet, Urlaub hin oder her. Allerdings hat der Urlaub den Vorteil, dass ihr nun Fotos meines genähten Wickelkleides aus dem Urlaub bekommt. An dieser Stelle Danke an cutiecakeswelt für den heutigen Me-made-Mittwoch.

    Genäht habe ich das Wickelkleid Wicky von der Schneiderakademie aus einer Viskosewebware von Swafing mit dem Titel Windows by Thorsten Berger in der Größe 48. Der Stoff lässt sich super verarbeiten und ist absolut knitterfrei. Besonders bei den warmen Temperaturen der letzten Tage hat er sich sehr bewährt, er bringt ein leichtes Tragegefühl.

    An dem Schnitt des Kleides gefallen mir die Raglanärmel besonders gut. Im Rücken musste ich es um zwei cm kürzen, das ist aber bei Kleidung für mich normal.

    Angefangen habe ich das Kleid bereits vergangenes Jahr, dann lag es ein bisschen herum und weil ich dann beim Weiternähen nicht mehr genau wusste, wie die fast quadratischen Vorderteile des Rocks gehören habe ich mich zielsicher für die falsche Seite entschieden. Das sah dann am Kleid ziemlich blöd aus und es hing als mahnendes Beispiel monatelang offen herum. Auch das Einkräuseln ist mir zunächst nicht gut gelungen, also habe ich vor wenigen Wochen begonnen, den Rockteil und die Taschen vom Oberteil abzutrennen und alles richtig zusammenzusetzen. Und nun eine Flut von Bildern, entstanden auf Karls Erdbeerhof, in Prora und vor der Aalkate in Baabe.

    An den Ärmeln habe ich entgegen der Anleitung keine aufwändigen Manschetten genäht, sondern lediglich ein festes Bündchen, durch das meine schmalen Hände einfach so durchpassen.

    Obendrein habe ich das Oberteil auf einer Länge von ca. 10 cm vom Ausschnitt abwärts zusammengenäht, damit der Ausschnitt nicht weit aufklafft.

    Fazit: Ich werde mir noch ein Wickelkleid nähen, einen entsprechenden Stoff habe ich noch im Vorrat, aber ich werde es eine Nummer kleiner und mir kurzen Ärmeln nähen. Und ich gehe mal tief in mich, ob ich es als Wickelkleid oder vielleicht mit einem Gummizug als „Drüberziehkleid“ gestalten möchte. Und von dem Stoff bin ich so begeistert, dass ich mir tatsächlich nochmal drei Meter bestellt habe. Lieferzeit acht Wochen – drückt mir die Daumen, dass er tatsächlich geliefert wird.

    Die farblich exakt passende Kette habe ich bei unserem Ausflug nach Stralsund bei Bijou Brigitte gefunden.

    Hach, wie ich das mag, wenn Sachen so gut harmonieren. Apropos Harmonie, in einer kühlen Jahreszeit kann ich das Kleid sicherlich auch noch zusammen mit diesem Pullover tragen, wie der direkte Vergleich mal ergab. Das linke Bild ist bereits im November 2023 entstanden.

    Weil das Kleid nun wirklich einen langen Entstehungsprozess mit riesigen Pausen hatte und der dazu passende Pullover bereits im Jahr 2023 fertig wurde, passt es auch gut zu Amberlights Party „Besser spät als nie“ und daher verlinke ich den Beitrag auch dort.

    Der Pullover besteht im oberen Teil aus einer von einer Freundin handgesponnenen Wolle und farblich dazu passend Lana Grossa Fashion Tweed. Anleitung gib es keine dazu, ich habe nach eigenem Gutdünken gestrickt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Knöpfe waren im Fundus meiner verstorbenen Mutter vorhanden, die 70er lassen grüßen. Von der Fashion Tweed habe ich noch knapp 1.500 Meter im Vorrat, da müsste sich auf jeden Fall noch ein Pullunder ausgehen. Und weil ich ja ein Faible für Kombinationen habe, möchte ich sie mit der Stella von Järbo kombinieren, die sich seit langem in meinem Vorrat befindet. Die Idee kam mir beim sortieren meiner Wollvorräte, als die beiden Garne zufällig nebeneinander lagen. Da ich von der Stella noch über 2.700 Meter habe, wäre nicht nur ein doppelfädig mit der Fashion Tweed verstrickter Pullover denkbar, sondern vielleicht wage ich mich an einen Mix aus den verschiedenen Garnstärken. Solche Kombinationen bewundere ich stets bei Nancymarchantbrioche auf Instagram. So sieht die Kombi aus:

    Und nun mache ich mich neugierig auf den Weg, was die anderen sich genäht, gestrickt oder sonst wie gewerkelt haben.