Autor: Sabine

  • 2.748 – Wollmarkt Hirschaid

    Gestern habe ich dem Wollmarkt Hirschaid einen Besuch abgestattet. Hirschaid ist von mP aus sehr gut mit dem ÖPNV erreichbar und dank des Deutschlandtickets sind mir dafür auch keine gesonderten Kosten entstanden. Vom Bahnhof Hirschaid aus fuhr ein Shuttlebus direkt zur Regnitzarena, die ca. einen Kilometer vom Bahnhof entfernt ist.

    Der Eintritt war mit 6,00 € an der Tageskasse (5,00 € im Vorverkauf) sehr moderat. Auch das Essensangebot war preislich völlig in Ordnung und sehr gut organisiert, man konnte Wertkarten kaufen und auf die Weise entfiel an den Essensständen das Hantieren mit dem Geld. Ausreichend Sitzgelegenheiten waren auch gegeben, so dass man auch plaudern und stricken konnte, ohne den Eindruck zu haben, jemand anderer bräuchte den Sitzplatz dringender, um essen zu können.

    Dem Ausstellerverzeichnis konnte man entnehmen, dass es viel um natürliche Fasern und Pflanzenfärbungen geht. Insgesamt fiel mir auf, dass sowohl bei den verkauften Garnen als auch bei den getragenen Strickstücken deutlich weniger „krachige“ Farben vertreten waren als noch vor einigen Jahren. Mal sehen, ob das kommendes Wochenende beim Leipziger Wollefest anders sein wird, oder ob es ein übergreifender Trend ist.

    Es gab aber auch krachbunte Sachen, beispielsweise diese Wollschalen aus dem 3D-Drucker:

    Sehr gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Ute von Wasserwolle. Wir werden uns in Leipzig auch sehen und dann kaufe ich das neue Buch doch (da habe ich dann auch einen größeren Rucksack dabei!).

    Gekauft habe ich natürlich auch etwas, nämlich einen Bobbel von Trofis Laden:

    Hier noch eine Galerie weiterer von mir gemachter Bilder:

    Sehr gelungen fand ich auch die Idee, das Frauenhaus Bamberg zu unterstützen, es gab an deren Stand viel zu entdecken:

    Fazit: Es war eine tolle Veranstaltung und ich werde sie gern nächstes Jahr wieder besuchen.

  • 2.751

    Es ist entschieden, ich werde den Pullunder ribbeln. Allerdings gar nicht ganz, sondern bis zum oberen Rand. Erstens gefällt mir der bunte Strang Pitahaya nicht mehr in diesem Strickstück und auch das krachige Grün verbanne ich daraus. Stattdessen werde ich noch passende Wollmeisenstränge dazu kaufen oder im Stash finden.

    Der Pullunder oder die Tunika wird nicht mehr in einem rechts-links-Wechsel gestrickt werden, das zieht sich schließlich immer zusammen. Seht mal, wie das aussieht, wenn es nur locker über einem Bügel hängt.

    Stattdessen werde ich also glatt rechts stricken und vermutlich die Schräge der Farben mit verkürzten Reihen bilden. Welche Farben es werden, werde ich sehen, ich bin ja auf dem Leipziger Wollfest dieses Jahr, vielleicht finde ich schon da etwas am Wollmeisenstand, ansonsten halt beim Sale der Wollmeise. Oder vielleicht bringt mir der Osterhase schon einen passenden Strang im Osterwichtelpaket.

    Für die Wolle der Farbe Pitahaya habe ich bereits auch eine Idee, denn es gibt noch ein Tuch, das ich ausschließlich zu dem Pullunder getragen habe: Zeenas Rüschen. Auch das werde ich ribbeln und schon habe ich zwei Stränge für ein schönes, großes Tuch.

  • 2.752

    Wichteln ist eine nette Beschäftigung für Kinder. Und auch für Erwachsene. Jedenfalls gibt es verschiedene Wichtelgruppen und -events auf Ravelry. Aktuell bin ich in einer Osterwichtelgruppe der Wollmeisengruppe von Ravelry, dort sind inzwischen alle Pakete versandt worden.

    Mein vergangenes Wichteln war in der selben Gruppe zum Weihnachtswichteln – ich habe dort erstmalig mitgemacht. Maßgabe ist immer, dass man einen Strang Wollmeise verschenkt und dann noch weitere Nettigkeiten hineinverpackt, gern auch etwas selbstgemachtes.

    Das hat mein Wichtelkind von mir bekommen:

    Und diese Kostbarkeiten habe ich erhalten:

    Es macht mir sehr viel Spaß und Freude, sowohl das Paket zusammen zu stellen als auch ein mit Liebe ausgesuchtes Päckchen zu erhalten. Am Ostersonntag werden die Osterwichtelpakete ausgepackt, daheim bei mir angekommen ist es bereits:

  • 2.753

    Im Zusammenhang mit meiner Rente beschäftigt mich die Kleiderfrage. Ich arbeite in einem Umfeld, in dem es auf gepflegte Business-Kleidung ankommt, zumindest an den Tagen, an denen ich vor Ort bin. Da wir aber auch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens haben und ich verhältnismäßig weit weg von meinem Arbeitsort wohne, nutze ich das gern. Bleiben also nur ca. 50 % der Arbeitszeit vor Ort. Natürlich habe ich einen sehr reichhaltig ausgestatteten Kleiderschrank – mir macht Kleidung kaufen und tragen (und auch selber nähen und stricken oder häkeln) sehr viel Spaß. Allerdings gehörte ich noch nie zu den Menschen, die sich jährlich neu einkleideten, sondern ich trage meine Kleidung auch über mehrere Jahre hinweg. Das ist möglich, weil ich zumeist hochwertige Kleidung kaufe (nicht teuer, das ist etwas anderes, ich lege Wert auf Qualität der Materialien und der Verarbeitung) und eben auch weil ich viel habe und somit die einzelnen Stücke seltener eingesetzt werden.

    Aber schön langsam muss ich mich an den Gedanken gewöhnen, dass ich in meiner Ruhestandsphase deutlich weniger geschäftsmäßige Kleidung benötigen werde.

    Bereits jetzt werde ich also versuchen, mich bei Neukäufen daran zu orientieren, dass ich nicht mehr für die nächsten zehn Jahre planen muss. Ein grober Überschlag ergab übrigens, dass ich noch ca. 800 Tage vor Ort sein werde. Zugrunde legend, dass ein Kleidungsstück mindestens 30 mal getragen werden sollte, um sich von ökologisch und ökonomisch bedenklicher Fast Fashion zu lösen, würde ich rein rechnerisch nur noch lediglich 27 verschiedene Teile jeder „Gattung“ wie Oberteil, Hose bzw. Rock etc. benötigen. Ein kritischer Blick in meinen Kleiderschrank ergibt: das habe ich bei den Oberteilen auf jeden Fall bereits im Schrank hängen.

  • 2.754

    Alles hat seine Zeit, so auch die krachbunten Strickstücke, die ich noch vor über zehn Jahren produziert habe. Im April 2012 war die erste Version des Pullunders „Schief ist schön II“ fertig. Es ist eine Anleitung aus der Zeitschrift Verena Stricken Frühjahr 2012. Auf der Seite dieser Anleitung auf Ravelry ist im übrigen meine erste Version dieser Anleitung zu sehen – die geriet mir damals zu groß und wurde von mir direkt verschenkt. Hier geht es aber um die zweite Version, gestrickt aus Twin und Pure von der Wollmeise in den Farben Wasabi, Himbeere und Pitahaya.

    Im November 2021 habe ich dann aus Gründen zunehmenden Körpervolumens noch unten aus Wollmeise Birdies in den Farben Wasabi, Himbeere und Bussi drei Streifen angestrickt. Das hat allerdings nur bedingt geholfen, vorteilhaft sah es dennoch nicht aus, also trug ich den Pullunder nur noch daheim. Auch die Farbkombination entspricht einfach nicht mehr meiner Persönlichkeit.

    Bei Instagram habe ich eine Umfrage gestartet, was mit dem Projekt passieren soll. Zur Auswahl stehen (noch die nächsten zwei Tage) folgende Optionen:

    • Tauschen gegen einen Strang DK von Wollmeise?
    • Aufribbeln?
    • Verschenken?
    • Wegwerfen?

    Ich bin gespannt, wie das Endergebnis ausfällt und werde auch hier darüber berichten.

  • 2.756

    Höffner und die AfD: Es gibt eine Parteispende an die AfD in Höhe von 18.000,00 € im letzten Jahr des Unternehmers, dem auch das Möbelhaus Höffner gehört. Nun gibt es in unmittelbarer Nähe des Wohnorts von mP einen Höffner und bei dem haben wir erstens schon mal etwas gekauft und zweitens auch im dortigen Selbstbedienungsrestaurant etwas gegessen. Dort arbeiten übrigens durchaus viele Menschen mit Migrationshintergrund, das lässt sich leicht an deren Art, Deutsch zu sprechen, erkennen.

    Bei einem dieser Käufe habe ich mir dann auch eine Kundenkarte ausstellen lassen, weil es damit weitere Rabatte gab. Nun merkt die Firma Höffner ja gar nicht, wenn ich sie boykottiere. Aber ich denke, sie merken die Wirkung ihrer Taten, wenn ich die Kundenkarte kündige und zwar mit der Begründung, dass ich das wegen der Parteispende an die AfD mache. Dazu findet sich in den Kundenkarten-AGBs folgender Satz: „7.1 Sie können die Teilnahme am Programm der HÖFFNER KUNDENKARTE jederzeit ohne Einhaltung einer Frist durch Mitteilung an HÖFFNER beenden.“ Eine E-Mail mit folgendem Text habe ich also an die E-Mail Adresse onlineservice@hoeffner.de gesendet:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit Erstaunen und Entsetzen habe ich aus den Medien erfahren, dass Ihr Firmenverbund eine Parteispende in Höhe von 18.000,00 € an die AfD getätigt hat. Dies irritiert insofern besonders, als dass ich aus eigener Anschauung weiß, dass in Ihrem Haus in Fürth im Restaurant viele Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigt sind. Das erkennt man insbesondere an deren Art Deutsch zu sprechen. 

    Da ich keinerlei Kontakt zu einer Firma haben möchte, die die Ziele der AfD unterstützt – und das tun Sie automatisch mit einer Parteispende – kündige ich mit sofortiger Wirkung meine Kundenkarte mit der Nummer XXXXXXXXXX und fordere Sie auf, alle Daten, die Sie über mich gespeichert haben, umgehend zu löschen. Ich erwarte eine entsprechende Bestätigung per Mail spätestens bis zum 30.03.2026.

    Mit Grüßen

    Sabine Ruhsamer

    Wenn nun einige meinem Beispiel folgen wollen, können wir als Konsumenten zeigen, welche Macht wir haben.

    Übrigens boykottiere ich aus dem selben Grund inzwischen auch Produkte von Müller Milch (Produkte aus den Unternehmen Molkerei Berchtesgadener Land und Alpenhain) sind meines Erachtens (m.E.) gute Alternativen.

    Indifferent bin ich hingegen bei Produkten der Firma Trigema. Einerseits ist es ja durchaus lobenswert, lokal zu produzieren, andererseits ist deren ehemaliger Chef und Unternehmer Wolfgang Grupp der AfD als Koalitionspartner für die CDU nicht abgeneigt, obwohl auch sein Unternehmen mit vielen Menschen mit Migrationshintergrund wirtschaftliche Erfolge erzielt hat. Da ist es doch tatsächlich besser, wenn man dann seine Kleidung bei Manomama einkauft, das Unternehmen scheint mir ethisch einwandfrei zu sein.

    Insgesamt ist bei der Thematik viel Luft nach oben, auch ich habe mich noch nicht abschließend über alles informiert, diese Seite bietet gute Anhaltspunkte dafür. Mal sehen, welche Firmen ich noch als boykottwürdig identifiziere.

    Wir sind mehr!

    Und nun wünsche ich allen einen angenehmen Sonntag Nachmittag!

  • 2.757

    Vorgestern habe ich versprochen, ein weiteres Projekt aus mehreren Garnen vorzustellen. Noch ist es nicht angestrickt, aber allein die Garnkombination macht mich selber neugierig.

    Es geht um die Garne Fashion Tweed von Lana Grossa

    und Stella von Järbo.

    Von der Fashion Tweed habe ich noch knapp 1.500 Meter im Stash, das müsste für einen Pullover reichen und von der Stella ist noch deutlich mehr vorhanden.

    Auf die Idee, beide zu mischen, kam ich, weil ich gedanklich auf der Suche war, von welchen Garnen ich mich trennen könnte. Da ich aus der Fashion Tweed ja bereits einen Pullover gestrickt habe, in Kombination mit einem geschenkten handgesponnenen Garn, weiß ich, dass sich die Qualität gut verstrickt und inzwischen kann ich auch die Trage- und Wascheigenschaften nur positiv bewerten. Wie gesagt bzw. geschrieben habe ich gedanklich meinen Stash aussortiert und fand die Aussicht, nochmal die gleiche Wolle zu verstricken wenig reizvoll. Und eine weitere Überlegung ging dahin, die seit mindestens 10 Jahren vorhandene Stella auch aus meinem Stash zu verbannen. Und wie die beiden Garne so nebeneinander liegen, fällt es mir wie Schuppen von den Augen – die Farbkombination ist genial. Die Farben der Stelle finden sich alle in der Fashion Tweed wieder, sowohl das lila der Hauptfarbe der Fashion Tweed als auch die anderen Farben der Stella in den Tweed-„Bobbeln“ der Fashion Tweed. Das habe ich als gute Inspiration gewertet und habe beide Garne schnell wieder in ihren Lagerplatz geräumt. Nix wird destashed!

    Ich bin schon jetzt auf das Ergebnis gespannt, aber vorher habe ich noch einige andere Projekte gedanklich in der Planung. Vielleicht sollte ich mir ein Ziel setzen, ab wann ich diesen Pullover oder auch diese Strickjacke stricke? Zunächst muss ich ja mal eine passende Anleitung finden und eine Maschenprobe erstellen.

  • 2.758 – Decke aus gehäkelten Mosaik-Quadraten

    Immer wenn ich handarbeitenden Menschen im ÖPNV treffe, freue ich mich, schließlich bin ich auch eine begeisterten Handarbeitende auf meinen Pendelfahrten.

    Vergangenen Dienstag saß eine junge Frau in der U-Bahn in München neben mir und häkelte dieses schöne Stück.

    Sie erzählte, dass das eine Decke wird aus ca. 200 Quadraten, 20 fertig hätte sie schon. Die Anleitung stammt von einem Youtube-Video und natürlich habe ich mich auf die Suche danach gemacht:

    Falls also jemand die Idee aufgreifen möchte, hier findest du alles dafür.

  • 2.759

    Stricken sollte eine antizyklische Tätigkeit sein, d. h. man strickt idealerweise im Sommer für den Winter und im Winter für den Sommer. Leider klappt das für mich nicht sehr. Aber ich habe mir vorgenommen, den Pullover „The Classic“ jetzt nicht bis zum Herbst wegzulegen, sondern brav daran weiter zu stricken. Es ist ja auch nicht mehr so viel, was fehlt:

    Nach wie vor bin ich begeistert von der Idee, mehrere verschiedene Garne zusammen zu verstricken. Dies war die Ausgangssituation:

    Und natürlich habe ich schon wieder Ideen für weitere Projekte. Eins davon möchte ich euch bald vorstellen.

  • 2.760

    Bei meinem Ausflug in die Welt von C&A gab es weitere Strickpullover zu sehen.

    Diese hier erinnerten mich sowohl von der Art als auch von der Farbauswahl sehr an die 50er Jahre:

    Stellt euch dazu einen farblich passenden Tellerrock vor und schon ist das Outfit perfekt.

    Bei dem Blog beswingtes Allerlei findet sich eine Anleitung für einen ähnlichen Pullover.