Heute haben wir das von unserer Ferienwohnung mit der weitesten Strecke zu erreichende Ausflugsziel angesteuert: Kap Arkona. Die Autofahrt verbrachte ich entspannt auf dem Beifahrersitz mit einer noch geheimen Handarbeit beschäftigt.
Auf dem Parkplatz von Kap Arkona und dem Fischerdorf Vitt angekommen, haben wir uns für eine Kutschfahrt statt eines zwei Kilometer langen Fußmarsches entschieden. Das war angesichts der sengenden Sonne und dem Fußweg auf offener Landschaft ohne nennenswerten Schatten eine gute Idee.

Auf diese Weise hatten wir genug Energie übrig, den höheren der beiden Leuchttürme zu besteigen und die fantastische Aussicht zu bewundern und fotografisch festzuhalten. Vorher führte uns der Weg aber durch das beschauliche Örtchen Putgarten, in dem es mehr Ferienhäuser als ständig bewohnte Häuser gibt. Dennoch hat der Ort seinen Reiz.


Und dann ging es endlich zu den berühmten Leuchttürmen. Davor ist noch das nicht mehr benötigte Leuchtfeuer nach einer Restaurierung in Betrieb, um die Funktionsweise einer Fresnel Linse hautnah zu erleben. Wirklich erstaunlich, welche Lichtfülle eine einfache „alte“ Energiesparlampe mit Hilfe der Fresnel Linse erreichen kann.



Sodann machten wir uns auf die 164 Stufen Aufstieg, immer einer Wendeltreppe folgend, die Aussicht belohnt auf jeden Fall die Mühe.






Beeindruckend war auch die Schwalberschar, die den Leuchtturm stetig umkreiste. Auf einigen Fotos könnt ihr sie entdecken.
Insgesamt ist es dort so wunderbar, dass sogar Blumen Smilies tragen.



Mit der Kutsche, die dort eine gute halbe Stunde auf ihre Gäste wartete, ging es weiter in Richtung Fischerdorf Vitt. Auf dem Weg dorthin kommt man an einem Denkmal zu Ehren des Malers Caspar David Friedrich, der sich auf Rügen häufiger aufhielt.

Weiter ging es in Richtung Fischerdorf Vitt, allerdings musste man die letzten 300 Meter doch zu Fuß zurücklegen. Verhältnismäßig viele Touristen sahen sich dort um, darum gibt es nur wenige Fotos.


Die Farbe des Anstrichs der Kapelle gab und gibt Anlass zu Streitereien. Bis vor wenigen Jahren war die Kapelle weiß gestrichen und in der Erinnerung der Anwohner von Vitt (ich glaube, es sind 18) war die Kapelle schon immer weiß. Im Zuge des Denkmalschutzes des ganzen Ortes hat allerdings „die Kirche“, also wohl die zuständige Obrigkeit, festgestellt, dass das Kirchlein ursprünglich in terrakottafarben angestrichen war und entsprechend ließen sie es gestalten. Das führte dazu, dass eben dieser Streit entbrannt, teilweise wurden in Nacht- und Nebelaktionen Flächen einfach wieder weiß gestrichen. Tja, mehr fällt mir dazu nicht ein.


Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Schlosshotel Spyker, das entgegen dem Wikipedia-Eintrag nicht mehr als Hotel genutzt wird, sondern wohl wieder zum Verkauf steht. Im Schloß gibt es ein Café, das noch betrieben wird, allerdings nur von Mittwoch bis Sonntag. So blieb nichts, als sich an dem Schloss von außen zu erfreuen.



Und dann machte sich unser energiesparendes Reisen mit der Pferdekutsche bezahlt, denn wir hatten noch genügend Energie, am Hafen Neu Mukran anzuhalten und zu bewundern, mit welchen Elementen die Norse Energi beladen wurde und wird. Die Köpfe der Offshore-Windanlagen sind riesiger, als ich es mir jemals hätte vorstellen können.


Im rechten Bild kann man bei genauem Hinsehen Menschen erkennen.




















