Kategorie: Reisen

  • 2.618 – Hamburg, Tag 2

    2.618 – Hamburg, Tag 2

    Den gestrigen Tag wollten wir mit einem Frühstück im Hauptbahnhof starten, allerdings sind wir auf dem Weg dorthin im Mitte Café Hamburg hängen geblieben. Dort haben wir ein wunderbares und sehr sättigendes Frühstück zu uns genommen.

    Das hat uns für unser nächstes Ziel gestärkt, das Panoptikum. Ein Teil der Überlegung hierzu war, dass es dort nicht so heiß wie draußen wein würde, gestern war nämlich der vermutlich heißeste Tag unserer Reise.

    Hierzu liefen wir erneut über die Reeperbahn – ich glaube, ich war in meinem Leben vorher noch nie so oft dort wie in diesem Urlaub. Gelernt haben wir, warum die „Presskuh mit Tomatentunke in Röstbrötchen“ Hamburger heißt.

    Das Panoptikum ist sehr empfehlenswert, das Arrangement der Figuren führt dazu, dass man manchmal nicht sicher ist, ob es eine Wachsfigur oder ein lebender Mensch ist. Hier ein paar Eindrücke davon:

    Insbesondere das Arrangement der Figuren Obama und Trump zeigt einen feinen Sinn für Humor.

    Weiter ging es erneut zu den Landungsbrücken, weil wir uns mit einer Fähre der HADAG zur Elbphilharmonie, kurz auch Elphi genannt, bringen lassen wollten. Auf dem Wasser ging ein angenehmens Lüftchen und dank Deutschlandticket sind wir die Strecke dann tatsächlich hin, zurück und hin gefahren.

    Noch bis Anfang Oktober ist der Eintritt für die Plaza kostenlos, man muss sich aber dennoch ein gedrucktes Ticket abholen. Inzwischen war ich so fertig von der Hitze, dass ich keine Fotos auf der Elphi gemacht habe, aber auf Instagram findet ihr unter dem #elbphilharmonie ca. 519 Tausend Beiträge.

    Danach – es war früher Nachmittag – hatten wir Hunger, wollten sitzen und hätten es gern kühler. Also fuhren wir zurück zur Europa-Passage und aßen dort beim Hanoideli sehr gut.

    Danach gönnten wir uns eine Auszeit im Hotel, bevor wir abends loszogen, das bunte Lichtertreiben auf der Reeperbahn zu erleben:

    Auch dieser Tag forderte uns viele Schritte ab und so sank zumindest ich relativ früh ins Bett.

  • 2.619 – Hamburg, Tag 1

    2.619 – Hamburg, Tag 1

    Wie vielleicht einige von euch wissen, kommt mP aus Hamburg. Und daher fahren wir häufiger in diese wunderschöne Stadt, die immer schon meine liebste Großstadt war. Ich kenne die Stadt nämlich von Kindesbeinen an, weil auch wir dort Verwandtschaft haben.

    Anfang August ist es immer so weit, wegen eines Geburtstags fahren wir eben auch nach Hamburg, allerdings ist dieses Mal das Setting ein anderes. Da mP diese Woche keinen Urlaub bekam und ich vorher mit einer Kollegin vereinbart habe, dass ich ihr Hamburg zeigen würde, bin ich gestern alleine losgefahren. Die Fahrt verlief relativ ereignislos, zwei Staus hatte ich, das nehme ich aber stoisch hin. Auf dem Weg dorthin sah ich ein Hiltiauto an einer Ladestation, kennt ihr die Memes vom #hiltipassat? Gestern jedenfalls sah ich einen elektrischen #hiltiskoda:

    Das Hotel, das wir uns für diese Reise ausgesucht haben, liegt direkt neben dem berühmten Hotel Atlantic, in dem Udo Lindenberg wohnt. Es ist das Ibis Alster Centrum. Nur 500 Meter vom Hauptbahnhof und 50 Meter von der Außenalster entfernt, liegt es ideal und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Meine Kollegin kam mit dem Zug und dennoch 😉 pünktlich an. Wir hatten also ab dem späten Nachmittag Zeit, mit dem Sightseeing zu beginnen, vorher hieß es aber, den aufziehenden Hunger zu bekämpfen. In einem Roman habe ich mal von „Frau Möller“ gelesen, so dass wir dieses Lokal testeten. Was soll ich sagen – es war so gut, dass wir für Sonntag Abend gleich einen Tisch bestellten.

    So gestärkt traten wir dann die Erkundungstour an. Zunächst liefen wir zur Außenalster und an ihrem Rand Richtung Innenstadt.

    Weiter ging es vorbei an der Binnenalster, …

    …durch die Alsterarkaden…

    …und dann am Rathaus (sorry, kein Foto gemacht, ich kann aber gern eins von früheren Reisen nachreichen) vorbei mit der S-Bahn zur Haltstelle Reeperbahn. Dort schlenderten wir drüber…

    und machten uns dann weiter zu Fuß auf zu den Landungsbrücken.

    Statt Tickets für eine der kostspieligen Hafenrundfahrten zu kaufen, haben wir uns in die Linie 62 der HADAG gesetzt und für wenig oder gar kein zusätzliches Geld – denn das Deutschlandticket hat dort Gültigkeit – in der Abendsonne bis nach Finkenwerder und zurück schippern lassen.

    Eigentlich hatten wir dann vor, uns die Reeperbahn noch bei Nacht anzusehen, aber unsere Füße waren der Meinung, dass eine längere Liegepause in Form von Nachtruhe gut tät, also sind wir von den Landungsbrücken mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof gefahren und die wenigen Meter zum Hotel gelaufen.

    Ein wundervoller Tag ging zu Ende und ich freue mich schon auf unsere heutigen Erlebnisse.

  • 2.622 – Montagsstarter

    2.622 – Montagsstarter

    Es gibt viel vom Wochenende zu erzählen. Wir waren in Bregenz bei den Festspielen. Bereits im Vergangenen September habe ich Karten für La Traviata auf der Seebühne erworben. Auch um ein Hotelzimmer habe ich mich zeitnah bemüht und daher hatten wir ein tolles Hotel. Wir waren im Hotel Schwärzler untergebracht. Nicht nur, dass der Service und das Ambiente überzeugen, am beeindruckendsten fand ich natürlich die Berkel, die dort neben dem Frühstücksbuffet steht und tatsächlich von den Gästen bedient werden darf und nicht nur Dekoobjekt ist.

    Unsere Platzwahl auf der Seebühne hatte das meiner Meinung nach beste Preis-Leistungs-Verhältnis, wir hatten sehr gute Sicht auf die Bühne:

    Musikalisch war es – wie immer in Bregenz – ein fantastisches Erlebnis. Leider regnete es zwischendrin. Aber glaubt mir, andere Menschen dabei zu beobachten, wie sie sich in diese windigen Plastikregenumhänge arbeiten, kann auch sehr, sehr amüsant sein.

    Vor dem großen Erlebnis haben wir noch im Wirtshaus am See mit einem ausführlichen Buffet gestärkt. Auch dies bekommt das Prädikat sehr empfehlenswert.

    Es gibt noch weitere Neuigkeite zu berichten. Von einer Nachbarin bekam ich eine UV-Lampe für Nägel geschenkt bekommen. Ich wollte schon lange mal diese Gel-Aufkleber ausprobieren. Wer, wie ich, immer schon ganz weiche Nägel hat, träumt wahrscheinlich ebenso wie ich davon, schöne, gepflegte Nägel zu haben. Die Press-Ons habe ich mal getestet, die sind aber leider so sehr gekrümmt, dass sie mir schon nach kurzer Zeit ein unangenehmes Gefühl in den Fingern bescheren. Das Problem sollte sich bei diesen Gel-Aufklebern ja nicht ergeben – so meine Überlegung.

    Letzte Woche war es dann endlich soweit, ich habe beim DM die UV-Gel-Stripes gekauft und inzwischen auch getestet. Was soll ich sagen – ich bin begeistert. Das Anbringen und feilen ging völlig problemlos. Nun warten wir mal ab, wie lange sie halten. Das Gefühl ist jedenfalls prima, das ich mit ihnen habe. Und auch das Aussehen gefällt mir sehr gut. Auf der Seite von Maniko (unbezahlte Werbung) gibt es eine schier unendliche Auswahl verschiedener Designs.

    Und nun zeige ich euch noch, wie ich den Lückentext von antetannis Montagsstarter ausgefüllt habe:

    ❶ So ein Tag wie wir ihn vergangenen Samstag hatten, dürfte es gern öfter geben.

    ❷ Dass es wieder einen terroristischen Anschlag mit einem Auto in eine Menschenmenge gegeben hat,  ist unglaublich unfassbar, mein Mitgefühl gilt den Opfern und Angehörigen.

    ❸ Dabei wird leider offenbar, dass das beste Sicherheitskonzept solche Anschläge nicht ausschließen kann.

    ❹ Das Sonntagsfrühstück im Hotel in Bregenz war für uns ein schöner Abschluss des gelungenen Ausflugs.

    ❺ Trotz der schrecklichen Nachrichten aus Berlin freue ich mich auf unseren nächsten Besuch der Bregenzer Festspiele im Jahr 2028.

    ❻ Letzten Sommer waren wir nicht in Bregenz, es wird nur alle zwei Jahre ein neues Stück gespielt und für einen Besuch jedes Jahr ist uns der Besuch zu kostspielig.

    ❼ Im Kalender steht diese Woche ab Mittwoch Urlaub, ich habe eine Reise nach Hamburg geplant und dann freue ich mich endlich wieder meinen Lieblingstur, das Planetarium, zu sehen.

    Und nun gehe ich mal sehen, was die anderen so geschrieben haben.

  • 2.632 – Freitagsfüller

    2.632 – Freitagsfüller

    Auch heute gibt es einen Lückentext von Barbara, an dem ich mich gern beteilige.

    1.  Gestern war es hier  soviele Grad angesagt, dass wir (weiter bei Punkt 2!)

    2.  Zzur Abkühlung das Angebot des Fürthermare genutzt haben und mit dem Hitzeticket zum halben Tagespreis dort einige erholsame Stunden verbracht haben.

    3.  Wenn es so warm ist, gibt es zur Abkühlung nur die Möglichkeit, sich in ein Bad oder auf einen Berg zu begeben. In Sachen Berg kann ich da den Wendelstein empfehlen, dort war ich schon mal oben, um auch dem Hund Abkühlung zu verschaffen. Damals wohnte ich allerdings auch nur 30 Autominuten davon entfernt.

    4.  Mein Schlafplatz wird ggf. durch ein mobiles Klimagerät*gekühlt, sonst kann ich mich nachts nicht erholen und bin dann zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen.

    5.  Der beste Durstlöscher ist vermutlich Wasser, wobei ich Schorlen lieber mag.

    6.   An heißen Tagen ist mein Lieblingssnack Erdbeerkaltschale*  .

    7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Grillen (aus Gründen auf dem Elektrogrill, es gab da mal ein Feuer und die Vermieterin von mP ist da etwas sensibel), morgen habe ich geplant, zusammen mit mP einen auf Kleinanzeigen ergatterten Schrank aus Schweinfurt zu holen und ein Sideboard in die Oberpfalz zu bringen und Sonntag möchte ich dann den Schrank einräumen, denn sein Kauf ist nötig, um Ordnung zu schaffen und einen Überblick zu erhalten!

    *Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

  • 2.641

    In einem meiner Beiträge über das Leipziger Wollefest habe ich euch diese Bilder gezeigt und dazu geschrieben:

    Ein echter Hingucker war auch diese Kreation. Ich habe von ihr eine Visitenkarte bekommen, finde sie aber gerade nicht, daher kann ich sie leider auch nicht verlinken.

    Und wie sagt ein altes Sprichwort: „Ein gutes Haus verliert nichts.“ Das trifft auch auf mein Haus respektive meine Wohnung zu – ich habe die Visitenkarte inzwischen gefunden. Verantwortlich für diese tolle Kreation ist Kira.Thingmaker, die auf Instagram zu finden ist. Damit ihr nicht eventuell enttäuscht seid, sie ist eine Cosplayerin, es ist also kein handarbeitstypischer Account.

  • 2.647 – Rügen, Tag 12 und 13

    2.647 – Rügen, Tag 12 und 13

    Am gestrigen Tag warf die heutige Abfahrt schon ihre Schatten voraus, es stand nämlich überwiegend Packen auf dem Plan.

    Dennoch haben wir noch mal einen Ausflug ans Meer gemacht und dabei auch noch dieses auch von Ulrich Müther errichtete Gebäude näher angesehen, das Inselparadies.

    Auch ein kurzer Spaziergang durch den mit Rosenduft erfüllten Kurgarten war noch drin.

    Zufälliges, aber gutes Timing brachte auch noch ein Abschiedsvideo vom rasenden Roland:

    Also dann: Auf Wiedersehen Rügen, wir kommen nächstes Jahr wieder.

  • 2.648 – Me made Mittwoch

    2.648 – Me made Mittwoch

    Der erste Mittwoch im Monat ist dem Me-made-Mittwoch gewidmet, Urlaub hin oder her. Allerdings hat der Urlaub den Vorteil, dass ihr nun Fotos meines genähten Wickelkleides aus dem Urlaub bekommt. An dieser Stelle Danke an cutiecakeswelt für den heutigen Me-made-Mittwoch.

    Genäht habe ich das Wickelkleid Wicky von der Schneiderakademie aus einer Viskosewebware von Swafing mit dem Titel Windows by Thorsten Berger in der Größe 48. Der Stoff lässt sich super verarbeiten und ist absolut knitterfrei. Besonders bei den warmen Temperaturen der letzten Tage hat er sich sehr bewährt, er bringt ein leichtes Tragegefühl.

    An dem Schnitt des Kleides gefallen mir die Raglanärmel besonders gut. Im Rücken musste ich es um zwei cm kürzen, das ist aber bei Kleidung für mich normal.

    Angefangen habe ich das Kleid bereits vergangenes Jahr, dann lag es ein bisschen herum und weil ich dann beim Weiternähen nicht mehr genau wusste, wie die fast quadratischen Vorderteile des Rocks gehören habe ich mich zielsicher für die falsche Seite entschieden. Das sah dann am Kleid ziemlich blöd aus und es hing als mahnendes Beispiel monatelang offen herum. Auch das Einkräuseln ist mir zunächst nicht gut gelungen, also habe ich vor wenigen Wochen begonnen, den Rockteil und die Taschen vom Oberteil abzutrennen und alles richtig zusammenzusetzen. Und nun eine Flut von Bildern, entstanden auf Karls Erdbeerhof, in Prora und vor der Aalkate in Baabe.

    An den Ärmeln habe ich entgegen der Anleitung keine aufwändigen Manschetten genäht, sondern lediglich ein festes Bündchen, durch das meine schmalen Hände einfach so durchpassen.

    Obendrein habe ich das Oberteil auf einer Länge von ca. 10 cm vom Ausschnitt abwärts zusammengenäht, damit der Ausschnitt nicht weit aufklafft.

    Fazit: Ich werde mir noch ein Wickelkleid nähen, einen entsprechenden Stoff habe ich noch im Vorrat, aber ich werde es eine Nummer kleiner und mir kurzen Ärmeln nähen. Und ich gehe mal tief in mich, ob ich es als Wickelkleid oder vielleicht mit einem Gummizug als „Drüberziehkleid“ gestalten möchte. Und von dem Stoff bin ich so begeistert, dass ich mir tatsächlich nochmal drei Meter bestellt habe. Lieferzeit acht Wochen – drückt mir die Daumen, dass er tatsächlich geliefert wird.

    Die farblich exakt passende Kette habe ich bei unserem Ausflug nach Stralsund bei Bijou Brigitte gefunden.

    Hach, wie ich das mag, wenn Sachen so gut harmonieren. Apropos Harmonie, in einer kühlen Jahreszeit kann ich das Kleid sicherlich auch noch zusammen mit diesem Pullover tragen, wie der direkte Vergleich mal ergab. Das linke Bild ist bereits im November 2023 entstanden.

    Weil das Kleid nun wirklich einen langen Entstehungsprozess mit riesigen Pausen hatte und der dazu passende Pullover bereits im Jahr 2023 fertig wurde, passt es auch gut zu Amberlights Party „Besser spät als nie“ und daher verlinke ich den Beitrag auch dort.

    Der Pullover besteht im oberen Teil aus einer von einer Freundin handgesponnenen Wolle und farblich dazu passend Lana Grossa Fashion Tweed. Anleitung gib es keine dazu, ich habe nach eigenem Gutdünken gestrickt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Knöpfe waren im Fundus meiner verstorbenen Mutter vorhanden, die 70er lassen grüßen. Von der Fashion Tweed habe ich noch knapp 1.500 Meter im Vorrat, da müsste sich auf jeden Fall noch ein Pullunder ausgehen. Und weil ich ja ein Faible für Kombinationen habe, möchte ich sie mit der Stella von Järbo kombinieren, die sich seit langem in meinem Vorrat befindet. Die Idee kam mir beim sortieren meiner Wollvorräte, als die beiden Garne zufällig nebeneinander lagen. Da ich von der Stella noch über 2.700 Meter habe, wäre nicht nur ein doppelfädig mit der Fashion Tweed verstrickter Pullover denkbar, sondern vielleicht wage ich mich an einen Mix aus den verschiedenen Garnstärken. Solche Kombinationen bewundere ich stets bei Nancymarchantbrioche auf Instagram. So sieht die Kombi aus:

    Und nun mache ich mich neugierig auf den Weg, was die anderen sich genäht, gestrickt oder sonst wie gewerkelt haben.

  • 2.649 – Rügen, Tag 11

    2.649 – Rügen, Tag 11

    Heute haben wir das von unserer Ferienwohnung mit der weitesten Strecke zu erreichende Ausflugsziel angesteuert: Kap Arkona. Die Autofahrt verbrachte ich entspannt auf dem Beifahrersitz mit einer noch geheimen Handarbeit beschäftigt.

    Auf dem Parkplatz von Kap Arkona und dem Fischerdorf Vitt angekommen, haben wir uns für eine Kutschfahrt statt eines zwei Kilometer langen Fußmarsches entschieden. Das war angesichts der sengenden Sonne und dem Fußweg auf offener Landschaft ohne nennenswerten Schatten eine gute Idee.

    Auf diese Weise hatten wir genug Energie übrig, den höheren der beiden Leuchttürme zu besteigen und die fantastische Aussicht zu bewundern und fotografisch festzuhalten. Vorher führte uns der Weg aber durch das beschauliche Örtchen Putgarten, in dem es mehr Ferienhäuser als ständig bewohnte Häuser gibt. Dennoch hat der Ort seinen Reiz.

    Und dann ging es endlich zu den berühmten Leuchttürmen. Davor ist noch das nicht mehr benötigte Leuchtfeuer nach einer Restaurierung in Betrieb, um die Funktionsweise einer Fresnel Linse hautnah zu erleben. Wirklich erstaunlich, welche Lichtfülle eine einfache „alte“ Energiesparlampe mit Hilfe der Fresnel Linse erreichen kann.

    Sodann machten wir uns auf die 164 Stufen Aufstieg, immer einer Wendeltreppe folgend, die Aussicht belohnt auf jeden Fall die Mühe.

    Beeindruckend war auch die Schwalberschar, die den Leuchtturm stetig umkreiste. Auf einigen Fotos könnt ihr sie entdecken.

    Insgesamt ist es dort so wunderbar, dass sogar Blumen Smilies tragen.

    Mit der Kutsche, die dort eine gute halbe Stunde auf ihre Gäste wartete, ging es weiter in Richtung Fischerdorf Vitt. Auf dem Weg dorthin kommt man an einem Denkmal zu Ehren des Malers Caspar David Friedrich, der sich auf Rügen häufiger aufhielt.

    Weiter ging es in Richtung Fischerdorf Vitt, allerdings musste man die letzten 300 Meter doch zu Fuß zurücklegen. Verhältnismäßig viele Touristen sahen sich dort um, darum gibt es nur wenige Fotos.

    Die Farbe des Anstrichs der Kapelle gab und gibt Anlass zu Streitereien. Bis vor wenigen Jahren war die Kapelle weiß gestrichen und in der Erinnerung der Anwohner von Vitt (ich glaube, es sind 18) war die Kapelle schon immer weiß. Im Zuge des Denkmalschutzes des ganzen Ortes hat allerdings „die Kirche“, also wohl die zuständige Obrigkeit, festgestellt, dass das Kirchlein ursprünglich in terrakottafarben angestrichen war und entsprechend ließen sie es gestalten. Das führte dazu, dass eben dieser Streit entbrannt, teilweise wurden in Nacht- und Nebelaktionen Flächen einfach wieder weiß gestrichen. Tja, mehr fällt mir dazu nicht ein.

    Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Schlosshotel Spyker, das entgegen dem Wikipedia-Eintrag nicht mehr als Hotel genutzt wird, sondern wohl wieder zum Verkauf steht. Im Schloß gibt es ein Café, das noch betrieben wird, allerdings nur von Mittwoch bis Sonntag. So blieb nichts, als sich an dem Schloss von außen zu erfreuen.

    Und dann machte sich unser energiesparendes Reisen mit der Pferdekutsche bezahlt, denn wir hatten noch genügend Energie, am Hafen Neu Mukran anzuhalten und zu bewundern, mit welchen Elementen die Norse Energi beladen wurde und wird. Die Köpfe der Offshore-Windanlagen sind riesiger, als ich es mir jemals hätte vorstellen können.

    Im rechten Bild kann man bei genauem Hinsehen Menschen erkennen.

  • 2.650 – Rügen, Tag 10

    2.650 – Rügen, Tag 10

    Heute schliefen wir erst aus, bevor wir ein Spätstück zu uns nahmen und weiterhin nichts taten, denn es regnete. Dann legten wir uns zu einem Nickerchen hin und beschlossen dann, dass heute der richtige Tag ist, um dem Kaufhaus Stolz einen Besuch abzustatten.

    In diesem Kaufhaus findet man ALLES. Kleidung, Schuhe, Wolle, Drogerieartikel, Haushaltswaren, Strandzubehör, Spielzeug, Souvenirs und bestimmt noch vieles mehr. Entsprechend dem Wetter war es gut besucht, wir waren offenbar nicht die einzigen mit dieser Idee.

    Bei der Wolle (der Marken Ricodesign, Gründl und Regia Sockenwolle) blieb ich standhaft, aber in Sachen Mitbringsel für die Daheimgebliebenen und für uns sind wir fündig geworden.

    Eine wirklich gute Idee finde ich die Beschriftung der Kleiderhaken in den Ankleidekabinen:

    Mehr gibt es heute nicht zu berichten, mehr haben wir heute nicht erlebt.

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“

  • 2.651 – Rügen, Tag 9

    2.651 – Rügen, Tag 9

    Heute sollte es ein besonders heißer Tag werden, mindestens so wie gestern. Wir hatten aber schon am vergangenen Donnerstag die Idee, mit einem Adler-Schiff die Rundfahrt von Göhren über Sellin, Binz, vorbei an Sassnitz und am berühmten Kaiserstuhl zurück nach Göhren zu unternehmen. Um 11:00 Uhr ging es an der Brücke von Göhren los, wir waren pünktlich dort. Dank unseres Ausflugs am Tag zwei wussten wir ja auch genau, wo die Fahrräder in der Nähe der Seebrücke geparkt werden konnten.

    Nun, was gibt es zu erzählen. Nicht viel. Wir nahmen auf dem Schiff Plätze ein – erst außen, dann innen, denn es sah stark nach Gewitter aus (und einen Blitz hatten wir auch gesehen). Gewittert hat es nicht, lediglich ein paar wenige Tropfen fielen vom Himmel. Das Schiff war aber nicht so stark besucht, so dass wir jederzeit draußen einen guten Stehplatz zum Fotografieren gefunden haben. So haben wir auf dem Schiff etwas gegessen, getrunken, gesessen, geschaut und ich habe auch noch gestrickt.

    Dieses Schiff haben wir lange beobachtet, es kam immer näher. Wir rätselten, welche Bewandnis es mit diesem Schiff auf sich hat und dank der App Marine Traffic konnten wir es identifizieren, es ist die Norse Energi. Die Norse Energi ist ein hochmodernes Errichterschiff für Offshore-Windkraftanlagen (WTIV) des belgischen Ingenieur- und Umweltkonzerns DEME. Es gehört zu den weltweit größten Spezialschiffen seiner Art und ist maßgeblich an der Umsetzung großer europäischer Offshore-Windparks beteiligt.

    Auch in Baabe gibt es ein Bauwerk des berühmten Bauingenieurs Müther, das man von der See aus besonders gut sehen kann, nämlich die Gaststätte Inselparadies. Jetzt ist da ein Lokal „Mynt“ drin, mal sehen, ob wir noch einen Besuch dort in unseren Urlaub einbauen können.

    Mein Stricken führte dazu, dass eine Dame ein Gespräch mit mir begann und sehr begeistert davon sprach, dass sie Bananensocken und Spiralsocken stricken würde, die würden so hervorragend passen. Sie macht bei einem Adventskalender mit und da sind wohl die Spiralsocken ideal, weil sie ja nicht für eine bestimmte Schuhgröße gestrickt werden, sondern universell passen. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren.

    Und so ging ein schöner und körperlich wenig anstrengender (naja, die Hitze alleine fordert schon viel Energie) Tag zu Ende.

    Das Beitragsbild stammt von Mario und trägt den Titel „Übersichtskarte der Infrastruktur auf der Insel Rügen“