Wer wissen möchte, was die Zahlen in den Überschriften der Blogeinträge bedeuten, kann sich gern hier informieren.

  • 2.741 – Wollefest Leipzig I

    2.741 – Wollefest Leipzig I

    Vergangenes Wochenende war es soweit, das das 16. Wollefest Leipzig fand statt.

    Vielleicht können sich manche noch an die Anfänge erinnern, damals eine Outdoorveranstaltung im Agra Park Leipzig. Hier habe ich im Jahr 2013 meinen ersten Auftritt aus Ausstellerin gehabt. Leider hat es am Sonntag so geregnet, dass wir vorzeitig abbrechen mussten.

    Zeltstand von Zeenas Wollfühl-Oase auf dem Wollefest in Leipzig 2013

    Im Jahr darauf zog dann die Veranstaltung in die Glashalle der Leipziger Messe, auch dort war ich als Ausstellerin dabei, wie auch in einigen Jahren danach. Hier die Bilder aus dem Jahr 2014:

    Inzwischen ist das Fest zu einem fest etablierten Bestandteil in der Welt der Stoff- und Wollverrückten geworden.

    Erstmalig war ich vergangenes Wochenende als reine Besucherin da und war überrascht, welches Gedränge herrscht. Oftmals kam ich gar nicht an die Stände richtig hin, um so von ihren vorteilhaften Seiten zu fotografieren, weil sie von Kundschaft umlagert waren, die natürlich Vorrang hat. Dennoch möchte ich hier ein paar Eindrücke vermitteln.

    Es gab viele bekannte Gesichter auf Seiten der Aussteller. Aber auch mir bis dato unbekannte Färber*innen. Beispielsweise Maibellespflanzenfarben:

    Der nächste Wollstand, den wir besuchten, war der Stand von Mrs. Green-Kreativ. Sie ist sehr gut bekannt mit meiner Reisebegleitung, beide treffen sich regelmäßig in Bad Aibling.

    Bei Schnurstricks hat ein ausgefallener Wollabroller meine Aufmerksamkeit erregt und die Info, dass es in dem Grün nur noch diesen gäbe, habe ich mich auch prompt zum Kauf durchringen können. Ich glaube, ich muss mich doch mal mit 3D-Druck intensiver beschäftigen.

    Überhaupt sind Objekte aus dem 3D-Drucker inzwischen fester Bestandteil auf solchen Wollmessen, wie mir bereits auf dem Wollmarkt Hirschaid aufgefallen ist. Auch in Leipzig gab es bunte Wollschalen, sogar noch origineller als die in Hirschaid. Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, an welchem Stand ich sie gesehen habe. Vielleicht weiß das jemand meiner Leserschaft, ein Kommentar wäre dann toll.

    Überhaupt erschlägt einen die Fülle der Angebote. Dabei habe ich bewusst nur Stände betrachtet, die Wolle angeboten haben. Alle Stände mit Stoff, Schmuck, Krimskrams, Knöpfen usw. habe ich achtlos liegen lassen.

    Von Locoporella konnte ich gerade noch ein Foto machen, bevor immer mehr Kunden in ihren Stand strömten. Sie hatte neben ihren wunderschönen Garnen auch ihr Buch „Stricken mit handgefärbten Garnen“ dabei und jeder, der für mehr als 100,00 € einkaufte, bekam eins geschenkt. Aber da ich mich sowohl beim Wollekauf in Zurückhaltung üben möchte als auch meine Zugfahrt nach Hause nicht mit einem zusätzlichen Gewicht eines Buches belasten wollte, ließ mich dieses Angebot kalt.

    Bei Dornröschens Keller gibt es nicht nur Wolle, sondern auch mir praktisch wirkende Projekttaschen:

    Erst kürzlich habe ich mir das E-Book zu so einer Projekttasche auf Etsy gekauft, weil ich die Form so faszinierend finde. Dort noch Henkel anzubringen, ist eine gute Idee. Wenn ich damit meine Erfahrungen gemacht habe, werde ich natürlich hier berichten. Projekttaschen in dieser Form (schräge Reißverschlussführung, um eine Art „Körbchen“ beim Auseinanderklappen zu erreichen) gab es auf dem Wollfest auch in Leder, leider sehr, sehr hochpreisig. Auch hier weiß ich nicht mehr, an welchem Stand ich es gesehen habe.

    Später trafen wir beim Globus (der Supermarkt neben der Messe) im Gastro-Bereich eine Dame, die genau diese Tasche hat und sagte, sie wäre nicht ganz so praktisch, wie sie es sich vorgestellt hat, weil der Stoff an der Seite nicht so hoch ist und dadurch beim Öffnen der Tasche manchmal Stricksachen herauspurzeln. So habe ich die Erklärung zumindest verstanden. Wie auch immer, 160,00 € für eine Projekttasche werde ich sicherlich nicht ausgeben. Davon kann ich ja schon den nächsten Wollfestbesuch bestreiten.

    Ausgesprochen toll finde ich die Idee von „Undoyarn“, zu deutsch „Rückgängig gemachtes Garn“. Neben Kursen zum Reparieren und Selbermachen bietet Undoyarn auch Garne an, die aus geribbelten Strickstücken bestehen.

    So, für heute war es das, morgen werde ich vom weiteren Rundgang berichten. Bleibt gespannt. Für eine Übersicht über alle Beiträge zum Thema Wollefest Leipzig könnt ihr diesen Link anklicken.

  • 2.745

    Heute vor 13 Jahren, also vor 4.748 Tagen, war ich das erste Mal auf der h+h cologne, der Fachmesse für Handarbeiten und Hobby in Köln. Aus Zeit- und Kostengründen habe ich nicht in Köln übernachtet, sondern bin ich sehr früh mit dem ICE nach Köln gefahren und sehr spät wieder daheim gewesen. Das habe ich in den Folgejahren jeweils anders gemacht. Aber der Messebesuch war beeindruckend, ich war überwältigt von den Inspirationen, die ich dort gesammelt habe.

    Eine Auswahl der damals von mir gemachten Fotos könnt ihr hier sehen. Was galt damals als Trend? Was hat sich durchgesetzt, was ist gefloppt? Was ist nach wie vor aktuell, also zeitlos?

    Noch kann ich es nicht lassen, dieses Mal hat die KI folgendes Bild für diesen Beitrag generiert:

  • 2.746

    Gestern Abend war es soweit, der erste Project C. Crafty Club hat bei Ludwig Beck Kurzwaren & Wolle stattgefunden.

    Auf dem Weg dorthin begleiteten uns schon bunt beleuchtete Kräne:

    Für 18,62 € konnte man sich ab Anfang März ein Ticket sichern, diese waren aber sehr schnell ausverkauft. Ab 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr bekam man exklusiven Zugang zu dem Laden. Versprochen waren Häppchen und ein Goody-Bag und natürlich ein reger Austausch über Handarbeiten. Zusätzlich gab es noch 15% Rabatt auf Einkäufe. In einer Mail am Veranstaltungstag wurde explizit darauf hingewiesen, dass das Mitbringen eigener Handarbeiten an diesem Abend ausdrücklich erwünscht ist.

    Die Auswahl an Kurzwaren ist unfassbar groß, und auch bei der Wolle setzt Ludwig Beck auf ein sehr gutes Sortiment hochwertiger Garne.

    Lasst euch mit Hilfe der Fotogalerie ein wenig mitnehmen in den gestrigen Abend:

    Es gibt im Laden auch Inspirationen für den Wohnbereich:

    Gekauft habe ich ein Häkelset für einen Buddah (dieser ist Teil eines „Gesamtkunstwerks“ mit eigener Geschichte, über die werde ich hier ganz sicher auch berichten, wenn das alles fertig und vorzeigbar ist), das ihr auf einem der Galeriefotos entdecken könnt und Knöpfe für meine Jacke, die ich gerade stricke.

    In meinem Goody-Bag waren diese Dinge drin, jede bekam das gleiche, lediglich die Farben der Baumwolle unterschieden sich, waren aber durchwegs harmonisch aufeinander abgestimmt.

    Auch heute will ich euch an der Kreativität der KI teilhaben lassen, das ist das Bild, das sie aus diesem Blog-Beitrag gemacht hat:

  • 2.747

    Das Frühjahr kommt unaufhörlich näher, also wird es höchste Zeit, mit einem Frühlings-Sommer-Jäckchen zu beginnen. Auf dem Plan habe ich es bereits seit letztem Jahr – es soll die Jacke 41 Setapura von Lana Grossa werden.

    Ich stricke sie aus dem Originalgarn Setapura, ein Garn aus reiner Seide mit einer tollen Haptik und einem matten Aussehen. Für mich habe ich mir die Farbe 22 türkis ausgesucht:

    Doppelfädig verstrickt mit Nadeln in der Stärke fünf Millimeter kommt man auch schnell voran. Sehr gespannt bin ich auf den Tragekomfort, denn die Jacke wird klassisch aus Vorderteilen, Rückenteil und Ärmeln gestrickt, die dann zusammen genäht werden. Letztens las ich von einer anderen Strickerin, dass sie diese Form des Strickens bevorzugen würde, denn die Kleidung hätte dann einfach eine bessere Passform und würde durch die stabilisierenden Nähte auch ihre Form besser behalten. Ich fand das Argument durchaus nachvollziehbar.

    Der reelle Farbton liegt irgendwo zwischen der Farbe des Bildes von dem Knäuel und der Farbe des Gestrickten.

    Spaßeshalber habe ich die KI ein Bild basierend auf diesem Beitrag erstellen lassen, das ist das Ergebnis:

  • 2.748 – Wollmarkt Hirschaid

    Gestern habe ich dem Wollmarkt Hirschaid einen Besuch abgestattet. Hirschaid ist von mP aus sehr gut mit dem ÖPNV erreichbar und dank des Deutschlandtickets sind mir dafür auch keine gesonderten Kosten entstanden. Vom Bahnhof Hirschaid aus fuhr ein Shuttlebus direkt zur Regnitzarena, die ca. einen Kilometer vom Bahnhof entfernt ist.

    Der Eintritt war mit 6,00 € an der Tageskasse (5,00 € im Vorverkauf) sehr moderat. Auch das Essensangebot war preislich völlig in Ordnung und sehr gut organisiert, man konnte Wertkarten kaufen und auf die Weise entfiel an den Essensständen das Hantieren mit dem Geld. Ausreichend Sitzgelegenheiten waren auch gegeben, so dass man auch plaudern und stricken konnte, ohne den Eindruck zu haben, jemand anderer bräuchte den Sitzplatz dringender, um essen zu können.

    Dem Ausstellerverzeichnis konnte man entnehmen, dass es viel um natürliche Fasern und Pflanzenfärbungen geht. Insgesamt fiel mir auf, dass sowohl bei den verkauften Garnen als auch bei den getragenen Strickstücken deutlich weniger „krachige“ Farben vertreten waren als noch vor einigen Jahren. Mal sehen, ob das kommendes Wochenende beim Leipziger Wollefest anders sein wird, oder ob es ein übergreifender Trend ist.

    Es gab aber auch krachbunte Sachen, beispielsweise diese Wollschalen aus dem 3D-Drucker:

    Sehr gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Ute von Wasserwolle. Wir werden uns in Leipzig auch sehen und dann kaufe ich das neue Buch doch (da habe ich dann auch einen größeren Rucksack dabei!).

    Gekauft habe ich natürlich auch etwas, nämlich einen Bobbel von Trofis Laden:

    Hier noch eine Galerie weiterer von mir gemachter Bilder:

    Sehr gelungen fand ich auch die Idee, das Frauenhaus Bamberg zu unterstützen, es gab an deren Stand viel zu entdecken:

    Fazit: Es war eine tolle Veranstaltung und ich werde sie gern nächstes Jahr wieder besuchen.

  • 2.751

    Es ist entschieden, ich werde den Pullunder ribbeln. Allerdings gar nicht ganz, sondern bis zum oberen Rand. Erstens gefällt mir der bunte Strang Pitahaya nicht mehr in diesem Strickstück und auch das krachige Grün verbanne ich daraus. Stattdessen werde ich noch passende Wollmeisenstränge dazu kaufen oder im Stash finden.

    Der Pullunder oder die Tunika wird nicht mehr in einem rechts-links-Wechsel gestrickt werden, das zieht sich schließlich immer zusammen. Seht mal, wie das aussieht, wenn es nur locker über einem Bügel hängt.

    Stattdessen werde ich also glatt rechts stricken und vermutlich die Schräge der Farben mit verkürzten Reihen bilden. Welche Farben es werden, werde ich sehen, ich bin ja auf dem Leipziger Wollfest dieses Jahr, vielleicht finde ich schon da etwas am Wollmeisenstand, ansonsten halt beim Sale der Wollmeise. Oder vielleicht bringt mir der Osterhase schon einen passenden Strang im Osterwichtelpaket.

    Für die Wolle der Farbe Pitahaya habe ich bereits auch eine Idee, denn es gibt noch ein Tuch, das ich ausschließlich zu dem Pullunder getragen habe: Zeenas Rüschen. Auch das werde ich ribbeln und schon habe ich zwei Stränge für ein schönes, großes Tuch.

  • 2.752

    Wichteln ist eine nette Beschäftigung für Kinder. Und auch für Erwachsene. Jedenfalls gibt es verschiedene Wichtelgruppen und -events auf Ravelry. Aktuell bin ich in einer Osterwichtelgruppe der Wollmeisengruppe von Ravelry, dort sind inzwischen alle Pakete versandt worden.

    Mein vergangenes Wichteln war in der selben Gruppe zum Weihnachtswichteln – ich habe dort erstmalig mitgemacht. Maßgabe ist immer, dass man einen Strang Wollmeise verschenkt und dann noch weitere Nettigkeiten hineinverpackt, gern auch etwas selbstgemachtes.

    Das hat mein Wichtelkind von mir bekommen:

    Und diese Kostbarkeiten habe ich erhalten:

    Es macht mir sehr viel Spaß und Freude, sowohl das Paket zusammen zu stellen als auch ein mit Liebe ausgesuchtes Päckchen zu erhalten. Am Ostersonntag werden die Osterwichtelpakete ausgepackt, daheim bei mir angekommen ist es bereits:

  • 2.753

    Im Zusammenhang mit meiner Rente beschäftigt mich die Kleiderfrage. Ich arbeite in einem Umfeld, in dem es auf gepflegte Business-Kleidung ankommt, zumindest an den Tagen, an denen ich vor Ort bin. Da wir aber auch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens haben und ich verhältnismäßig weit weg von meinem Arbeitsort wohne, nutze ich das gern. Bleiben also nur ca. 50 % der Arbeitszeit vor Ort. Natürlich habe ich einen sehr reichhaltig ausgestatteten Kleiderschrank – mir macht Kleidung kaufen und tragen (und auch selber nähen und stricken oder häkeln) sehr viel Spaß. Allerdings gehörte ich noch nie zu den Menschen, die sich jährlich neu einkleideten, sondern ich trage meine Kleidung auch über mehrere Jahre hinweg. Das ist möglich, weil ich zumeist hochwertige Kleidung kaufe (nicht teuer, das ist etwas anderes, ich lege Wert auf Qualität der Materialien und der Verarbeitung) und eben auch weil ich viel habe und somit die einzelnen Stücke seltener eingesetzt werden.

    Aber schön langsam muss ich mich an den Gedanken gewöhnen, dass ich in meiner Ruhestandsphase deutlich weniger geschäftsmäßige Kleidung benötigen werde.

    Bereits jetzt werde ich also versuchen, mich bei Neukäufen daran zu orientieren, dass ich nicht mehr für die nächsten zehn Jahre planen muss. Ein grober Überschlag ergab übrigens, dass ich noch ca. 800 Tage vor Ort sein werde. Zugrunde legend, dass ein Kleidungsstück mindestens 30 mal getragen werden sollte, um sich von ökologisch und ökonomisch bedenklicher Fast Fashion zu lösen, würde ich rein rechnerisch nur noch lediglich 27 verschiedene Teile jeder „Gattung“ wie Oberteil, Hose bzw. Rock etc. benötigen. Ein kritischer Blick in meinen Kleiderschrank ergibt: das habe ich bei den Oberteilen auf jeden Fall bereits im Schrank hängen.

  • 2.754

    Alles hat seine Zeit, so auch die krachbunten Strickstücke, die ich noch vor über zehn Jahren produziert habe. Im April 2012 war die erste Version des Pullunders „Schief ist schön II“ fertig. Es ist eine Anleitung aus der Zeitschrift Verena Stricken Frühjahr 2012. Auf der Seite dieser Anleitung auf Ravelry ist im übrigen meine erste Version dieser Anleitung zu sehen – die geriet mir damals zu groß und wurde von mir direkt verschenkt. Hier geht es aber um die zweite Version, gestrickt aus Twin und Pure von der Wollmeise in den Farben Wasabi, Himbeere und Pitahaya.

    Im November 2021 habe ich dann aus Gründen zunehmenden Körpervolumens noch unten aus Wollmeise Birdies in den Farben Wasabi, Himbeere und Bussi drei Streifen angestrickt. Das hat allerdings nur bedingt geholfen, vorteilhaft sah es dennoch nicht aus, also trug ich den Pullunder nur noch daheim. Auch die Farbkombination entspricht einfach nicht mehr meiner Persönlichkeit.

    Bei Instagram habe ich eine Umfrage gestartet, was mit dem Projekt passieren soll. Zur Auswahl stehen (noch die nächsten zwei Tage) folgende Optionen:

    • Tauschen gegen einen Strang DK von Wollmeise?
    • Aufribbeln?
    • Verschenken?
    • Wegwerfen?

    Ich bin gespannt, wie das Endergebnis ausfällt und werde auch hier darüber berichten.

  • 2.756

    Höffner und die AfD: Es gibt eine Parteispende an die AfD in Höhe von 18.000,00 € im letzten Jahr des Unternehmers, dem auch das Möbelhaus Höffner gehört. Nun gibt es in unmittelbarer Nähe des Wohnorts von mP einen Höffner und bei dem haben wir erstens schon mal etwas gekauft und zweitens auch im dortigen Selbstbedienungsrestaurant etwas gegessen. Dort arbeiten übrigens durchaus viele Menschen mit Migrationshintergrund, das lässt sich leicht an deren Art, Deutsch zu sprechen, erkennen.

    Bei einem dieser Käufe habe ich mir dann auch eine Kundenkarte ausstellen lassen, weil es damit weitere Rabatte gab. Nun merkt die Firma Höffner ja gar nicht, wenn ich sie boykottiere. Aber ich denke, sie merken die Wirkung ihrer Taten, wenn ich die Kundenkarte kündige und zwar mit der Begründung, dass ich das wegen der Parteispende an die AfD mache. Dazu findet sich in den Kundenkarten-AGBs folgender Satz: „7.1 Sie können die Teilnahme am Programm der HÖFFNER KUNDENKARTE jederzeit ohne Einhaltung einer Frist durch Mitteilung an HÖFFNER beenden.“ Eine E-Mail mit folgendem Text habe ich also an die E-Mail Adresse onlineservice@hoeffner.de gesendet:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit Erstaunen und Entsetzen habe ich aus den Medien erfahren, dass Ihr Firmenverbund eine Parteispende in Höhe von 18.000,00 € an die AfD getätigt hat. Dies irritiert insofern besonders, als dass ich aus eigener Anschauung weiß, dass in Ihrem Haus in Fürth im Restaurant viele Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigt sind. Das erkennt man insbesondere an deren Art Deutsch zu sprechen. 

    Da ich keinerlei Kontakt zu einer Firma haben möchte, die die Ziele der AfD unterstützt – und das tun Sie automatisch mit einer Parteispende – kündige ich mit sofortiger Wirkung meine Kundenkarte mit der Nummer XXXXXXXXXX und fordere Sie auf, alle Daten, die Sie über mich gespeichert haben, umgehend zu löschen. Ich erwarte eine entsprechende Bestätigung per Mail spätestens bis zum 30.03.2026.

    Mit Grüßen

    Sabine Ruhsamer

    Wenn nun einige meinem Beispiel folgen wollen, können wir als Konsumenten zeigen, welche Macht wir haben.

    Übrigens boykottiere ich aus dem selben Grund inzwischen auch Produkte von Müller Milch (Produkte aus den Unternehmen Molkerei Berchtesgadener Land und Alpenhain) sind meines Erachtens (m.E.) gute Alternativen.

    Indifferent bin ich hingegen bei Produkten der Firma Trigema. Einerseits ist es ja durchaus lobenswert, lokal zu produzieren, andererseits ist deren ehemaliger Chef und Unternehmer Wolfgang Grupp der AfD als Koalitionspartner für die CDU nicht abgeneigt, obwohl auch sein Unternehmen mit vielen Menschen mit Migrationshintergrund wirtschaftliche Erfolge erzielt hat. Da ist es doch tatsächlich besser, wenn man dann seine Kleidung bei Manomama einkauft, das Unternehmen scheint mir ethisch einwandfrei zu sein.

    Insgesamt ist bei der Thematik viel Luft nach oben, auch ich habe mich noch nicht abschließend über alles informiert, diese Seite bietet gute Anhaltspunkte dafür. Mal sehen, welche Firmen ich noch als boykottwürdig identifiziere.

    Wir sind mehr!

    Und nun wünsche ich allen einen angenehmen Sonntag Nachmittag!